Auf und ab einer Beziehung

Die Suche nach der großen Liebe kann manchmal lange dauern. Das ist auch kein Wunder, denn unsere Ansprüche an Mr. Right sind riesig. Haben wir ihn dann endlich gefunden, sollten wir uns aber trotzdem nicht beruhigt zurücklehnen. Denn so traurig es auch klingen mag: für die Liebe gibt es leider keine Garantie.

Einmal gefunden, sollte man sie zwar genießen und sich an ihr erfreuen, darüber aber nie vergessen, dass beide Partner für die Haltbarkeit des kostbaren Gutes kämpfen müssen. Dabei durchläuft die Liebe in der Regel bis zu fünf verschiedene Phasen, in der sich die Gefühle und die Beziehung zueinander verändern. Und wie es immer so ist: Jeder Abschnitt hat seine Vor- und Nachteile.

Auf und ab einer Beziehung

Eine Beziehung ist wie eine Berg- und Talfahrt.

Die Übereinander-Herfall-Phase

Ob Liebe auf den ersten Blick oder langsame Annäherung: fast jede Liebe beginnt mit einer Hochphase, in der die Leidenschaft für einander kaum zu bremsen ist. Während dein Kopf in den Wolken schwebt, liefern sich die übersprudelnden Hormone ein stürmisches Duell mit den Schmetterlingen in deinem Bauch. Die Welt dreht sich scheinbar schneller und langsamer zugleich und ein bisschen rosaroter ist sie auch.

Die Phase des satten Glücks

Nach und nach beruhigen sich die Hormone etwas und die erste stürmische Zeit ist vorbei. Ein Gefühl des satten Glücks stellt sich ein, das die Verliebten zu gemeinsamen Luftschlössern und euphorischen Zukunftsträumen inspiriert. Du strahlst wie ein Honigkuchenpferd von einer Backe zur anderen und denkst: das ist er! Mit dem möchte ich alt werden.

Der Alltag

Früher oder später müssen wir dann leider die rosarote Brille abnehmen und sie gegen eine etwas schärfere Hornbrille eintauschen. Durch die sehen wir die Liebe dann mit realistischeren Augen und schauen, ob der Partner auch im Alltag zu uns passt. So ernüchternd diese Phase auch erscheinen mag, sie ist wichtig, weil sich nun die Abhängigkeit der ersten Monate auflöst und jeder Partner wieder zu sich selbst und seiner Eigenständigkeit zurückfindet.

Die Stress- und Streitphase

In dieser Phase kann es in der Liebe schon mal etwas ungemütlich werden. Jetzt werden Grenzen ausgelotet und festgelegt, teilweise auch überschritten und bewusst ignoriert. Es gilt nun, Unterschiede in der Lebensführung oder bezüglich gemeinsamer Zukunftspläne zu klären. Die Herausforderung besteht darin, Unterschiede als Bereicherung zu nutzen und sie nicht als Abweichung vom eigenen Verhalten zu sehen. Die vierte Phase ist wohl die schwierigste einer jeden Beziehung. Viele Paare scheitern an ihr.

Die Entscheidung

Hat ein Paar diese anstrengende Zeit hinter sich, ist es Zeit für eine Entscheidung. Entscheidet sich das Paar füreinander, festigt sich die Beziehung nun entscheidend. Die Liebenden werden ruhiger, finden zu sich selbst und räumen sich gegenseitig mehr Freiräume ein.

Liebe fürs Leben

In der sechsten und letzten Phase befindet sich das Paar in besonderer Harmonie zueinander. Gegenseitiges Vertrauen und Sicherheit bilden das Fundament für die höchste Stufe innerhalb der Beziehung, der Liebe fürs Leben. Sie ist sozusagen die Königsdisziplin jeder Partnerschaft. Die Liebenden befinden sich nun in einer ausgeglichenen Balance zwischen Nähe und Individualität, die für lebenslange Beziehungen so wichtig ist. Aber natürlich sollte sich kein Paar auf dieser Idylle ausruhen. Um das gemeinsame Glück auf Dauer zu genießen, müssen beide Partner sich immer wieder sensibel auf den anderen einstellen und füreinander kämpfen. Denn Liebe ist Beziehungsarbeit auf Lebenszeit.

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Was denkst du?

