Details einer Adoption

Abläufe bei der Adoption

Eine Adoption bietet eine Chance, den unerfüllten Kinderwunsch endlich zu erfüllen. Die Motive, sich für den Weg der Adoption zu entscheiden, sind vielfältig. Aber wie läuft eine Adoption eigentlich genau ab und worauf müssen sich Eltern einstellen?

Vermittlung von Adoptionen

Adoptieren

Was sind die Abläufe einer Adoption?

Wer Adoptionen vermitteln darf, ist in Deutschland eindeutig festgelegt. Es handelt sich dabei um Institutionen wie Jugendämter, Adoptionsvermittlungsstellen oder zentrale Adoptionsstellen. Ihr Ziel ist es, eine passende Familie für jedes Kind zu finden und an sie muss man sich wenden, wenn man den Wunsch hat, ein Kind zu adoptieren. Dabei muss nicht nur die Altersgrenze von 25 bis 40 eingehalten werden. Ein Kind zu adoptieren kann für Paare zur psychischen Belastungsprobe werden.

Die ersten Schritte

Wer ein Kind adoptieren möchte, kontaktiert zunächst eine der genannten Institutionen. Dann folgen mehrere Gespräche und die Bewerber füllen zu Hause einen ausführlichen Fragebogen aus. Sie müssen konkret begründen, warum sie ein Kind adoptieren möchten und was sie dazu qualifiziert. Dazu wird das Umfeld jeder Familie genau betrachtet und die Bewerber müssen detaillierte private Angaben machen. Zum Beispiel zu der Bedeutung eines Kindes für das eigene Selbstwertgefühl, welche Erziehungsvorstellungen vorliegen und wer im Falle einer Trennung das Sorgerecht bekäme. Es wird aber auch nach der Vermögens- und Wohnsituation der adoptierwilligen Eltern geschaut. Danach folgen weitere Gespräche, manche Jugendämter führen auch Gruppendiskussionen durch. Diese Eignungsprüfungen dauern in der Regel zwischen sechs und zwölf Monaten. Wenn man sich als geeignet herausstellt, heißt es danach warten.

Warum so strenge Auswahlverfahren?

Der langwierige und anstrengende Bewerbungsprozess dient einzig dem Wohl des Kindes. Man will vermeiden, dass mit der Adoption eines Kindes eine Lücke im eigenen Leben gefüllt werden soll, nur ein Partner den Kinderwunsch verspürt, oder sich die Paare von äußeren Einflüssen unter Druck gesetzt fühlen und ein Kind nur adoptieren, um den gesellschaftlichen Erwartungen gerecht zu werden.

Der Papierkram

Wer ein Kind adoptieren will, muss zunächst einmal einige Dokumente für die Bewerbung zusammen stellen. Benötigt werden Nachweise über das Einkommen, die Geburtsurkunden der Eltern, polizeiliche Führungszeugnisse, ein ärztliches Attest, die Lebensläufe beider Partner und einiges mehr. Alle Unterlagen müssen bei der jeweiligen Organisation eingereicht werden und unterlaufen strengen Auswahlverfahren. In persönlichen Gesprächen mit Sozialarbeitern, die zum Teil zu Hause stattfinden, werden der Kinderwunsch und dessen Bedeutung besprochen. Außerdem wird die Möglichkeit diskutiert, Pflegekinder aufzunehmen.

Falls Du mehr wissen willst: Beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend können Interessierte eine kostenlose Infobroschüre zum Thema Adoption anfordern.

Kommentare (10)

  • Die Abläufe bei der Adoption sind echt sehr kompliziert, aber man will ja auch, dass es den Kleinen gut geht, wo sie dann hinkommen, deswegen mach ichs auch gerne mit.

  • Sieht ja sehr kompliziert aus der Vorgang, andererseits sollte es ja auch genauso sein :-)

  • Eine Kollegin von mir hat sich auch mal für eine Adoption interessiert und ich weiß noch, dass das für sie wirklich ein Hürdenlauf war. Leider habe ich die Stelle gewechselt, bevor sie wusste, ob es klappt.

  • Eine Freundin von mir hat das ganze Prozedere für eine Adoption durchgemacht - das war wirklich ein Mords-Aufwand. Aber er hat sich für sie definitiv gelohnt! :)

  • Ich habe letztens einen Fernsehbericht über die Abläufe bei der Adoption gesehen. Ziemlich aufwendig so eine Adortion.

  • Ich finde es schade das die Auflagen bei Pflegekinder offensichtlich nicht die gleichen sind. Dann wäre es mir zb viel besser ergangen. Und vielen anderen auch.

  • Ich finde es auch extrem langwierig. Es ist doch sehr schade, wie viele Eltern, auch Alleinerziehende Kinder wünschen, und wie viele Kinder Eltern.. Und dann muss aufgrund der ganzen Prüfereien etc so viel Zeit, Kindheit und alles ungenutzt verstreichen... Und wenn man dann auch noch sieht, wie viele Eltern mit den eigenen Kindern überfordert sind... Aber welche haben dürfen. Das schmerzt.. Ich denke im Kindeswohl wäre es, wenn das ganze auch schneller geht. Zumal wirklich eine psychische extreme Belastung für die werdenden Eltern liegt. Das sind auch nur Menschen..

  • Ich finde es richtig, dass dabei auf das Wohl des Kindes geachtet wird, aber in manchen Sachen finde ich es wirklich zu streng und zu langwierig. Naja, aber trotzdem finde ich Adoptionen super :-)

  • Meine Cousine hat ein Kind adoptiert, das ist eine sehr schöne Möglichkeit einem Kind eine zweite Chance zu geben.

  • Eine Adoption ist so schrecklich kompliziert. Aber naja, es geht ja auch um das Wohl eines Kindes, da muss man vorsichtig sein!


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