Gesundheitssystem

Hebammen bekommen Unterstützung

Da Hebammen immer höhere Versicherungsprämien zahlen müssen, bekommen sie jetzt einen Ausgleich von den Krankenkassen. Darauf einigten sich Hebammenverbände und die Krankenkassen rückwirkend zum 1. Juli.

Wie wir bereits im Mai berichteten, müssen Hebammen immer höhere Versicherungsprämien zahlen, um die Risiken, die ihr Beruf mit sich bringt, abzusichern. Besonders die rund 3000 freiberuflichen Hebammen in Deutschland, die noch aktive Geburtshilfe leisten, wurden von dem fast 15-prozentigen Anstieg von 3700 € auf 4200 € Prämie für die Berufshaftpflichtversicherung hart getroffen.

Krankenkassen übernehmen Versicherungsprämien der Hebammen

Wie stern.de berichtet, haben sich Hebammen-Verbände und gesetzliche Krankenkassen darauf geeinigt, dass die Kassen die gestiegenen Prämien rückwirkend ab dem 1. Juli übernehmen. Dieses Ergebnis der Verhandlungen teilte der GKV, Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen, am Dienstag mit. Zuvor waren zahlreiche Hebammen in Deutschland unter dem Motto „Wertvoll, aber nicht wertgeschätzt“ auf die Straße gegangen. Freiberufliche Hebammen bekommen jetzt für jede Geburt im Geburtshaus 25,60 €, für jede Hausgeburt 78 € zusätzlich. Diese neuen Ausgaben der Krankenkassen belaufen sich auf ca. 1,7 Millionen Euro im Jahr.

Hebamme untersucht Babybauch mit Stetoskop

“Wertvoll, aber nicht wertgeschätzt”: Hebammen begleiten Mütter vor, während und nach der Geburt.


Vergütung der Hebammen noch nicht geklärt

Auch wenn die Versicherungsprämien der Geburtshelferinnen jetzt von den Kassen übernommen werden, ein Kompromiss für die allgemeine Vergütung der Hebammen ist noch nicht gefunden. Eine von den Kassen angebotene zehnprozentige Erhöhung des Stundenlohns lehnten die Verbände ab. Der deutsche Hebammen-Verband (DHV) fordert eine Steigerung des Lohns um 30 Prozent, von 7,50 € auf zehn Euro. Jetzt soll eine Schiedsstelle eingeschaltet werden, um auch hier einen Kompromiss zwischen Hebammen und Kassen zu finden.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen rückwirkend ab dem 1. Juli die Versicherungsprämien von Hebammen. Für eine höhere Vergütung der Arbeit der Geburtshelferinnen konnte noch keine Einigung erzielt werden.

Bildquelle: Dmitry Melnikov/dreamstime.com

Kommentare (3)

  • Ein 15% Anstieg bei der versicherung ist aber auch ecth heftig!

  • Das finde ich gut! Hebammen sind so wichtig in der Schwangerschaft und auch danach!

  • Ich finde es wichtig, dass Hebammen Unterstützung bekommen. Sie leisten immerhin wichtige Arbeit!


Mehr zu Mami News