Laut Medienberichten sollen die Eltern von Wehrdienstleistenden künftig Kindergeld beziehen können. Gleichzeitig sollen jedoch Wehrsold und Bezüge aus Freiwilligendiensten besteuert werden.

Im Entwurf des Jahressteuergesetzes 2013 ist, laut Medienberichten, vorgesehen, dass Wehrdienstleistende und Teilnehmer an Bundesfreiwilligendiensten zukünftig Kindergeld beziehen sollen. Die ersten sechs Monate des Bundesfreiwilligendienstes sollen als Ausbildung angesehen werden, weshalb ein Anspruch auf Kindergeld begründet würde. Die Gesamthöhe des Kindergeldes soll in den sechs Monaten zwischen 1100 und 1300 Euro liegen.

Kindergeld-Entwurf kritisiert

Die Pläne von Finanzminister Schäuble werden heftig kritisiert, da zugleich eine Besteuerung des Gehaltes der Freiwilligendienste stattfinden soll. Kritiker sehen die Attraktivität der Freiwilligendienste durch eine Besteuerung gefährdet und fordern eine Erhöhung der Einkünfte, um die Einbußen für die Freiwilligen zu kompensieren. Das Engagement für die Gesellschaft dürfe nicht durch unnötige Steuern beeinträchtigt werden, äußerte beispielsweise CDU-Politiker Ernst-Reinhard Beck. Viele Politiker fürchten einen Rückgang der Freiwilligen, wenn Schäubles Plan durchgesetzt wird, auch wenn die Steuerzahlungen aufgrund des niedrigen Einkommens der Freiwilligen nur gering wären.

Kindergeld-Pläne

Künftig soll es Kindergeld für Wehrdienstleistende und andere Freiwilligendienste geben


Wehrdienstleistende verdienen momentan zwischen 777 und 1146 Euro im Monat und würden dann im Durchschnitt nur etwa 65 Euro an Steuern bezahlen. Soldaten, die bereits eigene Kinder haben, bekämen für diese jedoch zusätzlich 1104 Euro Kindergeld im Jahr, sodass sie finanziell besser dastünden. Teilnehmer des Bundesfreiwilligendienstes verdienen nur bis zu 336 Euro, so dass sich der geplante Gesetzesentwurf in den ersten sechs Monaten auch dort als positiv erweisen würde.

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Finanzen

Kommentare

1 Kommentar

  • Mir erscheint das etwas unsinnig: auf der einen Seite wird Kindergekd gegeben und auf der anderen surch die Steuer wieder abgezogen, warum lässt man nicht einfach alles so, wie es ist???

    12.03.2012 um 12:18 Uhr


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