Kinder brauchen Sonnenschutz

Hautkrebsrisiko: Kinderhaut besonders gefährdet!

am 06.07.2012 um 15:26 Uhr

Sonnenbrand im Kleinkindalter hat gravierendere Folgen, als bei Erwachsenen und ist einer der Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von Hautkrebs.

Sonnenschäden in der Kindheit entscheidend!

Sonnenbrand im Kleinkindalter erhöht Hautkrebsrisiko

Kinderhaut ist viel dünner und bildet weniger Melanin als die Haut von Erwachsenen. Aus diesem Grund reagiert sie viel empfindlicher auf die Sonne. „Ein Sonnenbrand bei einem Erwachsenen hat in der Langzeitwirkung nicht so schlimme Folgen wie ein Sonnenbrand bei einem Kleinkind, das noch eine viel empfindlichere Haut hat“, erklärt Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln. Sonnenschäden in der Kindheit gehören zu den Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von Hautkrebs. Der agressive schwarze Hautkrebs, aber auch andere Hautkrebsformen, wie der sich langsam entwickelnde weiße Hautkrebs, haben in de letzten Jahrzehnten vor allem bei der hellhäutigen Bevölkerung zugenommen.
In seltenen Fällen tritt Hautkrebs schon im Kinder- und Jugendalter auf. Eltern sollten die Muttermale ihres Kindes untersuchen lassen, wenn diese eine asymmetrische Form aufweisen, wachsen, ungleichmäßig verlaufen oder unterschiedlich pigmentiert sind.

Schutz ist wichtig für Kinderhaut

Eincremen allein reicht nicht aus


Sonnenschutz ist Pflicht für Kinderhaut!

Im Sommer ist ein ausreichender Sonnenschutz das A und O für Kleinkinder. Kinder sollten möglichst schon morgens gründlich mit wasserfester Sonnencreme eingerieben werden, auch hinter den Ohren, im Nacken und an den Händen. Grundsätzlich ist eine Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor 30 ausreichend. Besonders hellhäutige Kinder brauchen einen noch höheren LSF. Kleidung, Sonnenhut und Sonnenbrille sind ebenfalls unverzichtbar. Ist ein längerer Ausflug geplant, empfiehlt es sich, seinem Kind ein Shirt mit langen Armen und eine lange Hose aus leichtem Stoff anzuziehen, um die empfindliche Kinderhaut möglichst gut vor der Sonne zu schützen. Es gibt auch extra UV-Kleidung, die ihre Schutzfunktion durch Nässe nicht verliert. Der Mittagssonne zwischen 11:00 und 15:00 sollten Kleinkinder möglichst gar nicht ausgesetzt werden, und auch danach ist es ratsam, sie im Schatten spielen zu lassen. Babys sollten grundsätzlich nie in die Sonne. Ein Sonnenschirm am Kinderwagen ist also ebenfalls sehr wichtig. Zu häufiges Baden schadet der empfindlichen Kinderhaut ebenfalls, da es die natürliche Berrierefunktion der Haut stört. Zwei bis drei Bäder die Woche reichen vollkommen aus und sollten nicht länger als zehn Minuten dauern.

Kinderhaut ist viel empfindlicher als die Haut von Erwachsenen. Ausreichender Sonnenschutz in Form von Sonnencreme, Sonnenhut und Sonnenbrille ist unverzichtbar. Grundsätzlich gilt, Kleinkinder sollten sich nach Möglichkeit so oft wie möglich im Schatten aufhalten.

Bildquelle: Mangostock/Dreamstime.com

Kommentare (3)

  • Meine Kleinen haben immer Sunblocker - und dürfen trotzdem nur im Schatten sitzen. Das geht viel zu schnell bei Kinderhaut, dass sie verbrennt!

  • Ich hab auch sehr helle Haut. Bei mir ist es kein Wunder, wenn ich später mal Hautkrebs bekomme :(

  • Ich hatte leider als Kind sehr häufig Sonnenbrand :( Vertrag gar keine Sonne :(


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