Eisprung

Ovulation: Der Schlüssel zum Wunschkind

Katharina Meyeram 02.04.2014 um 13:38 Uhr

Frauen, die schwanger werden möchten, sollten wissen, was in ihrem Körper so vor sich geht. Der Eisprung, oder die Ovulation, kennzeichnet nämlich unter anderem den besten Zeitpunkt, um schwanger zu werden. Spätestens wenn ein Kinderwunsch besteht, solltest Du Dir also die Frage stellen: Was ist der Eisprung und was passiert während der Ovulation im weiblichen Körper?

Als Eisprung oder Ovulation bezeichnet man die Ausstoßung der unbefruchteten Eizelle aus dem Eierstock, die ungefähr zur Mitte des Menstruationszyklus stattfindet. Die Ovulation ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Befruchtung der Eizelle durch ein Spermium. Daher sollten vor allem Frauen mit Kinderwunsch sich mit den körperlichen Abläufen während ihres Zyklus vertraut machen, um so ihr sogenanntes Fruchtbarkeitsfenster bestimmen zu können. Die Länge des Zyklus, also die Dauer vom ersten Tag der Periode bis zum letzten Tag vor der nächsten, variiert von Frau zu Frau und kann zwischen 23 und 35 Tagen liegen. Die Hormonveränderungen in der ersten Hälfte des Zyklus lösen die Freisetzung der Eizelle aus dem Eierstock, also die Ovulation, etwa 12 bis 16 Tage vor der nächsten Monatsblutung aus. Bei einer durchschnittlichen Zykluslänge von 28 Tagen wäre dies also ungefähr der 14. Tag des Zyklus. Aufschluss über den eigenen Zyklus kann es daher geben, wenn Beginn und Ende der Menstruationsblutung im Kalender festgehalten werden. Mit Hilfe von Ovulationstests kann man den Zeitpunkt des Eisprungs mittlerweile sehr genau bestimmen, aber auch andere Methoden geben Auskunft darüber, wann die Ovulation stattfindet.

Was geschieht während der Ovulation?

In den Eierstöcken befinden sich die von Begleitzellen umgebenen Eizellen. Diese bilden zusammen den sogenannten Follikel. In jedem Zyklus reifen etwa zehn bis zwanzig Follikel heran, von denen einer nach einer Weile dominant und sozusagen „sprungreif“ wird. Der Prozess der Ovulation wird durch ein komplexes hormonelles System geregelt. Im Gehirn, genauer gesagt im Hypothalamus, wird das Hormon Gonadoliberin ausgeschüttet, welches die Produktion des Luteinisierenden Hormons (LH) und des Follikelstimulierenden Hormons (FSH) anregt. Dies geschieht in der ersten Hälfte des Zyklus. FSH bewirkt dabei sowohl ein schnelleres Wachstum einer Kohorte von Follikeln, als auch die vermehrte Bildung von Östrogenen in den Follikeln. Die Östrogene hemmen daraufhin die FSH-Ausschüttung und außer dem am weitesten gereiften Follikel, der eine höhere FSH-Empfindlichkeit besitzt, sterben die Follikel ab. Der übrig gebliebene Follikel erhöht wiederum die Produktion des Östrogens Estradiol, was zu einer sehr plötzlichen Ausschüttung des Luteinisierenden Hormons führt. Etwa 24 bis 36 Stunden nach dieser sogenannten LH-Spitze erfolgt die Ovulation. Der sprungbereite Follikel verursacht eine Wölbung an der Eierstockwand, die Stigma genannt wird, und entleert sich. Ebenfalls durch Hormone gesteuert, stülpt sich der Eileiter über den Eierstock, sodass die Eizelle dort hinein gestoßen wird. Der Follikel wandelt sich daraufhin unter dem Einfluss von LH in den Gelbkörper um und die Eizelle beginnt ihre Wanderung durch den Eileiter.

Zu wissen, wann Deine Ovulation stattfindet, kann Dir bei der Familienplanung helfen

Ein Zykluskalender hilft dabei, den Zeitpunkt der Ovulation genauer zu bestimmen.

