Eisprung Anzeichen

Familienplanung

Eisprung: Anzeichen, die ihn voraussagen

Susanne Falleram 22.02.2017 um 17:12 Uhr

Der Eisprung ist der Höhepunkt Deines Zyklus und auch der Punkt, an dem die größte Chance besteht, schwanger zu werden. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, die generellen und individuellen Eisprung-Anzeichen zu kennen. Auf diese Weise kannst du bei einem Kinderwunsch die Chance auf eine Schwangerschaft entscheidend erhöhen und wenn Du Deinen Körper erst einmal in- und auswendig kennst, kannst Du Deine Eisprung-Anzeichen sogar zur Verhütung benutzen.

Video: Mit Hilfe des Eisprungkalenders schwanger werden

Vorab: Wann findet der Eisprung statt?

Wenn Du die Anzeichen für einen Eisprung Deines Körpers erkennen möchtest, musst Du mit den verschiedenen Phasen Deines Zyklus besonders vertraut sein. Hierfür hilft es, grob einen Überblick zu haben, was in den einzelnen Phasen mit Deinem Körper passiert.

Grundsätzlich gibt es zwei Phasen in jedem Zyklus:

  • Die erste Phase, die so genannte Follikelphase beginnt am ersten Tag des neuen Zyklus, also am ersten Tag der Menstruation. Bei der Monatsblutung handelt es sich um die Schleimhautschicht der Gebärmutter, die abgestoßen wird, um anschließend in Erwartung einer möglichen Schwangerschaft erneut aufgebaut zu werden.
  • Die zweite Phase des Zyklus, die sogenannte Sekretionsphase, beginnt mit der Ovulation. In dieser baut der Körper erst weiterhin die Schleimhaut auf, bis er sich sicher ist, dass keine Einnistung stattfinden wird. Anschließend folgt erneut die Follikelphase mit der Menstruation.

Am entscheidendsten für Dich ist natürlich das Ereignis, welche die beiden Phasen trennt, die Ovulation. Nach dem Eisprung ist die Eizelle nur ca. 12 bis 24 Stunden befruchtbar. Da Spermien jedoch bei günstigen Bedingungen bis zu eine Woche überleben können, beginnt die kritische Phase bereits bis zu fünf Tage vor der Ovulation. Die verschiedenen Eisprung-Anzeichen Deines Körpers können Dir dabei helfen, diesen Zeitpunkt genau zu datieren. Hier gibt es unseren Eisprung-Kalender zum Nachrechnen.

Anzeichen für Eisprung

Anzeichen für einen Eisprung gibt es viele. Du musst sie nur kennen und richtig deuten!

1. Eisprung-Anzeichen: Die Basaltemperatur

Eine berühmte Methode, auf die Frauen immer wieder zurückgreifen, wenn sie schwanger werden wollen, ist das Temperaturmessen. Das Gute an diesem Anzeichen des Einsprungs ist, dass es bei jeder Frau eintritt. So kann der Eisprung relativ problemlos berechnet werden.

Entscheidend ist hierbei, dass Du Deine Temperatur immer zur gleichen Tageszeit misst, vorher am besten mindestes sechs Stunden geschlafen hast und immer an der gleichen Stelle misst. Am besten eignet sich hierfür die vaginale Messung, bei einigen Frauen funktioniert es jedoch anal oder oral am besten. Die Temperatur sollte hierbei auch ca. drei Minuten lang gemessen werden und bis auf zwei Stellen nach dem Komma. Wenn alles richtig gemacht wird, sollte nach dem Eisprung ein regelmäßiger Temperaturanstieg um 0,2 bis 0,5°C zu beobachten sein.

Entscheidend bei diesem Eisprung-Anzeichen ist, dass man erst im Nachhinein feststellen kann, wann die Ovulation stattgefunden hat. Nach zwei bis drei Monaten einer regelmäßigen Messung lässt sich daher zwar gut voraussagen, wann der nächste Eisprung stattfindet, als Verhütungsmethode ist das Messen der Basaltemperatur alleine jedoch nicht sicher genug, da der Eisprung sich auch bei den regelmäßigsten Zyklen einmal nach vorne verschieben kann. Um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern und auch um die Chance auf eine geplante Schwangerschaft zu erhöhen, bietet es sich an, noch weitere Eisprung-Anzeichen zu berücksichtigen.

