Im Kreis Euskirchen wurden 1802 Schulkinder untersucht. Sehen, Hören, Sprache und Ernährung sind wichtige Punkte, die den Erfolg der Schullaufbahn mitbestimmen. Diese körperlichen Voraussetzungen hängen eng mit dem sozialen Status des Elternhauses zusammen.

Gesundheitsbericht 2011

Im Zeitraum von November 2010 bis 2011 wurden im Kreis Euskirchen 1802 Kinder untersucht und deren Eltern befragt. Hiermit sollten vor dem Beginn der Grundschule Defizite festgestellt werden, die für die Schule wichtig sind und wenn nötig Fördermaßnahmen eingeleitet werden. Hier wurde festgestellt, dass der Anteil übergewichtiger Kinder in diesem Jahr von 4,8 % auf 3,5 % gesunken ist, gleichzeitig aber der Anteil der stark übergewichtigen Kinder von 4,5 % auf 4,7 % anstieg. 2009 lag der Anteil der stark übergewichtigen Kinder nur bei 3,5 %. Bei diesem Sachverhalt ist zu sehen, dass gerade Kinder aus einkommensschwachen Familien davon betroffen sind. Hier liegt der Anteil der übergewichtigen Kinder bei 13,5 %, während er bei Familien mit mittlerem Sozialstatus bei 8,1 % und bei Familien mit hohem Sozialstatus bei 5,8 % liegt. Bei Fehlfunktionen im Bereich Sehen, Hören und Sprechen kam es in den letzen Jahren zu keinen wesentlichen

Schulerfolg von Gesudnheit abhängig

Der Soziale Status bestimmt die Gesundheit


Gesundheit, sozialer Status und Visumotorik

Bei der Visumotorik war der Zusammenhang zwischen sozialem Status und Gesundheit am auffälligsten. Dabei handelt es sich um das Erkennen von Zusammenhängen, Problemlösefähigkeiten und der Analyse optischer Reize. Das alles sind wichtige Faktoren für eine gelungene schulische Laufbahn. Im Gesundheitsbericht heißt es, dass bei mehr als 25 % der Kinder aus einem Elternhaus mit niedrigem Sozialstatus ein auffälliger visumotorischer Befund vorliege. Das seien 3,7 mal so viele Kinder wie aus den Familien mit hohem Sozialstatus. Auch bei der Erfassung der Frühuntersuchungen war ein Unterschied zu erkennen. Zu den U7-, U8- und U9-Untersuchungen werden Kinder aus Familien mit mittleren oder höheren Sozialstatus häufiger gebracht, als Kinder aus einkommensschwachen Familien. Bei Impfungen war eine gegensätzliche Tendenz zu erkennen. Bei Kindern aus einem Elternhaus mit niedrigem sozialem Status, sollen 96,9 % eine Grundimmunisierung vorweisen können, während sich bei Kindern aus einem Elternhaus mit hohem Sozialstatus ein Durchimpfungsgrad von 90 % zeigte.

Kommentare

5 Kommentare

  • rosabienchen

    Aber schon irgendwie deprimierend, wenn man nicht soviel Glück hat im Leben...

    10.11.2011 um 14:05 Uhr
  • givemethefood

    Das ist doch schon lange bekannt, dass sich das Soziale Umfeld auf einen auswirkt. Man wird von seinem Umfeldes geprägt. Die Umwelt eines Menschen, zu der auch das soziale Umfeld gehört, hat auch was mit der gesundheitlichen und körperlichen Verfassung eines Menschen zu tun.

    09.11.2011 um 16:10 Uhr
  • SchaukelPferd74

    Das ist ja echt interssant, ich meine so sehr überrascht es mich nicht, dass Gesundheit und Elternhaus zusammenhängen. Wenn die Eltern zb viel in der Wohnung rauchen und nie mal mit ihren Kindern rausgehen...

    09.11.2011 um 08:29 Uhr
  • Sahnekeks44

    Ja, das ist echt ein Teufelskreis, der nur schwer zu durchbrechen ist...

    08.11.2011 um 12:25 Uhr
  • OliveOil

    Es ist echt der Wahnsinn, was alles mit dder Herkunft zu tun hat. Der inkorporierte Habitus, sozusagen. Sogar in der Gesundheit -Wahnsinn

    08.11.2011 um 12:08 Uhr


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