Junge Mutter mit Kind

Tolle Lektion

Mama, du bist fett! So gut reagierte die Mutter

Katharina Meyeram 16.06.2017 um 15:50 Uhr

Kinder denken nicht immer unbedingt darüber nach, was sie sagen. Da kann es manchmal vorkommen, dass ihre Worte – unabsichtlich – ganz schön verletzend sind. Statt jedoch gekränkt zu reagieren, als ihre Tochter sie „fett“ nannte, hatte Allison Kimmey die perfekte Antwort parat.

Schon als ihre Tochter sie vor einiger Zeit auf ihre Dehnungsstreifen ansprach, zeigte Bloggerin und Gesundheitsexpertin Allison Kimmey ihre Mutterqualitäten, indem sie sie als ihre „Glitzerstreifen“ beschrieb. Jetzt hat die zweifache Mutter erneut bewiesen, dass eine negative Körperwahrnehmung und unrealistische Schönheitsideale schon durch falsche Kommunikation mit unseren Kindern beginnen – und gezeigt, wie man es besser machen kann.

Als Allison mit ihren beiden Kindern schwimmen war und die Racker nach einer Weile aus dem Becken herausrief, war ihre Tochter so wütend über das unerwünschte Schwimmende, dass sie zu ihrem Bruder sagte: „Mama ist fett.“ Allison hörte dies, doch als ihre Tochter sich entschuldigen wollte, nutze sie die Gelengenheit, sie stattdessen besser aufzuklären.

My daughter called me fat today. She was upset I made them get out of the pool and she told her brother that mama is fat. I told her to meet me upstairs so we could chat. Me: "what did you say about me?" Her: "I said you were fat, mama, im sorry" Me: "let's talk about it. The truth is, I am not fat. No one IS fat. It's not something you can BE. But I do HAVE fat. We ALL have fat. It protects our muscles and our bones and keeps our bodies going by providing us energy. Do you have fat?" Her: "yes! I have some here on my tummy" Me: "that's right! So do I and so does your brother!" Her brother: "I don't have any fat, I'm the skinniest, I just have muscles" Me: "actually everyone, every single person in the world has fat. But each of us has different amounts." Her brother: " oh right! I have some to protect my big muscles! But you have more than me" Me: "Yes, that's true. Some people have a lot, and others don't have very much. But that doesn't mean that one person is better than the other, do you both understand? Both: "yes, mama" Me: "so can you repeat what I said" Them: "yes! I shouldn't say someone is fat because you can't be just fat, but everyone HAS fat and it's okay to have different fat" Me: "exactly right!" Them: "can we go back to the pool now?" Me: no 🤣🤣 __________________ Each moment these topics come up i have to choose how I'm going to handle them. Fat is not a bad word in our house. If I shame my children for saying it then I am proving that it is an insulting word and I continue the stigma that being fat is unworthy, gross, comical and undesirable. Since we don't call people fat as an insult in my household, I have to assume she internalized this idea from somewhere or someone else. Our children are fed ideas from every angle, you have to understand that that WILL happen: at a friends house whose parents have different values, watching a tv show or movie, overhearing someone at school- ideas about body image are already filtering through their minds. It is our job to continue to be the loudest, most accepting, positive and CONSISTENT voice they hear. So that it can rise above the rest. Give me a 🙌🏻 if this resonated w u! Just do you! Xoxo Allie

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„Lass uns darüber reden. Die Wahrheit ist, ich bin nicht fett. Niemand IST fett“, erklärte sie ihren beiden Kindern. „Das ist nicht etwas, das man IST. Aber ich HABE Fett. Wir ALLE haben Fett. Es beschützt unsere Muskeln und Knochen und sorgt dafür, dass unsere Körper funktionieren, indem es uns Energie gibt.“ Sie merkt zwar auch an, dass zwar jeder Mensch Fett hat, manche aber mehr als andere. „Manche Menschen haben viel und andere nur ganz wenig. Aber das heißt nicht, dass eine Person besser ist als die andere, versteht ihr das beide?“

Wir müssen die Kommunikation ändern

Diese kleine Anekdote teilte Allison auf ihrem Instagram-Account, auf dem es regelmäßig um mehr Selbstliebe und ein positives Körpergefühl geht. „Fett ist kein Schimpfwort in unserem Haus“, berichten Allison in dem Post weiter. „Wenn ich meine Kinder bestrafe, weil sie es sagen, beweise ich, dass es ein beleidigendes Wort ist und führe dieses Stigma weiter fort, dass Fettsein wertlos, eklig, komisch und nicht-wünschenswert ist.“ Da ihre Kinder sowieso von allen Seiten mit dem vorherrschenden Schönheitsideal unserer Gesellschaft konfrontiert werden, gibt Allison ihren Followern den Rat: „Es ist unser Job, die lauteste, akzeptierendste, positivste und konsequenteste Stimme zu sein, die sie hören.“

Über 32.000 Likes auf den Beitrag zeigen, dass die positive Erziehungsweise bei vielen Menschen gut ankommt. Wollen wir hoffen, dass „fett“ bald nicht mehr als Beleidigung verwendet wird und wir alle lernen, unseren Körper zu lieben und den anderer Menschen zu akzeptieren – so wie sie sind.

Bildquelle: iStock/Nastia11, Instagram/allisonkimmey


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