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Menstruationszyklus: Die fruchtbaren Tage bestimmen

Katharina Meyeram 27.05.2014 um 16:42 Uhr

Jede gesunde Frau zwischen 12 und 50 Jahren erlebt sie regelmäßig. In einigen Kulturen wird ihr Eintreten mit einem rauschenden Fest gefeiert. Manche Mädchen sind stolz darauf, wenn es endlich passiert, andere schämen sich oder empfinden sie als Qual. Ob es „die Tage“, Periode oder Regel genannt wird, der Menstruationszyklus gehört zum Leben einer Frau einfach dazu.

Die Menstruation macht ein Mädchen zur Frau und hat jeden Monat, vor allem aber, wenn es um Verhütung und Familienplanung geht, ihre Finger im Spiel. Leider wissen aber viele Frauen und gerade junge Mädchen zu wenig über den Mentruationszyklus Bescheid. Dabei sollten alle Frauen wissen, was jeden Monat in ihrem Körper vor sich geht. Schließlich ist es geradezu ein Wunder, wie sensibel diese Abläufe aufeinander abgestimmt sind.

Ist der Menstruationszyklus regelmäßig?

Die Periode heißt Periode, weil sie periodisch auftritt – zumindest im Idealfall. Die Wirklichkeit sieht aber oft anders aus. In den ersten Jahren nach der Menarche, der allerersten Periode, ist es ganz normal, dass der Menstruationszyklus zeitlichen Schwankungen unterliegt. Gerade junge Mädchen, die ihre Tage noch nicht lange haben, befürchten dann oft, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Aber mit der Zeit pendelt sich der Menstruationszyklus auf einen Zeitraum von 22 bis 32 Tagen ein, wobei Tag eins immer dem ersten Tag der Blutung entspricht. Ein natürlicher Zyklus von genau 28 Tagen ist sehr selten und tritt bei Frauen meist nur ein, wenn sie mit der Pille nachhelfen. Wichtig ist jedoch auch nicht, dass die Periode immer die gleiche Dauer hat, sondern dass sie regelmäßig eintritt. Wenn Deine Menstruation einmal für länger als einen Monat ausbleibt, solltest Du auf jeden Fall Deinen Frauenarzt aufsuchen. Dabei muss die Periode nicht immer nur wegen einer Schwangerschaft ausbleiben, auch Über- oder Untergewicht, Stress sowie Hormonschwankungen können sich auf den Menstruationszyklus auswirken. Erst in den Wechseljahren bleibt die Menstruation komplett aus. Nach der sogenannten Menopause kann die Frau dann keine Kinder mehr bekommen.

Was passiert während des Menstruationszyklus?

Der Menstruationszyklus wird grundsätzlich in zwei Phasen eingeteilt, in deren Übergang die Ovulation, also der Eisprung, stattfindet.

1. Die Follikelphase – ein Ei reift heran:

Der erste Tag Deines Menstruationszyklus beginnt immer am ersten Tag Deiner Periode. Hierbei wird die Gebärmutterschleimhaut, die sich im Laufe Deines Zyklus aufgebaut hat, abgestoßen. Gleichzeitig reifen mit Hilfe des Follikelstimulierenden Hormons (FSH) circa 5 bis 15 Primordialfollikel heran. Von diesen wächst im Laufe des Menstruationszyklus in der Regel nur einer zu einem sprungbereiten Tertiärfollikel heran. Obwohl einige Frauen dies denken, wechseln sich die Eierstöcke bei der Produktion der Eizellen nicht ab. Welcher Eierstock während eines Menstruationszyklus aktiv ist, ist vielmehr Zufall. Das Östrogen, welches in diesem Abschnitt des Zyklus vermehrt ausgeschüttet wird, regt auch den erneuten Aufbau der Gebärmutterschleimhaut an.

