Neuer Forschungsbereich

Kinderwunsch und Hormone

am 19.12.2011 um 15:22 Uhr

Ein gestörter Hormonhaushalt kann sich negativ auf die Fruchtbarkeit einer Frau auswirken. Ein unerfüllter Kinderwunsch ist nicht selten die Folge davon. Der Fachbereich für Gynäkologie am Endokrinologikum in Hamburg erforscht derzeit die Probleme, die Hormonschwankungen mit sich bringen.

Die Zahl der Menschen, die in Deutschland unter einem gestörten Hormonhaushalt leiden, liegt zwischen zehn und 15 Millionen. Die gesundheitlichen Probleme, die aus den Hormonschwankungen resultieren, sind vielschichtig. Ein zentrales Problem ist der häufig unerfüllt bleibende Kinderwunsch betroffener Frauen. Der Leiter des Fachbereichs für Gynäkologie am Endokrinologikum in Hamburg, Professor Christoph Keck, betrachtet sowohl Diagnostik als auch Therapie der mit Hormonen in Zusammenhang stehenden Leiden als die zentralen Aufgaben seines Fachbereichs, der Teil eines bundesweiten Netzwerks von Facharztzentren zu Hormonstörungen ist.

Unerfüllter Kinderwunsch aufgrund Hormoneller Schwankungen

Keck ist der Auffassung, dass der Mehrheit der rund 15 Prozent der Paare, die ungewollt kinderlos bleiben, mit adäquater Diagnostik und Therapie der Kinderwunsch erfüllt werden könne. Ein unregelmäßiger Stoffwechsel und ein gestörter Hormonhaushalt sei in besonders vielen Fällen der Grund für den unerfüllt bleibenden Kinderwunsch. Bei einer konsequenten Therapie sieht Keck die Chancen auf Erfüllung des Kinderwunsches bei ca. 85 Prozent.

Hormonschwankungen sind oft der Grund für viele Übel

Gestörte Hormone sind häufig der Grund für ungewollte Kinderlosigkeit.


Neue Therapie für Frauen mit Kinderwunsch?

Eine der häufigsten endokrinologischen (d. h. hormonellen) Störungen bei Frauen ist das Polyzystisches Ovarsyndrom (PCO Syndrom). Viele der betroffenen Frauen leiden unter anderem an Übergewicht, Zyklusstörungen, Akne und/oder einem erhöhten Wert von männlichen Hormonen. Auch der Kinderwunsch bleibt bei diesen Frauen häufig unerfüllt. Das neu entwickelte Medikament Metformin sorgt dafür, dass der Stoffwechsel sich wieder normalisiert. Die Frauen verlieren an Gewicht und auch der Kinderwunsch kann sich erfüllen. Allerdings ist das Medikament momentan noch nicht zum Einsatz im Vorfeld einer hormonellen Therapie sowie während der Schwangerschaft vorgesehen. Um die Unsicherheit bezüglich der Risiken und Nutzen von Metformin auszuräumen, wird das Medikament in einer groß angelegten Studie untersucht. Die Studie ist für einen Zeitplan von fünf Jahren geplant.

Kommentare (2)

  • Es gibt ja auch unglaublich viele Frauen mit Schilddrüsenproblemen - da ist es klar, dass die Hormone nicht stabil sind und das mit dem Kinderwunsch schwierig werden kann.

  • Ich bin mal gespannt welche Nebenwirkungen ein solches Medikament zur Unterstützung des Kinderwunsches hat.


Mami

Ich weiß nicht mehr weiter...

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Anji1994 am 01.09.2016 um 00:12 Uhr

Hallo... Mein freund und ich haben seit längerem einen kinderwunsch wir schauen auch dass wir immer zum ES...

Hilfe für alle Mamas

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mama1611 am 18.08.2016 um 10:01 Uhr

Hallo liebe Mamas, ich muss euch einfach von einem super Workshop erzählen an dem ich letztens...

Welche Kinderimpfungen sind sinnvoll?

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Alex_11 am 10.08.2016 um 11:43 Uhr

Hallo liebe Mamis! Wie wahrscheinlich jede Mami beschäftige auch ich mich mit dem viel umstrittenen Thema...

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