Laut Daten der Techniker Krankenkasse werden in Deutschland immer mehr Kinder mit psychopharmazeutischen Medikamenten behandelt.

Die Zahl der verordneten Psychopharmaka bei Kindern und Jugendlichen ist, nach Zahlen der Techniker Krankenkasse, in den letzten Jahren konstant gestiegen. Trotz der Risiken für die Gesundheit der Kinder werden starke Medikamente immer häufiger verordnet. Vor allem gegen das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) werden Medikamente verschrieben. Waren es im Jahr 2006 20.000 Kinder die mit Medikamenten gegen ADHS behandelt wurden, hat sich die Zahl im Jahr 2010 mit 29.000 Kindern um 32 Prozent erhöht.

Medikamente

Immer mehr Kinder bekommen starke Medikamente


Therapie statt Medikamente

Neben ADHS werden aber auch Aggressionsstörungen, Schlafstörungen oder Depressionen vermehrt mit Medikamenten behandelt. Dass vor allem bei Verhaltensauffälligkeiten zu schnell Medikamente verschrieben werden, kritisiert Professor Dr. Hannsjörg Seyberth, Vorsitzender der Kommission für Arzneimittelsicherheit im Kindesalter der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. Er empfiehlt die Ursachen der psychischen Störungen genauer zu untersuchen und wenn möglich auf andere Weise zu behandeln. Psycho- und Verhaltenstherapie können eine Alternative zu Medikamenten sein.

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Drogen, Krankheiten

Kommentare

8 Kommentare

  • ich finde auch, man sollte nach möglichkeit immer erst mal versuchen, das problem anders zu lösen und nur wenn nichts mehr hilft, auf medikamente umsteigen.

    19.10.2011 um 09:30 Uhr
  • FInde ich sehr bedenklich, dass man die Kleinen schon so mit Medikamenten vollpumpt! Da würde ich als Mutter erstmal den Arzt wechseln...

    19.10.2011 um 11:22 Uhr
  • ganz meine meinung, erstmal therapien versuchen und die wurzel des problems angehen, als direkt mit harten medikamenten kommen

    19.10.2011 um 14:51 Uhr
  • Ich bin eher der homöopathische typ, finde man sollte nicht direkt harte medikamente geben,sondern es erst mal so probieren.

    19.10.2011 um 15:27 Uhr
  • Wie kann das denn sein, dass schon Kinder solche Medikamente einnehmen müssen? Das finde ich äußerst beunruhigend!

    20.10.2011 um 18:26 Uhr
  • Auf jeden Fall eine beunruhigende Entwicklung. Es ist gut, dass es die Medikamente gibt, aber wenn sie inflationär eingesetzt werden und jeder Zappelphilipp quasi narkotisiert wird, dann läuft etwas falsch. Bevor ich meinem Sohn so etwas geben würde, müssten schon einige Arzte das empfehlen und mir die genauen Gründe für ihre Entscheidugn darlegen.

    24.10.2011 um 13:12 Uhr
  • Das kann doch echt nicht sein, dass schon Kleinkinder mit Psychomedikamenten vollgestopft werden... Ich mein, wenn sie eine schlimme Stoffwechselerkrankung des Gehirns haben: klar. Aber doch nciht einfach so, wegen ein bisschen Zappelei!!!

    24.10.2011 um 15:06 Uhr
  • Um sich zu so einem Schritt zu entscheiden,bedarf es reichlich gute Überlegungen.!!!!. Viele verteufeln die Medikamente im voraus, ohne auch nur im geringsten eine Ahnung davon zu haben. Es kommt auf die Art der ADS/ADHS Störung an. Ich bin selber betroffene Mutter. In der Familie haben wir einen leichteren Fall,welcher, dank richtige Schule und Therapie sich zum guten gewendet hat. Bei uns sieht es leider anderst aus. Neben einem sehr stark ausgeprägtem ADHS . sind noch weitere Störungen da. Therapien haben wir schon längere Zeit laufen und haben vorher alles versucht,auch homöopathisch...Wir haben nichts erreicht, keine wirklich guten Fortschritte. Hinzu kommt, das unser Kind (5 Jahre) einfache Dinge wie schneiden ,basteln gerne machen würde, aber ständig ist die Ungeduld, fehlende Ausdauer im weg. auf Dauer leiden da auch die Eltern mit, nicht nur das Kind.Zudem ist es ein sch...Gefühl, wenn man in der Gesellschaft überall aneckt, weil sein Kind so wild ist. Irgendwann wurde uns nach genauer Prüfung in einer speziellen Klinik die medikamentöse Behandlung nahe gelegt. Und nach einiger Zeit sehen wir deutliche Erfolge. Vom Kindergarten kommen bisher nur positive Meldungen!!! . Ruhig gestellt ist unser Kind trotzdem nicht, es bewegt sich nach wie vor sehr , sehr lebhaft und ist sehr aktiv. Aber sie findet an vielen Spielen mehr Freude. Die Entscheidung zum Medikament, viel uns anfangs nicht leicht, aber,der Erfolg gibt uns Mut, das wir uns richtig entschieden haben. Außerdem bekommen wir Ergoth. und Psychomotorik noch dazu. Eine genaue Ärztliche Untersuchung ist unumgänglich!!!!! Es muß genau das richtige Medikament auf das Kind passen. Wer nicht wirklich sich mit dieser Krankheit beschäftigt hat, Bücher gelesen,,,,, kann sich nicht wirklich ein Bild davon machen, wie anstrengend es ist ein Kind mit sehr ausgeprägtem ADHS zu haben. Es kursieren viele Gerüchte und Halbwissen um das Thema herum. Ohne sich vorher wirklich genau damit befasst zu haben, sollte man keine Meinungen darüber abgeben. Büchertipp: Cordula Neuhaus, Das hyperaktive Kind und seine Probleme.

    11.11.2011 um 21:33 Uhr


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