Ein 60-jähriger Großvater muss sich jetzt vor dem Landgericht Bielefeld verantworten: Er überfiel eine Bank um die Behandlung seiner herzkranken Enkelin zu bezahlen.

Getarnt mit falschem Bart, Sonnenbrille und Mütze bedrohte ein 60-jähriger Arbeitsloser im März eine Bankangestellte einer kleinen Bankfiliale in Hiddenhausen, Westfalen.

Banküberfall ohne Beute

Wie er der Frau erklärte, brauchte der Täter 50.000 Euro um eine Therapie für seine Enkelin zu bezahlen. Das siebenjährige Mädchen war mit einem Herzfehler zur Welt gekommen. Da die Krankenkasse sich weigert, eine Therapie in Osteuropa zu bezahlen, die dem Kind helfen könnte, sah sich der verzweifelte Großvater zu dieser Maßnahme gezwungen, um das nötige Geld zu beschaffen. Der räuberische Opa bekam jedoch kalte Füße, bevor er seine Beute mitnehmen konnte, und floh ohne das Geld.

Hand mit Tabletten über verstreuten Geldscheinen

Mit Hilfe eines Banküberfalls wollte ein Großvater die Therapie seiner Enkelin bezahlen.


Großvater stellt sich nach Banküberfall

Nach dem Banküberfall fahndete die Polizei öffentlich nach dem Täter. Kurz darauf stellte sich der Großvater des kranken Mädchens und gestand den Banküberfall. Der Haftrichter ließ den Mann zwar wieder frei, aber jetzt erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Mann. Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest.

Trotz ehrenwerter Motive darf ein Banküberfall nicht ungestraft bleiben. Wir wünschen dem Kind und ihrem Großvater trotzdem alles Gute.

Bildquelle: Zoran Simin/dreamstime.com

Topics:

Krankheiten, Recht

Kommentare

1 Kommentar

  • Wie schrecklich. Manchmal versagt unser System wirklich!

    19.07.2012 um 08:10 Uhr


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