US-Studie

Alkohol in der Schwangerschaft schadet Nervensystem

am 25.07.2012 um 11:15 Uhr

Dass Alkohol in der Schwangerschaft dem Ungeborenen schaden kann, ist bekannt. Nun wurde jedoch festgestellt, dass die Schäden vielfältiger sind, als bislang vermutet wurde.

Eine Studie US-amerikanischer Forscher zeigt, dass Alkohol in der Schwangerschaft andere Folgen hat, als bisher angenommen. Bisher lag der Fokus auf äußere Schäden, die durch das Fetale Alkoholsyndrom (FAS) verursacht werden wie zum Beispiel ein geringerer Kopfumfang. Doch diese Schäden traten seltener auf, als Störungen des zentralen Nervensystems!

Die Studie wurde im US-Journal „Alcoholism: Clinical & Experimental Research“ veröffentlicht. Dabei untersuchten Devon Kuehn und Edward Riley von den National Institutes of Health in Bethesda (Maryland) 101 von 10.000 schwangeren Frauen aus Chile, die bei ihrer Erstuntersuchung angegeben hatten, täglich etwa acht Gläser Schnaps, das entspricht 48 Gramm Alkohol, zu sich zu nehmen. Die Daten dieser Frauen wurden mit 101 schwangeren Frauen verglichen, die angegeben hatten, keinen Alkohol in der Schwangerschaft zu trinken.

Alkohol in der Schwangerschaft - nicht zu unterschätzen!

Alkohol in der Schwangerschaft kann zu schlimmen Schäden beim Kind führen


Alkohol in der Schwangerschaft hat fatale Folgen

Von den Frauen, die Alkohol in der Schwangerschaft zu sich nahmen, brachten 80 Prozent Kinder mit zumindest einer Anomalie auf die Welt. Davon wiesen 44 Prozent Störungen des zentralen Nervensystems auf. Bei den abstinenten Müttern bekamen nur 14 Prozent Kinder mit diesen Störungen. Die Kinder, die Alkohol während der Schwangerschaft ausgesetzt waren, hatten außerdem häufiger Lern- und Sprachprobleme. Die typischen FAS-Symptome, wie ein geringerer Kopfumfang oder schmale Oberlippen, wiesen die Kinder jedoch seltener auf, als bisher angenommen wurde. 27 Prozent der Kinder zeigten ein verzögertes Wachstum im Vergleich zu den Kindern der abstinenten Kontrollgruppe. Alle Kinder wurden bis zum Alter von achteinhalb Jahren von Ärzten untersucht, die nicht über den Alkoholkonsum der Mütter in der Schwangerschaft Bescheid wussten.

Alkohol in der Schwangerschaft wird häufig nicht erkannt

Da sich Ärzte normalerweise nach den äußeren Anzeichen richten, die durch das FAS auftreten, würden laut der Studie viele Kinder mit neurologischen Störungen falsch diagnostiziert.
Besonders gefährlich sei das sogenannte Rauschtrinken. Selbst bei den Frauen, die ohnehin täglich Alkohol in der Schwangerschaft konsumiert hatten, erwiesen sich mehr als 60 Gramm Alkohol pro Tag als zusätzlicher Risikofaktor, so Riley.

Bildquelle: haywiremedia/dreamstime.com

Kommentare (7)

  • Und welche Mütter machen bei so einer Studie mit? Verantwortungslos! Das Alkohol schlecht ist in der SS weiß man auch so. Dazu braucht man keine Studien!

  • 48 Gramm ist schon sehr heftig! Kann die Frauen auch absolut nicht verstehen, die Alhohl in der Schwangerschaft trinken. Kann man nicht mal in dieser Zeit darauf verzichten?

  • Als ich mit meiner Kleinen schwanger war, habe ich auch keinen Tropfen getrunken. Ich kann diese Frauen einfach nicht verstehen, die trotzdem Alkohol in der Schwangerschaft trinken. Es geht doch um die Gesundheit des Kindes. Da kann man doch wenigstens mal verzichten!!!

  • Das ist wirklich eine dubiose Studie, eigentlich hätten die Forscher einschreiten und den Alkohol in der Schwangerschaft verbieten müssen - die Amis wieder *kopfschüttel*

  • Störungen im zentralen Nervensystem erkennt man natürlich nciht so schnell. Wenn man nicht weiß, dass die Mutter Alkohol in der Schwangerschaft getrunken hat, kann man ja auch falsche Ursachen vermuten.

  • Okay, es kann passieren, dass man mal ein Glas trinkt, wenn man noch nicht weiß, dass man schwanger ist, aber Frauen, die bewusst Alkohol in der Schwangerschaft trinken, sollte es verboten werden Kinder zu bekommen!!!

  • Das ist ja mal heftig, ein Schlückchen Alkohol in der Schwangerschaft ist ja schon blöd, aber 48 Gramm JEDEN TAG???? Was läuft bei diesen Frauen bloß verkehrt!


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