2. Die Ovulation – die Eizelle kann befruchtet werden:

Der Eisprung findet etwa nach 12 bis 14 Tagen, also in der Mitte des Menstruationszyklus, statt. Die reife Eizelle wird hierbei aus dem Eierstock ausgestoßen und macht sich auf den Weg durch den Eileiter in die Gebärmutter. Da die Spermien eine Weile brauchen, um bis zur Eizelle im Eileiter zu gelangen, diese jedoch nur gut 12 bis 24 Stunden befruchtbar ist, ist kurz vor Deiner Ovulation der beste Zeitpunkt, um schwanger zu werden. Findet eine Befruchtung statt, wird sich die Eizelle im Laufe der Zeit in der aufgebauten Gebärmutterschleimhaut einnisten. Nistet sich jedoch keine Eizelle ein, wird die Gebärmutterschleimhaut wieder ausgestoßen.

3. Die Gelbkörperphase – die Schleimhaut wird abgebaut:

In der zweiten Phase des Menstruationszyklus wird die Gebärmutterschleimhaut unter dem Einfluss des luteinisierenden Hormons (LH) noch einige Zeit weiter aufgebaut.Wenn keine Befruchtung stattfindet, stirbt die Eizelle ab und die Bildung des Hormons Progesteron wird eingestellt. Ohne dieses Hormon kann sich die Gebärmutterschleimhaut nicht länger aufrecht halten. Darum wird diese nun abgebaut und mit der Regelblutung aus dem Körper ausgestoßen. Diese Blutung dauert etwa vom 1. bis zum 5. Zyklustag. Damit fängt ein neuer Menstruationszyklus an und eine neue Eizelle reift bereits in Deinem Eierstock heran.

Der Menstruationszyklus: Ein Zykluskalender

Der Menstruationszyklus verläuft in zwei Phasen mit der Ovulation in der Mitte der Phasen.

Regelschmerzen im Menstruationszyklus

So faszinierend der Menstruationszyklus ist, so schwerwiegende Folgen hat er doch für einige Frauen. Da die Gebärmutterschleimhaut ausgestoßen werden muss, zieht sich die Gebärmutter während der Periode immer wieder zusammen und ist dadurch schwächer durchblutet. Dies kann bei vielen Frauen zu krampfartigen Schmerzen im Unterleib führen. Die Art und Intensität der Schmerzen ist jedoch von Frau zu Frau unterschiedlich. Während manche die Krämpfe kaum spüren, leiden andere darüber hinaus noch unter starken Unterleibs-, Kopf- und Rückenschmerzen sowie unter Übelkeit, Durchfall und Stimmungsschwankungen. Entspannungsübungen, Massagen, heiße Tees aus Frauenmantel und Schafgarbe und eine Wärmflasche können starke Menstruationsschmerzen lindern. Einigen Frauen hilft es auch, ein wenig Sport zu treiben. Wenn Du jedoch unter starken Schmerzen während dieser Phase Deines Menstruationszyklus leidest und einfach nichts die Leiden lindern will, solltest Du unbedingt Deinen Frauenarzt aufsuchen. Dieser kann Dir Schmerzmittel verschreiben, die speziell gegen Menstruationsbeschwerden helfen. Vielleicht ist auch die Pille für Dich eine Möglichkeit. Diese hat nicht nur den Vorteil, einer ungewollten Schwangerschaft vorzubeugen, sondern hält den Progesteronspiegel im Blut konstant hoch, was in den meisten Fällen die Schmerzen lindert.

Der Menstruationszyklus ist ein ausgesprochen faszinierender Vorgang. Mit einem genauen Wissen darüber, was jeden Monat in Deinem Körper abläuft, kannst Du Dir nicht nur leichter einen möglichen Kinderwunsch erfüllen, sondern erhältst auch ein größeres Verständnis dafür, wie die regelmäßigen Veränderungen in Deinem Körper Deine Stimmung und Dein körperliches Befinden beeinflussen.

Bildquelle: Nigel Carse/iStock/Thinkstock

Kommentare (25)

  • Meiner war eigentlich immer sehr regelmäßig

  • bei mir ist das auch nie wirklich regelmäßig

  • Mit einem rauschenden Fest gefeiert? Naja, muss jetzt nicht unbedingt sein, ne?

