Bleibende Schäden möglich

Alkoholkonsum prägt Optik

Der Alkoholkonsum einer Schwangeren hat direkte Auswirkungen auf das Kind. So prägen schon geringe Alkoholmengen in der Schwangerschaft dessen Aussehen.

Dass Alkohol in der Schwangerschaft dem ungeborenen Baby schaden kann, ist nicht neu. Wie sehr selbst geringe Mengen Alkohol in der Schwangerschaft die Entwicklung des Babys beeinflussen können, wurde jetzt auf einer Konferenz zum Thema Alkohol in der Schwangerschaft bekannt gegeben. Demnach hat Alkoholkonsum in der Schwangerschaft direkte Auswirkungen auf das Aussehen des Kindes.

Alkohol verändert das Aussehen des Kindes

Auf der in Berlin abgehaltenen Fachkonferenz zum Thema Alkohol in der Schwangerschaft haben Ärzte und Fachleute neueste Erkenntnisse zum Einfluss von Alkohol auf die kindliche Entwicklung vorgestellt. Dass Alkohol ein Zellgift ist und als solches über die Nabelschnur direkt auf das Kind übertragen wird, ist schon länger bekannt. Trinkt eine Schwangere häufiger Alkohol, kann es zu Missbildungen der Organe kommen. Störungen des Zentralnervensystems und damit ein geringerer Intelligenzquotient sind auch häufig zu beobachten. Sind die Auswirkungen gravierend, kommt das Baby mit dem so genannten Fetalen Alkoholsyndrom zur Welt. Dies schlägt sich nach Erkenntnissen der Fachärzte nicht nur auf die kindliche Entwicklung nieder, sondern auch auf das Aussehen. „Vor allem im Gesicht erkennt man, wenn Kinder unter dem Fetalen Alkoholsyndrom leiden“, erklärt Reinhold Feldmann von der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Münster. Insbesondere kleine Augen und eine schmale Oberlippe benennt der Mediziner als typische äußerliche Anzeichen für ein Fetales Alkoholsyndrom. Darüber hinaus sei häufiger zu beobachten, dass betroffene Kinder einen längeren Abstand zwischen Nase und Mund aufwiesen als dies bei Kindern der Fall sei, deren Mütter in der Schwangerschaft keinen Alkohol getrunken haben. „Auch dünne Haare, verkürzte und eingekrümmte Finger sind ein Zeichen für das fetale Alkoholsyndrom“, ergänzt Feldmann die Liste möglicher äußerer Anzeichen. Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft häufig Alkohol getrunken haben, sind zudem bei der Geburt in der Regel deutlich kleiner und leichter und behalten dieses Merkmal oft ihr ganzes Leben lang. Ähnliche Auswirkungen hat Rauchen in der Schwangerschaft.

Alkohol in der Schwangerschaft schadet dem Baby.

Schwangere sollten vollständig auf Alkohol verzichten.


Schwangere sollten gänzlich auf Alkohol verzichten

Im Rahmen der Berliner Fachkonferenz weist die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, ausdrücklich darauf hin, dass das Fetale Alkoholsyndrom nicht heilbar ist. So könne zwar im Idealfall frühzeitig mit einer Behandlungstherapie positiv auf die Entwicklung eingewirkt werden, die Folgen des Fetalen Alkoholsyndroms seien aber nicht rückgängig zu machen. Schwangere sind deshalb gut beraten, wenn sie währende der gesamten Zeit der Schwangerschaft vollständig auf Alkohol verzichten. Experten raten, auch die Umgebung über die Schwangerschaft in Kenntnis zu setzen, um nicht in gesellschaftliche Zwänge zu geraten. Auch sei es hilfreich, wenn der Partner während der Schwangerschaft nicht regelmäßig zu Alkohol greift, um das Verlangen nicht anzufachen. Eine Informationsbroschüre, die der „Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung“ herausgegeben hat, weist darauf hin, dass auch alkoholfreie Getränke wie alkoholfreies Bier noch Restmengen an Alkohol enthalten können, da ein Alkoholgehalt erst ab 0,5 Volumenprozent auf der Verpackung ausgewiesen sein muss. Für Schwangere sei es hilfreich, auf den Aufdruck „0,0 % vol“ zu achten, wenn sie Getränke kaufen, so der Arbeitskreis. Unbedenklich ist dagegen der Genuss von alkoholhaltigen Süßspeisen wie Pralinen. Dort sei der Alkoholgehalt so gering, dass er eine bedenkliche Mindestmenge nicht überschreite.

Alkoholkonsum in der Schwangerschaft hat gravierenden Auswirkungen auf die Entwicklung des ungeborenen Babys. So kann häufiger Alkoholkonsum sogar das Aussehen des Kindes beeinträchtigen. Fachleute raten werdenden Müttern, während der Schwangerschaft vollständig auf Alkohol zu verzichten.

Bildquelle: Ivan Polushkin | Dreamstime.com

Kommentare (2)

  • Hallo ich muß auch mal was dazu schreiben ,leider bin ich ein Kind einer Alkoholikerin ! Ich bin mittlerweile 36Jahre und merke defizite ;'-( ( Wie zb das ich mir schlecht Gespräche merken kann u.a ) Und das führt schon auch zu gewissen einschränkungen ,Ich selbst bin jetzt seit 7 Jahren selber Mutter einer Tochter und Trinke selber aber absolut garnichts ,Ich bin schon bewundert worden weil es eher untypisch ist wenn ein Kind einer Alkoholikerin ''NICHT '' selber auch zur Flasch greift! Ich vertrage das Zeug zum Glück NICHT !Ich habe alls Jugentliche zwar Probiert und mußte dann mit mehrtägigen Kopfschmerzen leben :'-/ Selbst Kaffee vetrage ich nicht . Ich bin wie Oberlix ich habe genug intus das reicht für's ganze Leben @@ !!! Ich bin trotdem froh eine gesunde Tochter zu haben ;-) In diesem Sinne Finger weg vom Alkohol !!!

  • Ein echt interessanter Artikel! Aber meinem Partner, mal ein Bierchen zu verbieten, nur weil ICH dann schwanger bin.. Nee. Als ich schwanger war sind wir auch ausgegangen, nur das dann in meinem Cocktail kein Alkohol drinne war^^ Wenn man die Schwangerschaft wirklich ernst nimmt und sich die Gefahren und Auswirkungen von Alkohol auf das Baby vor Augen hält, dann macht einem der Verzicht eigentlich gar nichts mehr aus. War bei mir zumindest so. Geht auch mal ein paar Monate ohne :)


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