Familienreport 2011

Familie im Wandel

Berufstätige Eltern mit sogenannten Schlüsselkindern gehören zum aktuellen Familienbild. Das hat der Familienreport 2011 festgestellt.

Am Montag, den 09. Januar, wurde der Familienreport 2011 vom Bundesfamilienministerium in Berlin veröffentlicht. Laut diesem sei nur jede fünfte Mutter der Ansicht, dass sich Familie und Beruf gut vereinbaren ließen, so Claudia Hagen vom Familienbund der Katholiken gegenüber domradio.de.

Familie mit Schlüsselkindern

Innerhalb der Familie sei es Normalität geworden, dass beide Eltern arbeiten würden. Die Mehrheit der Kinder sei damit zufrieden und sogenannte Schlüsselkinder würden nicht mehr ausgegrenzt werden, wie es früher der Fall war. Dies sieht Hagen als positiven Wandel an. Dennoch würden die meisten Väter zu wenig Zeit für ihre Kinder haben und die Wirtschaft müsse den Zeitwünschen der Eltern besser gerecht werden.

Familie im Jahr 2011

Das Bild der klassischen Familie wandelt sich immer mehr.


Mehr Zeit für die Familie

Bei 52 Prozent der Familien sind beide Eltern berufstätig. Dabei seien Mütter zumeist in Teilzeit und die Väter in Vollzeit beschäftigt. Viele Eltern würden jedoch gerne die Arbeitszeit auf 25-35 Wochenstunden verkürzen. Das traditionelle Rollenmodell des Vaters als Alleinverdiener und der Mutter als Hausfrau verschwinde mehr und mehr.
Laut dem Familienreport gaben 80 Prozent der Kinder an, dass ihre Mutter genügend Zeit für sie aufbringe, währende dies bei den Vätern nur 44 Prozent angaben. Am Wochenende stieg die Zahl immerhin auf 84 Prozent, die Mütter kamen auf 94 Prozent. Die Kinder sähen jedoch auch klar die materielle Sicherheit, die ihnen die Berufstätigkeit der Eltern verschaffe.

Außerdem zeigte der Familienreport, dass der Kinderwunsch bei Kinderlosen in Deutschland von 43 Prozent im Jahr 2008 auf 53 Prozent im Jahr 2011 gestiegen sei.


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Kommentare

7 Kommentare

  • Ich wüsste auch nicht, warum es irgendwie schädlich sein sollte, wenn die Eltern arbeiten. Schlüsselkinder sollen ja sehr selbstständig sein.

    10.01.2012 um 09:25 Uhr
  • Ja, die Familie hat sich echt verändert im Lauf der Zeit

    10.01.2012 um 09:54 Uhr
  • Ich finde auch, dass es immer mehr Formen der Familie gibt und das ist doch spannend und schön.

    10.01.2012 um 10:26 Uhr
  • Naja, ich sehe das ein bisschen kritisch ... Unser Sohn ist erst 13 Monate und das 2. grad unterwegs ... Ich geh erst Arbeiten, wenn das kleinste mit 3 im KiGa ist ... Ich hab nichts dagegen, vormittags zu arbeit ... aber ich will doch meinen Kindern essen kochen und wenn sie von der Schule kommen, brauchen sie was zu essen und vielleicht Hilfe bei den Hausaufgaben. Ich muss mal sehen, wie das in 4 Jahren mit dem Arbeiten läuft ... aber wenn wir es uns finanziell leisten können, dann geht mein Mann arbeiten und ihc bin bei den Kindern daheim. Und das ist nicht so, weil ich faul bin, sondern weil ich mich für meine Familie entschieden habe und alles für sich machen werde!

    10.01.2012 um 12:40 Uhr
  • Ich glaube nicht, dass es Schlüsselkinder schlechter haben. Ich persönlich wünsche mir aber, möglichst viel Zeit mit meinem Kind zu verbringen, wenn es auf der Welt ist. Arbeiten muss ich aber trotzdem auch.

    10.01.2012 um 13:01 Uhr
  • Meine Kinder sind auch Schlüsselkinder - denen geht es gut.

    11.01.2012 um 09:17 Uhr
  • Schlüsselkinder, hab ich zuerst gar nicht verstanden! :D

    03.04.2012 um 07:39 Uhr