Ovulation: Fruchtbarkeitsfenster, Schwangerschaft und natürliche Verhütung

Die Ovulation ist ein hormonell gesteuerter Vorgang, der bereits mit dem ersten Tag der Menstruation beginnt. Um sich den Kinderwunsch auf natürlichem Weg zu erfüllen, sollte der Frau bewusst sein, dass sie nur an wenigen Tagen im Zyklus überhaupt fruchtbar ist. Das sind in der Regel etwa sechs Tage vor dem Eisprung inklusive des Tags der Ovulation selbst. Bei diesem Zeitraum spricht man deshalb von einem Fruchtbarkeitsfenster. Die ausgereifte Eizelle, die beim Eisprung freigesetzt wird, überlebt im Eileiter etwa 24 Stunden. In dieser Zeit kann sie von einem Spermium befruchtet werden und so zu einer Schwangerschaft führen. Der Tag der Ovulation ist daher mit der beste Zeitpunkt für den Geschlechtsverkehr bei Kinderwunsch. Doch auch die Tage vorher eignen sich für den Liebesakt, da Spermien eine Lebenserwartung von bis zu sechs Tagen haben und die größere Menge an Östrogenen durch die Verdickung der Gebärmutterschleimhaut für ein spermienfreundliches Milieu sorgt. Dadurch können die Spermien im Körper der Frau auf den Eisprung warten. Der Zeitpunkt der Ovulation ist also wichtig für eine erfolgreiche Befruchtung der Eizelle auf natürlichem Weg. Es gibt verschiedene Tests, die die Hormonmenge im Urin der Frau analysieren und so zum Beispiel zeigen, wann die LH-Spitze stattfindet. Für Paare mit Kinderwunsch heißt es dann: Bahn frei für den Geschlechtsverkehr! Wird das Ei nicht befruchtet, wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen und die Monatsblutung setzt ein. Mit ihr beginnt der nächste Zyklus und damit die nächste Chance auf eine Schwangerschaft. Erfolgt nach der Ovulation eine Befruchtung, nistet sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter ein und spätestens beim Ausbleiben der nächsten Periode kann die Mami in spe sich freuen. Der Eisprung gibt aber nicht nur Aufschluss darüber, wann eine größere Chance auf eine Schwangerschaft besteht, sondern kann auch zum gegenteiligen Zweck verwendet werden, nämlich für die sogenannten natürlichen Verhütungsmethoden wie die Basaltemperatur- oder die Billingsmethode. Doch genau so wenig wie Sex während der Ovulation eine Schwangerschaft garantiert, kann Sex außerhalb des Fruchtbarkeitsfensters sie ausschließen. Der Zyklus jeder Frau ist verschieden, daher gibt es keine allgemeingültigen Garantien.

Ovulation: Hinweise auf den Eisprung

Wenn eine Frau mit ihrem Zyklus und ihrem Körper vertraut ist, braucht sie nicht unbedingt einen Ovulationstest, um den Zeitpunkt des Eisprungs bestimmen zu können. Es hilft oft schon, während der auf Grund des Zykluskalenders wahrscheinlichen fruchtbaren Tage, auf bestimmte Hinweise zu achten, die mit der Ovulation einhergehen. Diese sind zum Beispiel eine eher klebrige Konsistenz des Zervixschleims, eine erhöhte Basaltemperatur, Übelkeit oder der sogenannte Mittelschmerz, also ein Schmerz im Unterbauch. Regelmäßige Zyklen und Schmerzen vor und während der Periode, sowie eine erhöhte Libido in der Mitte des Zyklus sind gute Anzeichen dafür, dass bei Dir regelmäßig eine Ovulation stattfindet. Doch auch bei den Eisprung-Anzeichen gilt, dass jede Frau verschieden ist. Es erfordert vielleicht ein bisschen Übung, aber wenn Du auf die Signale Deines Körpers achtest, kann Dir das helfen, den Zeitpunkt Deiner Ovulation festzustellen.

Als Eisprung, oder Ovulation, wird die Freisetzung einer Eizelle aus dem Eierstock in den Eileiter bezeichnet. Er findet ungefähr in der Mitte Deines Zyklus statt und markiert die Tage, an denen eine Befruchtung und somit eine Schwangerschaft am wahrscheinlichsten ist. Für Frauen mit Kinderwunsch ist es daher wichtig, dass sie mit den körperlichen Vorgängen während ihrer Ovulation vertraut sind.

Kommentare (2)

  • Cooler Artikel, alles, was man über die Ovu wissen muss kompakt verpackt :)

  • Wow! Diese ganzen Details über die Ovulation waren mir echt nicht bekannt. Ist schon irre, was im Körper so vor sich geht!


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