  • Maulwurf1984 am 29.08.2014 um 15:00 Uhr

    Die Phasen der Liebe können ganz unterschiedlich sein!

    Antworten
  • firsttime456 am 21.03.2014 um 10:50 Uhr

    Diese Phasen der Liebe kenne ich auch. Mit meinem Ex bin ich tatsächlich an der Streitphase gescheitert. Mit meinem jetzigen Freund hoffe ich aber, dass wir auch die letzte dieser Phasen der Liebe erreichen können.

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  • Crescenda am 12.12.2013 um 17:42 Uhr

    Ist doch schön, dass es verschiedene Phasen der Liebe gibt. So wird es nie langweilig.

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  • Thullia am 10.05.2013 um 11:46 Uhr

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die tiefe Verbundenheit, die die Verliebtheit irgendwann ablöst, viel wertvoller und schöner ist. Ich hab der ersten Verliebtheit noch nie nachgetrauert.

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  • mamitobe am 07.02.2013 um 11:58 Uhr

    Natürlich muss man an jeder Beziehung arbeiten. Aber wenn man sich die Mühe macht, kommt man in diese besonders schöne Phase, für die es sich echt lohnt.

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  • DeJuliette am 29.01.2013 um 10:02 Uhr

    Diese Phasen finde ich sehr interessant. Wenn ich mal zurückdenke, stimmt das sogar. An der Beziehung arbeiten ist wirklich wichtig und wenn man den Richtigen gefunden hat, lohnt sich die Mühe absolut.

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  • TinaMalina am 08.02.2012 um 09:29 Uhr

    Natürlich gibt es für die Liebe keine Garantie. Jeder denkt, wenn einmal heiraten, dann soll es auch für immer sein. Ich denke auch so, aber realistisch gesehen, wird man bestimmt nicht all' die Jahre glücklich sein. Auch nach 20 Jahren wunderbarer Ehe, in die man viel Arbeit hineingesteckt hat, kann man aufwachen und merken, dass es einfach nicht mehr passt, dass die Liebe nun mal nicht mehr da ist. =(

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  • marionb am 23.05.2011 um 19:37 Uhr

    ich bin nun schon 8 jahre mit meinem schatz zusammen und wir fandn heraus dass es die liebe unseres lebens ist..streiten gehört dazu nur dass man dann eine gemeinsame lösung findet und wenn man einander vertraut und respektiert findet man immer einen weg..auch mit unserem kleinen sonnenschein wurde es anfangs schwieriger da man nun nicht mehr so viel zeit investieren kann oder mal abneds spontan was trinken..weil unser sonnenschein das tägliche und pünktliche baden und schlafen hat:-) aber es stellt sich alles ein und wenn man liebt geht auch das:-) nun wird sie ein jahr und geheiratet wird 2.6.2012...gebt nicht zu schnell auf..es lohnt sich:-) lg marion aus tirol

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  • baby1990 am 21.05.2011 um 13:33 Uhr

    Das ist ja mal ein toller Text, irgendwie macht mir das neuen Mut. Ich habe mich auch mit meinem Freund in den ersten 1 1/2 Jahren super verstanden, alles war toll. Dann wurde alles ein bisschen "normal" und dann sind wir zusammen gezogen. Jetzt wohnen wir ein halbes Jahr zusammen und hatten schon einigen Stress und ich habe mich zwischendurch gefragt, ob er wirklich der Richtige ist. Aber im Grunde waren es meistens nur Kleinigkeiten, wegen denen wir gestritten haben. Letztens bin ich erst noch wieder für ein paar Stunden mit dem Hund abgehauen und habe nachgedacht, aber ich komme immer zu dem Schluss, dass ich ihn liebe und dass das normal ist wenn man mal Stress hat. Jetzt haben wir nochmal miteinander geredet und beschlossen, dass wir nicht mehr streiten wegen irgendeinem Quatsch. Ich hoffe dass sich dann auch irgendwann die, im großen und ganzen dauerhafte, Harmonie einstellt 🙂 Dann würde ich ihn sofort heiraten!

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  • sarahmaus1986 am 03.01.2011 um 17:44 Uhr

    stimmt, man muss daran arbeiten, es lohnt sich

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  • chocolat_123 am 16.12.2010 um 18:03 Uhr

    Ja, an einer Beziehung muss man wirklich arbeiten, wenn die Partnerschaft lange halten soll.

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