Erfolgreich gegen AIDS

HIV auf dem Rückzug

am 20.07.2012 um 07:00 Uhr

Die Anzahl der jährlich neu mit HIV infizierten Kinder ist innerhalb von zwei Jahren um ein Viertel auf etwa 330.000 zurückgegangen. Seit 2001 ist die Gesamtzahl der Neuansteckungen weltweit um ein Fünftel gesunken. Dies ist vor Allem auf bessere Therapien zurückzuführen.

„Es gibt reale Chancen, Neuinfektionen von Kindern in den kommenden drei Jahren auszumerzen.“, so Ban Ki Moon, UN-Generalsekretär, im Vorwort des diesjährigen Berichts von UNAIDS. Kinder sind besonders bei der Geburt durch eine Ansteckung gefährdet, wenn die Mutter mit dem HIV-Virus infiziert ist. Neue Behandlungsmethoden und eine bessere Verbreitung der medizinischen Versorgung soll die Neuansteckungen in den kommenden Jahren reduzieren.

Fortschritte im Kampf gegen HIV

Der Bericht der UNAIDS macht Hoffnung: Mehr als acht Millionen mit HIV infizierte Menschen hatten 2012 Zugang zu Behandlungen. Das sind ca. 1,6 Millionen mehr als noch 2010. 2003 hatten sogar nur 40.000 die Möglichkeit eine geeignete Therapie gegen HIV in Anspruch zu nehmen. Michel Sisibé, Direktor von UNAIDS, ist stolz auf das Erreichte, gibt aber dennoch zu bedenken, dass sich im vergangenen Jahr die Ansteckung bei 15 bis 24 dramatisch erhöht hätte. 2400 Menschen dieses Alters haben sich neu mit Aids infiziert, das sei etwa ein Drittel mehr als im Jahr zuvor.

Laborröhrchen mit HIV negativ

HIV negativ – immer mehr Untersuchungen kommen zu diesem Ergebnis


Kosten zur HIV-Behandlung gesunken

In den vergangen zehn Jahren sanken die Kosten für die Behandlung von HIV von rund 10.000 Dollar, etwa 8000 Euro, um 90 Prozent, auf ca. 100 Dollar, 80 Euro, im Jahr. Dieser enorme Fordschritt für die Behandlung des Virus ist unter anderem günstigen Kopien der ursprünglichen Marken-Medikamente zu verdanken.
Trotzdem sei aber noch rund die Hälfte der geeigneten Patienten keine Medikamente zur Bekämpfung des Erregers. Außerdem bestehe die Möglichkeit, dass der HI-Virus mit der Zeit immun gegen die bestehenden Wirkstoffe werde. „Es ist egal, für wie viele Menschen wir Medikamente beschaffen können, wenn wir sie damit nicht auch am Leben halten und sie immer weiter behandeln können“, betont UNAIDS.

Mehr Geld für die HIV-Bekämpfung

In den vergangen fünf Jahren wurden in vielen Staaten die Ausgaben im Kampf gegen AIDS deutlich erhöht. In mehr als 80 Ländern standen mehr als 50 Prozent mehr Geldmittel zur Behandlung der Krankheit zur Verfügung, als in den Jahren zuvor. China, Indien, Brasilien Südafrika und Russland haben ihre Ausgaben in diesem Bereich sogar verdoppelt.

Auch, wenn sich immer weniger Menschen mit HIV infizieren und die Behandlungsmethoden besser werden, ist und bleibt HIV ein ernstzunehmendes Problem. Sexuelle Aufklärung und Verhütung beim Geschlechtsverkehr sind das A und O beim Kampf gehen den HI-Virus.

Bildquelle: Jarun011/dreamstime.com

Kommentare (4)

  • Kartoffelfee am 23.07.2012 um 11:01 Uhr

    Das sind wirklich erfreuliche Nachrichten!

  • Fabifab am 23.07.2012 um 08:27 Uhr

    Na immerhin, das ist ja schonmal ein Anfang, HIV ist so eine schreckliche Krankheit!

  • emmilyy am 23.07.2012 um 07:34 Uhr

    Es sind aber immer ncoh zu viele HIV Neuansteckungen!

  • mommolein am 20.07.2012 um 16:20 Uhr

    Allein, dass man als HIV Infizierte/r schon gesunde Kinder bekommen kann, ist so ein Segen! Früher war das ja gar nicht möglich.