Neue Forschungsergebnisse

Fehlgeburten durch Antikörper?

Möglicherweise ist ein Antikörper verantwortlich dafür, dass manche Frauen mehrere Fehlgeburten hintereinander haben. Diese absolut neue Erkenntnis ist das Resultat einer Untersuchung des Uniklinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Die Münchener Forscher haben einen möglichen Zusammenhang zwischen häufigen Fehlgeburten und einem speziellen Antikörper im Blut der Mutter entdeckt. Dies könnte für Frauen, die mehrfach Fehlgeburten erleiden mussten, begründeter Anlass für die Hoffnung auf ein Kind sein, bietet die Entdeckung doch Raum für neue Therapien.

Gründe für Fehlgeburten bislang unklar

Bisher waren die Gründe dafür, dass manchen Frauen mehrere Fehlgeburten hintereinander erleben mussten, nicht auszumachen. In fünf Prozent der Fälle, in denen eine Frau unter einem unerfüllten Kinderwunsch leidet, ist eben genau diese Häufung von Fehlgeburten der Grund dafür ist. Die Frauen werden problemlos schwanger, es ist ihnen jedoch nicht möglich, das Kind auszutragen: Im Laufe der ersten drei bis vier Schwangerschaftsmonate, verlieren sie ihre Kinder. Erst jetzt ergibt sich durch die Forschungsergebnisse der Münchener Wissenschaftler ein neuer Blick auf die Problematik, der möglicherweise Hoffnung verspricht.

Besorgte Mutter fürchtet um ihr Baby

Frauen, die schon eine Fehlgeburt hatten, sind besonders besorgt um ihr Baby


Therapiehoffnung bei häufigen Fehlgeburten

Die neuen Ergebnisse legen nahe, dass ein Zusammenhang zwischen den häufigen Fehlgeburten und einem Antikörper besteht, der sich gegen das Mutterkuchengewebe richtet. Dies führt dazu, dass dieses Gewebe abgestoßen wird, weil der Antikörper es als Fremdköper einstuft und dagegen ankämpft. So kann sich kein Mutterkuchen ausbilden, was zur Folge hat, dass die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Embryos abbricht und es im Folgenden zu einer Fehlgeburt kommt. Frauen, bei denen dieser Antikörper nachgewiesen wird, könnte in Zukunft möglicherweise dahingehend geholfen werden, dass man ihnen ein Medikament verabreicht, was die Antikörper unterdrückt, womit das Risiko dieser Frauen für Fehlgeburten drastisch sinken könnte.


Kommentare

9 Kommentare

  • Das wäre ja super, wenn den Frauen mit häufigen Fehlgeburten endlich geholfen werden könnte!

    16.01.2012 um 09:52 Uhr
  • Krass, dass man das mit den Fehlgeburten und dem Antikörper erst jetzt entdeckt hat. Schon toll, was Forschung so leistet!

    16.01.2012 um 10:03 Uhr
  • Was sind das denn für Antikörper, die Fehlgeburten auslösen. Kann man die auch wieder los werden?

    16.01.2012 um 13:16 Uhr
  • Das klingt ja wirklich gut für Frauen, die von Fehlgeburten betroffen sind, hoffentlich funktioniert das auch!

    16.01.2012 um 15:20 Uhr
  • Bin ich froh, dass ich nie mit Fehlgeburten konfrontiert wurde, das muss so schrecklich sein!

    16.01.2012 um 16:36 Uhr
  • Sorry, wenn ich über diesen Artikel nur lachen kann. Ich arbeite in einem Blutgerinnungslabor und dort kommen tgl. 10 Frauen mit genau diesem Problem. Sie haben mehrere Fehlgeburten hinter sich und können einfach keine SS austragen. Das Hauptproblem ist aber in den meisten Fällen eine Gerinnungsstörung. Diese Erkenntnis aus obigem Artikel hat keinen wissenschaftlichen Hintergrund noch gibt es aussagekräftige Statistiken dazu. Das heißt nicht, dass es o.g. Problem nicht tatsächlich manchmal gibt, aber die Häufigkeit ist sehr selten. Wie gesagt, bei nahezu 80% der Frauen ist es eine unerkannte bzw. unbekannte Gerinnungsstörung und kann mit einer Heparin-Therapie während der SS behandelt werden. Das wissen aber leider sehr wenige Gynäkologen und schicken ihre Patienten dann zur entsprechenden Diagnostik.

    16.01.2012 um 17:37 Uhr
  • Hallo, ich habe auch über die oben beschiebene Studie gelesen. Die wurde erst kürzlich veröffenlticht und vom Uniklinikum München durchgeführt. Immerhin haben die Forscher darin festgestellt, dass Frauen, die zwei oder mehr Fehlgeburten hatten, zu 17% den Antikörper aufwiesen und Frauen mit drei oder mehr Fehlgeburten zu 34%. Das ist immerhin ein HInweis und ich denke, dass der obige Artkel auf dieser surchaus ernstzunehmenden Studie basiert und damit keineswegs lächerlich ist.

    18.01.2012 um 08:15 Uhr
  • Ja,ich habe auch von diesen neuen Forschungsergebnissen zum Thema Fehlgeburt gehört und finde es gut, wenn immer weiter in verschiedene Richtungen geforscht wird.

    19.01.2012 um 12:04 Uhr
  • Wahnsinn, dass ein Antikörper für eine fehlgeburt verantwortlich sein kann...

    19.01.2012 um 16:45 Uhr