Verantwortungsvoller Umgang

Obama ruft Familien zum verantwortungsvollen Umgang mit Medien auf

Barack Obama wirbt derzeit für seine „Connect Home“-Initiative, die einkommenschwachen Kommunen zu einem Internetzugang verhelfen soll. Doch ebenso wichtig wie der Zugang zum Internet sei auch die verantwortungsvolle Nutzung des Mediums, wie der US-Präsident nun auf einer Pressekonferenz betonte.

Barack Obama tritt für einen kritischen Umgang mit Medien ein

Heutzutage stößt man im Alltag ständig auf Bildschirme. Ob riesige Werbescreens, Computer, Laptops, Tablets oder Smartphones – die digitalen Medien sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Dennoch ist es wichtig, dass gerade Kinder nicht zu viel Zeit damit verbringen, auf die Bildschirme zu starren. Daher plädierte US-Präsident Barack Obama im Zuge seiner „Connect Home“-Initiative, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, einkommensschwachen Gemeinden einen Internetzugang zu ermöglichen, nun dafür, die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen zu beschränken. Der Präsident verriet, dass auch er selbst und seine Frau Michelle Obama ein wachsames Auge auf den Umgang ihrer Töchter mit den Medien hätten – vor allem am Essenstisch. „Es ist nichts dabei, für eine Weile die Technolgie beiseite zu legen und eine tatsächliche Unterhaltung zu führen“, betonte Barack Obama.

Barack Obama hält eine Rede

Barack Obama hält Eltern dazu an, ein wachsames Auge auf die Mediennutzung ihrer Kinder zu haben.


Barack Obama: Immer mehr Kinder nutzen digitale Medien

Das Anliegen von Barack Obama ist nicht unbegründet, denn einer Studie des Institutes „Common Sense Media“ zufolge benutzen in den USA 72 Prozent der Kinder unter acht Jahren und sogar 38 Prozent der Kinder unter zwei Jahren ein mobiles Gerät. Die meisten von ihnen spielen digitale Spiele und nutzen Apps. Zwar ist auch hierzulande ein Anstieg in der Internetnutzung von Kindern zu verzeichnen; die Zahlen bleiben jedoch weit hinter denen der USA zurück: In Deutschland sind „lediglich“ 37 Prozent der Achtjährigen mehrmals in der Woche oder täglich online. Dennoch bezieht sich der Appell von Barack Obama, die Mediennutzung von Kindern zu beobachten und gegebenenfalls einzuschränken, nicht nur auf die USA, sondern auf alle Länder, in denen Minderjährige digitale Medien verwenden.

Für Barack Obama ist der richtige Umgang mit Medien auch eine Frage des Anstandes

Die Kinderpsychologin Jennifer Hartstein erklärte gegenüber „TODAY.com“, wie Eltern dem Appell von Barack Obama Folge leisten und ihren Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit Medien beibringen können. Die Psychologin berichtete, dass viele Eltern ihre technischen Geräte vor den Augen ihrer Kinder nutzen und ihren Schützlingen anschließend sagen, dass diese dies nicht tun sollten. Hartstein empfiehlt eine sogenannte technische Auszeit, die einige Stunden andauern sollte. „Schafft Langeweile“, schlägt sie vor, „Langeweile ruft Kreativität hervor.“ Es gäbe genug Möglichkeiten, mit denen Kinder sich die Zeit – und die Langeweile – vertreiben könnten. Besonders empfehlenswert sei es, die technische Auszeit für gemeinsame Aktivitäten zu nutzen. Barack Obama betonte in seiner Rede weiter, dass es mit der Kontrolle der Kinder aber nicht getan sei. Stattdessen müssten Kinder auch von selbst auf die Idee kommen, das Smartphone mal beiseite zu legen. Das sei in einigen Situationen auch eine Frage des Anstandes. Dies erzähle er immer wieder den jungen Leuten, wenn er sie treffe, und diese mit ihren Handys rumspielen. „Ich stehe genau vor ihnen – und ich muss ihnen sagen ,junger Mann, nimm das Smartphone runter. Schüttele die Hand Deines Präsidenten. Danach kannst Du vielleicht weiter Fotos machen.’“

Die Medien nehmen einen immer höheren Stellenwert in unserem Leben ein. Dennoch ist es wichtig, ein Gefühl dafür zu entwickeln, in welchen Situationen es angebracht ist, auf das Smartphone zu schauen, und in welchen Situationen das Gerät besser beiseite gelegt wird. Die Zahlen zeigen deutlich, dass gerade die jüngere Generation erschreckend viel Zeit mit der Nutzung von digitalen Medien verbringt. Umso wichtiger ist der Appell von Barack Obama, verstärkt auf die Mediennutzung von Kindern zu achten und diese gegebenenfalls einzuschränken.

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