Basaltemperatur messen

Die Messung der Basaltemperatur kann zum eindeutigen Anzeichen für einen nahenden Eisprung werden.

2. Eisprung-Anzeichen: Zervixschleim und Muttermund

Als bewährte Eisprung-Anzeichen neben der Basaltemperatur gelten auch der Zervixschleim und der Muttermund.

Beim Zervixschleim spielt hierbei die Konsistenz eine entscheidende Rolle. Um diese zu überprüfen, solltest Du ihn zwischen Daumen und Zeigefinger leicht verreiben und die Finger anschließend auseinander ziehen. Wenn der Schleim eher dicklich, trüb und cremig ist, spricht dies dafür, dass Du von dem Eisprung noch weit entfernt bist. Ist der Schleim jedoch eher durchscheinend, dünnflüssig und zieht Fäden, wenn Du Deine Finger auseinander ziehst, steht Dein Eisprung unmittelbar bevor oder hat bereits stattgefunden. Natürlich gibt es zahlreiche Stufen zwischen cremig und durchscheinend, die Du alle zur korrekten Beurteilung des Zervixschleims kennen solltest, denn wichtig ist vor allem, die beste Konsistenz, die Du im Zyklus erreichst, also die durchsichtigste, die am meisten Fäden zieht. Wenn Du diese optimale Konsistenz drei Tage hintereinander feststellst, hat Dein Eisprung stattgefunden.

Ein weiteres Anzeichen für den Eisprung, das Du miteinbeziehen kannst, ist die Lage und die Härte Deines Muttermundes. Um den Eisprung herum wird dieser meist weich und ist leicht geöffnet, außerdem liegt er höher und ist kaum noch zu ertasten. Nach dem Eisprung sitzt er hingegen sehr tief und ist hart und zu. Basaltemperatur, Zervixschleim und Muttermund gelten als die sichersten Eisprung-Anzeichen. Wenn Du alle drei Methoden gleichzeitig anwendest, kannst Du Deinen Eisprung ziemlich sicher feststellen und durch die Anwendung aller drei Methoden kann auch ein vorzeitiger Eisprung besser erkannt sowie widersprüchliche Temperaturmessungen besser erklärt werden.

Muttermund

Die Konsistenz Deines Zervixschleimes sowie die Lage des Muttermundes geben ebenfalls Auskunft darüber, wenn Dein Eisprung etwa ist.

3. Eisprung-Anzeichen: Mittelschmerz und Ovulationsblutung

Neben den offensichtlichen Eisprung-Anzeichen gibt es noch einige andere, die nur gelegentlich auftauchen, zum Beispiel der Mittelschmerz und die Ovulationsblutung. Der Mittelschmerz tritt meist als einseitiges Ziehen im Unterleib auf der Seite des aktiven Eierstocks auf. Am Tag des Eisprungs kann es sogar vorkommen, dass der Schmerz regelrecht krampfartig wird und Übelkeit auslösen kann. Experten vermuten, dass dies durch den wachsenden Follikel verursacht wird. Die Ovulationsblutung kann ebenfalls zur Zeit des Eisprungs stattfinden. Diese ist keinesfalls so stark wie die normale Menstruationsblutung. Sie kann durch den Abfall des Östrogenwertes zur Zeit des Eisprungs stattfinden.

Weitere, individuelle Anzeichen für einen Eisprung

Neben den klassischen Eisprung-Symptomen wie der Basaltemperatur und dem Zervixschleim gibt es auch noch einige Symptome, die nur wenige Frauen aufweisen und die so ganz individuell den Eisprung anzeigen können, meist jedoch nicht messbar sind. Zu diesen zählt zum Beispiel ein gesteigertes sexuelles Verlangen oder spannende Brüste. Diese Eisprung-Anzeichen sind jedoch so subtil und treten nicht nur von Frau zu Frau unterschiedlich auf, sondern auch von Zyklus zu Zyklus, sodass sie in keinem Fall geeignet sind, um einen Eisprung festzustellen.

