Gehirnentwicklungsstörungen

Misshandlung führt zu Entwicklungsstörungen

Eine Studie aus den USA besagt, dass Kinder, die Opfer von Misshandlung geworden sind, Gehirnentwicklungsstörungen aufweisen können. Dies könnte die Ursachen von Schizophrenie und Depressionen erklären.

Amerikanische Forscher der Harvard Medical School in Massachusetts haben herausgefunden, dass Misshandlungen in der Kindheit messbare Entwicklungsstörungen des Gehirns zur Folge haben können. Solche Entwicklungsstörungen können zu psychischen Krankheiten führen, an denen misshandelte Kinder überdurchschnittlich oft leiden.

Depression und Schizophrenie

Schizophrenie kann von Misshandlungen in der Kindheit ausgelöst werden

Misshandlung beeinflusst Gehirnwachstum

Die US-Forscher testeten in ihrer Studie 193 Erwachsene. Diejenigen, die Misshandlungen in der Kindheit erleben mussten,hatten im Vergleich zu denen, die ohne Misshandlung aufwuchsen, einen verkleinerten Hippocampus. Wie durch eine andere amerikanische Studie zuvor bekannt wurde, kann das Wachstum des Hippocampus durch Zuwendung der Mutter sogar gefördert werden. Die Gehirnregion Hippocampus spielt für Gedächtnis und Gefühle eine große Rolle.

Misshandlung verschiedenster Art

Die Probanden wurden nach Misshandlungen verschiedenster Art, wie sexuellem Missbrauch, Beschimpfungen, körperlicher Gewalt und emotionaler Vernachlässigung befragt. Allerdings wurde auch nach Stressfaktoren wie Probleme oder Trennung der Eltern gefragt. Die Forscher vermuten, dass die Ausschüttung eines Stresshormons das Wachstum des Hippocampus beeinflusst. Besonders anfällig sei der Hippocampus wohl im Kleinkind-Alter von drei bis fünf Jahren.

Misshandlung führt zu psychischen Krankheiten

Die Forscher sehen einen Zusammenhang zwischen Misshandlungen in der Kindheit und psychischen Krankheiten wie posttraumatischen Belastungsstörungen, Borderline-Störungen, Schizophrenie, Depressionen, Sucht und anderen Störungen. Die verminderte Gehirnentwicklung im Bereich des Hippocampus könnte ein Grund sein, dass Personen, die in ihrer Kindheit Gewalt erlebten, besonders häufig an solchen Störungen leiden.

Kommentare (10)

  • Manche Eltern können schon schrecklich sein. Viele wissen ja nicht, dass auch eine extreme "Bemutterung" eine oftmals noch schlimmere Misshandlung sein kann. Die Kinder, die alles bekommen und verhätschelt und vertätschelt werden von ihren Eltern, kann man auch als misshandelt sehen.

  • @ ElephantenDame, es gibt Faktoren, die die Entwicklung (die Ganzheitliche Entwicklung, dabei hägt die Physiologie und Psychologie häufig eng zusammen, muss ja auch noch ganz viel wachsen und lernen) eines Kindes positv und negativ beeinflussen. Negativ beeinflussen kann viel und evt. auch Scheidung, aber viel wichtiger für die positive und zeitgerechte Entwicklung eines Kindes sind positive Einflüsse/Faktoren, wie mindestens eine dauerhafte und zuverlässliche Bindung und Werte, Liebe, andere Kinder... Es gibt immer Höhen und Tiefen im Leben und man braucht Kinder nicht vor allem (Bsp.:Scheidung) zu schützen sondern dahingehend unterstützen damit umzugehen und zu stärken.

  • Ja, die Psyche von den kleinen Kindern ist sehr zerbrechlcih und es ist klar, dass Misshandlungen was schlimmes auslösen.

  • Ich hatte auch den anderen Artikel schon gelesen... ichbin verblüfft, wie sehr man sein Kind körperlich als Eltern beeinflussen kann !

  • Wie kann man seinem Kind bloß so etwas antun ?!?

  • Misshandlungen in der Kindheit sind was schreckliches. Gerade auch das Urvertrauen kann sich da nicht gesund entwickeln.

  • Sowieso unbegreiflich für mich, wie man ein Kind misshandeln kann!

  • Misshandlungen können schlimme Folgen haben, daran sollten Erwachsene IMMER denken!

  • Gilt als solcher Stressfaktor auch schon eine Scheidung?

  • Da musste ja irgendein Zusammenhang bestehen


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