Das Bundesministerium für Bildung und Forschung startet das Programm „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“. Damit sollen Kinder frühzeitig ans Lesen herangeführt werden.

Das Programm „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ soll den Grundstein für eine gute Bildung und dadurch eine leichtere Integration in die Gesellschaft legen. Bei dem Programm werden insgesamt 4,5 Millionen Lesestart-Sets an Familien vergeben, die ersten drei davon überreichte Bundesbildungsministerin Annette Schavan persönlich in Berlin.

Buchgeschenke zum Lesen

Die Lesestart-Sets werden drei Mal innerhalb der ersten sechs Lebensjahre eines Kindes verteilt. Sie enthalten ein dem Alter entsprechendes Buch sowie Informationen zu Sprach- und Leseerziehung für die Eltern. Die Sets werden auch in den Sprachen Polnisch, Russisch und Türkisch angeboten. Das erste Set bekommen die Familien, wenn die Kinder ein Jahr alt sind, das zweite, wenn die Kinder drei Jahre alt sind und das letzte bekommen die Kinder im Alter von sechs Jahren. Parallel dazu wird es lokale Aktionen zum Thema Lesen geben. Dadurch sollen Eltern zum Vorlesen und Kinder zum Lesen ermutigt werden, erklärte Schavan am Donnerstag, den 17. November. Auch der Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, Dr. Jörg F. Maas, stellte das Lesen als „zentrale Schlüsselqualifikation in Bildung und Ausbildung“ heraus.

Lesen wird gefördert

Lesen und Vorlesen ist wichtig für Kinder


Mehr Bildungsgerechtigkeit durch Lesen

Der „Lesestart“ richtet sich an mehr als 2 Millionen Kinder in ganz Deutschland. Die ersten beiden Lese-Sets werden in Regionen verteilt, in denen überwiegend bildungsferne Familien wohnen. Das erste Lese-Paket wird bei der U6 von Kinderärzten ausgegeben, das zweite soll in Bibliotheken verteilt werden. Das letzte Set soll dann an alle Schulanfänger ausgegeben werden. Ziel des Programms ist eine höhere Bildungsgerechtigkeit in Deutschland. Für das Programm stellt das Bundesministerium 26 Millionen Euro bereit.

Zusammenhang zwischen lesen und Gesundheit

Kinderarzt Dr. Klemens Senger zeigt sogar einen Zusammenhang zwischen Bildung und Krankheiten auf: Kinder aus weniger wohlhabenden und bildungsfernen Familien würden laut verschiedenen Studien häufiger erkranken. Deshalb sei eine höhere Bildung auch als gesundheitliche Prävention zu sehen. Das Programm wird neben Kinder- und Jugendärzten auch von zahlreichen Kooperationspartnern wie Bibliotheksverbänden und sozialen Wohlfahrtsverbänden unterstützt.

Topics:

Bildung, Erziehung

Kommentare

1 Kommentar

  • karottenmama

    Lesen hat mir als Kind so viel Spaß bereitet. ich hoffe die heutigen Kidner lesen auch noch!

    21.11.2011 um 17:18 Uhr


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