Ein gestörter Hormonhaushalt kann sich negativ auf die Fruchtbarkeit einer Frau auswirken. Ein unerfüllter Kinderwunsch ist nicht selten die Folge davon. Der Fachbereich für Gynäkologie am Endokrinologikum in Hamburg erforscht derzeit die Probleme, die Hormonschwankungen mit sich bringen.

Die Zahl der Menschen, die in Deutschland unter einem gestörten Hormonhaushalt leiden, liegt zwischen zehn und 15 Millionen. Die gesundheitlichen Probleme, die aus den Hormonschwankungen resultieren, sind vielschichtig. Ein zentrales Problem ist der häufig unerfüllt bleibende Kinderwunsch betroffener Frauen. Der Leiter des Fachbereichs für Gynäkologie am Endokrinologikum in Hamburg, Professor Christoph Keck, betrachtet sowohl Diagnostik als auch Therapie der mit Hormonen in Zusammenhang stehenden Leiden als die zentralen Aufgaben seines Fachbereichs, der Teil eines bundesweiten Netzwerks von Facharztzentren zu Hormonstörungen ist.

Unerfüllter Kinderwunsch aufgrund Hormoneller Schwankungen

Keck ist der Auffassung, dass der Mehrheit der rund 15 Prozent der Paare, die ungewollt kinderlos bleiben, mit adäquater Diagnostik und Therapie der Kinderwunsch erfüllt werden könne. Ein unregelmäßiger Stoffwechsel und ein gestörter Hormonhaushalt sei in besonders vielen Fällen der Grund für den unerfüllt bleibenden Kinderwunsch. Bei einer konsequenten Therapie sieht Keck die Chancen auf Erfüllung des Kinderwunsches bei ca. 85 Prozent.

Hormonschwankungen sind oft der Grund für viele Übel

Gestörte Hormone sind häufig der Grund für ungewollte Kinderlosigkeit.


Neue Therapie für Frauen mit Kinderwunsch?

Eine der häufigsten endokrinologischen (d. h. hormonellen) Störungen bei Frauen ist das Polyzystisches Ovarsyndrom (PCO Syndrom). Viele der betroffenen Frauen leiden unter anderem an Übergewicht, Zyklusstörungen, Akne und/oder einem erhöhten Wert von männlichen Hormonen. Auch der Kinderwunsch bleibt bei diesen Frauen häufig unerfüllt. Das neu entwickelte Medikament Metformin sorgt dafür, dass der Stoffwechsel sich wieder normalisiert. Die Frauen verlieren an Gewicht und auch der Kinderwunsch kann sich erfüllen. Allerdings ist das Medikament momentan noch nicht zum Einsatz im Vorfeld einer hormonellen Therapie sowie während der Schwangerschaft vorgesehen. Um die Unsicherheit bezüglich der Risiken und Nutzen von Metformin auszuräumen, wird das Medikament in einer groß angelegten Studie untersucht. Die Studie ist für einen Zeitplan von fünf Jahren geplant.

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Fruchtbarkeit

Kommentare

2 Kommentare

  • kaesetorten

    Ich bin mal gespannt welche Nebenwirkungen ein solches Medikament zur Unterstützung des Kinderwunsches hat.

    19.12.2011 um 16:59 Uhr
  • felitzia

    Es gibt ja auch unglaublich viele Frauen mit Schilddrüsenproblemen - da ist es klar, dass die Hormone nicht stabil sind und das mit dem Kinderwunsch schwierig werden kann.

    20.12.2011 um 09:01 Uhr


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