Petition für den Beruf Hebamme

Petition: Kampf für den Beruf Hebamme

Seit Monaten kämpfen Hebammen und Elterninitiativen dafür, dass der Beruf Hebamme weiter ausgeübt werden kann. Die stetig steigenden Kosten für ihre Haftpflichtversicherung lassen freiberufliche Hebammen befürchten, in ihrem Beruf bald nicht mehr arbeiten zu können, da sie keinen Versicherungsschutz mehr bekommen. Nun startete eine zweifache Mutter eine Petition, um den Beruf Hebamme zu erhalten.

Der Beruf Hebamme ist gefährdet

Der Beruf Hebamme könnte womöglich schon bald nicht mehr ausgeübt werden, da es ab Sommer 2015 in Deutschland keine hinlängliche Haftpflichtversicherung für den Berufsstand mehr gibt. Ohne solch eine Versicherung dürfen freiberufliche Hebammen ihren Beruf jedoch nicht mehr ausüben. Daher bedeutet dies – sofern sich kein neuer Versicherer findet – das Aus für den Beruf Hebamme. Eine Petition soll nun dabei helfen, dies abzuwenden.

Beruf Hebamme: Schreiendes Baby

Der Beruf Hebamme ist gefährdet.


Michaela Skott will den Beruf Hebamme durch eine Petition erhalten

Die Schwerinerin Michaela Skott ist selbst zweifache Mutter. Um den Beruf Hebamme zu retten, hat sie eine Petition gestartet, für die sie bis Donnerstag 50.000 Unterschriften benötigt, damit sich der Petitionsausschuss im Bundestag mit ihrem Anliegen befasst. Gegenüber dem Online-Portal „finanzen.de“ äußerte sich Michaela Skott, die auch im Elternprotest Hebammenunterstützung aktiv ist, über ihre Forderungen für den Beruf Hebamme: „Wir fordern das Recht auf die selbstbestimmte Geburt mit der freien Wahl des Geburtsortes sowie der Begleitung durch eine Bezugshebamme im Schlüssel von 1:1. Wir fordern die Neuausrichtung der Schwangerenvorsorge und der klinischen Geburtsbegleitung. Wir fordern ein Vergütungssystem, das geringere medizinische Interventionen prämiert sowie den Erhalt und Ausbau der häuslichen Wochenbettbetreuung durch frei gewählte Hebammen. Wir fordern die Einrichtung eines Haftungsfonds für alle Gesundheitsberufe.“ Nur, wenn diesen Forderungen stattgegeben werde, könnten die bestehenden Probleme gelöst und der Beruf der Hebamme gerettet werden.

Beruf Hebamme: Vorherige Petition für Berufserhalt scheiterte

Bereits einige Monate zuvor setzte sich Bianca Kasting mit einer Petition dafür ein, den Beruf Hebamme zu erhalten. Die Petition wurde vom Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe jedoch nicht anerkannt. Auf die Frage, was Michaela Skott dazu bewegt habe, die Petition einzureichen, gab die zweifache Mutter gegenüber „finanzen.de“ bekannt: „Meine Wut. Meine Wut darüber, dass der Bundesgesundheitsminister beschlossen hat, die über 420.000 Unterschriften, die Bianca Kasting über change.org gesammelt hat, nicht anzuerkennen, weil es sich nicht um eine staatliche Plattform handelt. Dabei bedurfte es einer ersten Petition von Anke Bastrop, dass dieses Thema überhaupt im Koalitionsvertrag stand.“ Skott hofft, für ihre Petition bis Donnerstag 50.000 Unterstützer zu finden, damit der Beruf Hebamme eine Zukunft hat. Zur Zeit haben ungefähr 11.000 Menschen die Petition unterzeichnet.

Michaela Skott hat eine Petition gestartet, um den Beruf Hebamme vor dem Aus zu bewahren. Aufgrund stetig ansteigender Kosten für die Haftpflichtversicherung sollen freiberufliche Hebammen schon bald keinen Versicherungsschutz mehr bekommen. Bis Donnerstag benötigt die Petition 50.000 Unterstützer, damit der Beruf Hebamme eine Zukunft hat.

Das komplette interview mit Michaela Skott findest Du hier.

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