  • hallo bin d5 tage drüber mittlerewieel, aber mein zyklus is immer sehr unterschiedlich. 5 tage is das längste ausgegangen. hab vor 7 getestet. is das richtig dann wenn negatuig war oder nich?

  • Wie der Menstruationszyklus funktioniert, lernen die Kids ja heute schon ganz früh im Biounterricht.

  • Mein Zyklus war noch nie regelmäßig und ich hab leichtes übergewicht, deswegen übernimmt meine Partnerin das mit den Kindern ;-)

  • Kann es sein, dass der Zyklus auch durch zu viel von diesen Medikamenten, die ihn eigentlich normalisieren sollen, total aus der Bahn geworfen wird? Hab nun nicht mehrere Medis genommen, aber Medis mit Tee und son Krempel, der auch helfen will und nu ist alles komplett durcheinander.

  • Früher hab ich nicht so auf meinen Menstruationszyklus geachtet. Erst als ich dann schwanger werden wollte. Aber dann ist es schön, seinen Körper so viel besser kennenzulernen. Kann ich nur empfehlen!

  • Wenn man schwanger werden will, ist es echt wichtig, seinen Menstruationszyklus gut zu kennen!

  • ich hatte letzte Woche meinen Eisprung und noch nicht meine Periode bin gespannt... ich hoffe ,dass das diesmal klappt^^

  • Eine natürliche Familienplanung funktioniert leider nur, wenn der Zyklus mitspielt. Bei mir ist das leider nicht der Fall... :(

  • Einen regelmäßigen Menstruationszyklus hatte ich schon immer, zum Glück. Sogar, nachdem ich jetzt die Pille abgesetzt habe, hat sich das nach einem Monat wieder total eingependelt. Da bin ich wirklich froh.

  • Ich habe zum Glück einen sehr regelmäßigen Menstruationszyklus. Immerhin etwas im Leben, was mal unkompliziert geht.

  • Ich kannte meinen Menstruationszyklus lange nicht (als Jugendliche) bis ich mich mal genauer damit beschäftigte. Meiner Tochter habe ich den Menstruationszyklus allerdings früh beigebracht.

  • Was es so alles zu wissen gibt über den Menstruationszyklus...tztz...da hat man den seit Jahren und keine Ahnung :)

  • Starke regelschmerzen sind nicht normal. Hierbei kann es sich sehr wahrscheinlich um endometriose handeln wodurch sich der kinderwunsch schwierig ist. Aber auch krampfadern neben der gebärmutter verursacht starke schmerzen.

  • Wenn der Zyklus nicht regelmäßig ist, wird das mit dem Bestimmten der fruchtbaren Tage echt schwierig.

  • Ich hatte früher auch furchtbare Regelschmerzen, aber mit Tabletten ging es dann wunderbar! Das war echt ein stück mehr Lebensqualität!

  • Ich halte das auch alles ganz genau fest, aber reicht die Protokollierung allein?

  • ich habe einen sehr regelmäßigen und kurzen zyklus (23 tage), beim schwanger werden war das hilfreich, sonst würde ich mir wünschen, ich hätte meine tage weniger..

  • Ich hatte anfänglich auch einen sehr unregelmäßigen Menstruationszyklus nachdem ich die Pille abgesetzt hatte, jetzt hat es sich wieder eingependelt.

  • ich hab ein problem narmale weiße hat man die Regel 5-6 tage,aber ich hab sie schon seit 9 tage und die wollen auch nicht weg gehen,was kann ich da dunn.

  • Mein Zyklus ist total durcheinander, bzw. ist bei mir garkein Zyklus vorhanden. Muss quasi ständig und überall damit rechnen, meine Tage zu bekommen...

  • Ich liege meistens einen Tag auf dem Sofa und versuche mit einer Wärmflasche gegen die Schmerzen vorzugehen.

  • Bei mir hat es gut ein Jahr gedauert bis sich mein Zyklus wieder eingependelt hat.


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