Weniger Integration in Kitas

Migrantenkinder meiden Betreuung

am 02.02.2012 um 14:16 Uhr

Migrantenkinder sind seltener in Kitas untergebracht und werden weniger von Tageseltern betreut. Die Betreuung findet dafür häufiger zu Hause statt.

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat aufgezeigt, dass viel weniger Migrantenkinder das Betreuungsangebot in Deutschland nutzen als vergleichbare Kinder mit deutschen Eltern.

Migrantenkinder bleiben eher zu Hause

Nur 14% der Migrantenkinder nutzen das Angebot von Tageseltern und Kitas, dagegen gehen rund 30% der Kinder ohne Migrationshintergrund in eine Kita oder werden von Tagesmüttern und -Vätern betreut. Oft werden die Migrantenkinder ausschließlich zu Hause betreut. 85% der drei- bis fünfjährige Kinder mit ausländischen Eltern sind in einer externen Tagesbetreuung. In der gleichen Altersgruppe sind es jedoch 97% der Kinder mit deutschen Eltern, die Tageseltern haben oder in eine Kindertagesstätte gehen.

Kinder mit Migrationshintergrund

Es gibt weniger Migrantenkinder in den Kindertagesstätten


Geld als Grund Migrantenkinder zu Hause zu betreuen

Ein Grund dafür könnten die Betreuungskosten sein, so Memet Kilic, Sprecher für Integrations- und Migrationspolitik. Es müssten Hürden wie das Betreuungsgeld abgebaut werden, „die gerade Familien mit Migrationshintergrund noch davon abhalten, ihre Kinder in Kitas zu bringen“, sagte Manuela Schwesig, die stellvertretende SPD-Vorsitzende.

Kommentare (9)

  • hätte ich nicht gedacht..

  • Ich kann die Migrantenkinder verstehen, ich wäre auch abgeneigt von Leuten betreut zu werden,deren Sprache ich noch nichteinmal richtig verstehe....trotzdem ist es wichtig,damit sie eben diese lernen!

  • Das Angebot ist teils da, teils nicht, irgendwas läuft immer schief

  • Ich sehe es wie Cowmooflage. Man sollte viel mehr drauf hinweisen, was alles für Migrantenkinder angeboten wird und auch ganz gezielt die Eltern der Migrantenkinder mit ins Boot holen.

  • Naja, ich denke, dass weniger die Migrantenkinder die Betreuung meiden als die Migranteneltern. Man muss in der Richtung noch viel tun in der Integrationspolitik und auch hinsichtlichn der Information, damit Migrantenkinder in Zukunft mehr Chancen haben!

  • Das liegt sicher auch daran, dass die Eltern nicht arbeiten gehen bzw. keinen Job finden. Wobei ich es auch nicht schlimm finde, das Kind selbst zu betreuen, im Gegenteil!

  • Da sollte sich die Politik was überlegen.

  • Vielleicht sind die Migranten nach Dland gekommen, weil einer Vater oder Mutter einen guten Job angeboten bekommen hat und es war klar, dass die andere Person sich ums Kind kümmert in dem neuen Land?

  • Ich wusste nicht, dass es bei Migrantenkindern eine Hemmschwelle bei der Betreuung gibt. Das finde ich sehr schade!


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