Um schwanger zu werden oder natürlich zu verhüten, gibt es einige Eisprung-Anzeichen, die Dir ziemlich genau Deine fruchtbaren Tage anzeigen können. Insbesondere Basaltemperatur, Zervixschleim und Muttermund können als sehr zuverlässig erachtet werden. Andere Anzeichen für einen Eisprung können zwar auftreten, sind jedoch nicht sicher. Generell gilt, dass Du für die natürliche Verhütung oder Familienplanung Deinen Körper ganz genau beobachten und kennen lernen musst, um die richtigen Zeichen zu deuten und mit Deinem Babywunsch Erfolg zu haben.

Bildquellen: iStock/fotolotos, iStock/Ridofranz, iStock/Blair_witch, iStock/janulla


Kommentare (14)

  • Naseweis2015 am 16.07.2015 um 11:06 Uhr

    Spermien überleben keine ganze Woche... das sind höchstens 4 Tage 😉

  • Meeresbrise7 am 13.05.2015 um 12:17 Uhr

    Im Alltag achtet man ja in der Regel nicht so auf Eisprung-Anzeichen.

  • Zulumulu_89 am 02.04.2015 um 17:39 Uhr

    Das muss man schon richtig mit einem Ovumonitor machen, wenn man da wirklich Probleme hat. Bis man es wirklich geschnallt hat, wie das mit Zervixschleim und Tempi geht und das alles ausreichend lang beobachtet hat, sind ja schon wieder Monate vergangen.

  • WieWoWas am 04.03.2015 um 17:18 Uhr

    Ich hab keine Eisprung Anzeichen. Vielleicht liegts ja daran, dass ich keinen Eisprung habe? Hat man die denn normalerweise? Also fühlen das alle oder nur wenige Frauen? 🙁

  • Gluecks_keks am 05.02.2015 um 12:43 Uhr

    Früher wusste ich gar nicht, dass es so viele Eisprung-Anzeichen gibt!

  • Eliasmama79 am 06.01.2015 um 12:44 Uhr

    Es gibt zwar eineige Eisprung-Anzeichen, aber ohne die würde ich nicht bemerken, dass der Eisprung stattfindet. Eine Freundin von mir merkt ihren Eispirung tatsächlich immer.

  • maggie_mo am 30.12.2014 um 10:19 Uhr

    Es gibt ja schon echt viele Eisprung Anzeichen. Mittlerweile merke ich den sogar nur am leichten Mittelschmerz.

  • jacky252 am 01.12.2014 um 17:40 Uhr

    Ich hab bei mir nie Eisprung Anzeichen bemerkt.

  • Cheenah am 11.11.2014 um 17:43 Uhr

    Ich wusste auch nicht, dass es für den Eisprung Anzeichen gibt. Noch mehr was man sich einbilden kann, wenn man ein Kind haben will.

  • Schokobeer85 am 09.10.2014 um 14:44 Uhr

    Ein paar der Eisprung-Anzeichen habe ich bei mir schon oft bemerkt, zB die spannenden Brüste und natürlich die Basaltemperatur. Von anderen Anzeichen wie dem Zervixschleim und Muttermund wusste ich noch nichts.

  • Hoffnungsmia am 23.09.2014 um 15:24 Uhr

    Ich habe bei mir selbst noch nie auf Eisprung-Anzeichen geachtet.

  • MamaVelbert am 19.08.2014 um 10:06 Uhr

    Vom Mittelschmerz bin ich zum Glück bislang verschont geblieben. Eine Freundin von mir leidet da immer ziemlich.

  • gbluem am 12.08.2014 um 15:41 Uhr

    Ich finde das nicht verwerflich, wenn man eine Ernährungsumstellung macht. Einseitige Diäten sind in der Schwangerschaft mit Sicherheit das falsche mittel zum Abnehmen, wie auch schon der Artikel beschreibt. Eine gesunde und ausgewogene Ernährungsumstellung kann mit Sicherheit nicht schaden.

  • Piepmatzline am 30.05.2014 um 12:29 Uhr

    Dass es sowas wie Eisprung-Anzeichen gibt, war mir früher gar nicht bewusst.