Frühchen Frieda gesund

Rekord-Frühchen Frieda wird anderthalb Jahre alt

Als die kleine Frieda geboren wurde, wog sie nur 460 Gramm. Sie kam als das jüngste Frühchen Europas zur Welt – nach nur 21 Wochen und fünf Tagen. Damals bangten Ärzte und Eltern um das Leben des Rekord-Frühchens. Mit 18 Monaten macht die kleine Frieda nun einen putzmunteren Eindruck. Fokus.de und Stern.de berichten.

Frühchen Frieda kam mit 26 Zentimetern zur Welt

Als Frieda vor 18 Monaten das Licht der Welt erblickte, wurde ihr Überleben als „Sensation“ eingestuft. Sie war mit 21 Schwangerschaftswochen und 5 Tagen etwa halb so alt wie ein normales Neugeborenes, wog nur 460 Gramm und war 26 Zentimeter groß. Wochenlang kämpften die Ärzte des Fuldaer Klinikums um das Überleben des kleinsten Frühchens Europas – mit Erfolg.

Während der Schwangerschaft der Mutter Yvonne habe eine falsche frauenärztliche Beratung zu Problemen geführt. In der 15. Schwangerschaftswoche brachen Polypen aus. Die Folgen waren schwerwiegend. Frieda verlor ihren Zwillingsbruder, als beide sechs Wochen alt waren.

18 Monate: Frühchen Frieda hat aufgeholt

18 Monate alt kommt Frieda an der Hand ihrer Mutter in die Fuldaer Kinderstation und spielt wie jedes quietschfidele Kind mit dem Holzspielzeug. „Frieda geht es gut. Sie lacht viel und ist ein Sonnenschein“, freut sich die Mutter der Kleinen. Obwohl die Kleine immer noch hinter der Entwicklung von normal-geborenen Kindern zurücklegt, hat Frieda schon viel aufgeholt: Frühchen Frieda wiegt mittlerweile 6,3 Kilogramm, ist 72 Zentimeter groß und scheint „kerngesund“ und „pfiffig“ zu sein, so der Chefarzt der Kinderklinik der Fuldaer Krankenhauses, Reinald Repp.

Wochenlang kämpften die Ärzte des Fuldaer Klinikums um das Überleben des kleinsten Frühchens Europas – mit Erfolg.

Frühgeburten in Deutschland haben durch die Entwicklung der Schwangerschaftsmedizin in Deutschland immer bessere Überlebenschancen.


In Deutschland stehen die Chancen, dass Babys trotz einer Frühgeburt überleben, heute besser denn je. „Noch vor fünf Jahren hätte ein Frühchen in den Stadium keine Chance gehabt“, so Repp. Das Klinikum Fulda ist in der Tat hessenweit bekannt für seine überdurchschnittlichen Leistungen bei der Behandlung von Frühchen.

Und doch bleibt die Angst

Dennoch haben circa ein Drittel der Frühchen in Deutschland Entwicklungsdefizite. Obwohl auch bei Friedas Familie fast Normalität eingekehrt ist, gesteht die Mutter: „Die Angst um Frieda ist immer noch groß. […] Ich kriege den Frühchenschalter einfach nicht umgelegt.“

Rein statistisch könnte Frieda hyperaktiv werden oder Schwierigkeiten mit der Aufmerksamkeitsspanne oder dem Essen bekommen. Doch Mutter Yvonne blickt der Zukunft optimistisch entgegen. Sie will für die kleine Frieda die 3-jährige Elternzeit voll ausschöpfen und plane „noch ein Geschwisterchen für Frieda“.

Bildquelle: Sabri Hakim / Dreamstime.com

Kommentar (1)

  • sarahlena am 22.05.2012 um 17:33 Uhr

    Es ist wirklich ein Wunder, zu was die moderne Medizin heutzutage fähig ist. Das so ein Frühchen überlegen kann!!