Nur bayerisch erlaubt

Schule in Passau verbietet „Hallo“ und „Tschüss“

am 07.02.2012 um 15:19 Uhr

In Passau verbietet eine Schulleiterin an ihrer Schule die Grußfloskeln „Hallo“ und „Tschüss“, um den bayerischen Dialekt zu wahren. Politiker und Schülervertreter sind dagegen.

In der Passauer Mittelschule St.Nikola herrscht seit Januar „Hallo“-, und „Tschüss“-freie-Zone. Die Schulleiterin Petra Seibert will dadurch den bayerischen Dialekt bewahren und ihren Schülern höflicheres Verhalten beibringen. Die vermutlich norddeutschen Ausdrücke „Hallo“ und „Tschüss“ haben sich in den letzten Jahren stark in den Sprachgebrauch der Bayern eingebürgert. Besonders Arbeitgeber und höhergestellte Personen finden diese Art der Begrüßung bzw. Verabschiedung jedoch sehr unangemessen. Deshalb sollen die Schüler gleich versuchen es sich abzugewöhnen, um sich bei der späteren Jobsuche nicht zu blamieren.

Schule in Passau akzeptiert nur rein bayerische Begrüßungen

“Grüß Gott” ist die einzige Begrüßung, die man an der bayerischen Schule noch benutzen darf.


Die Schüler sollen nun, laut der Schulleiterin, in der Schule nur mit bayerischen Begrüßungen, wie zum Beispiel „Grüß Gott“ auskommen. Schüler, Lehrer und auch Politiker sehen die Sache jedoch anders. Klaus Wenzel, Präsident des Bayrischen Lehrerverbandes, findet diese Diskussion, laut der „Süddeutschen“, überflüssig. Er halte die Regelung für sehr kleinkariert. Ein „Hallo“ oder „Tschüss“ sei weder schlimm noch ein Verrat an dem bayrischen Dialekt. Schüler fügten dem hinzu, dass sie selbst wüssten, dass ein lockeres „Hallo“ bei einem Bewerbungsgespräch nicht gut ankomme und sie durch ihre Erziehung oder auch intuitiv wüssten, wie sie sich in verschiedenen Situationen zu verhalten hätten. Wobei sie nochmals betonten, dass für sie das „Hallo“ nicht minder höflich sei, als das gewünschte „Grüß Gott“. Auch die Lehrer ließen nach der „Süddeutschen“ verlauten, dass ihnen ein freundliches „Hallo“ mehr zusagt, als ein gezwungenes „Grüß Gott“.

Kommentare (11)

  • flychan am 20.04.2012 um 09:14 Uhr

    wenn sie wenigsten auf hochdeutsch bestehen würde, also "guten tag" und "aufwiedersehen" würde man das ja noch einigermaßen verstehen können. aber sie geht ja quasi davon aus, dass die kids ihr ganzes leben lang in bayern bleiben werden?! auf einem dialekt bestehen, wie geht denn sowas? landeier, echt XD

  • Aqua_Lady21 am 04.03.2012 um 17:27 Uhr

    so komisch.. es sind doch noch kinder... das hab ich im tv gesehn bei punk 12.

  • anananas am 14.02.2012 um 15:17 Uhr

    Diese Shcule geht viel zu weit. Man kann doch nicht dermaßen in die Sprache von Jugendlichen eingreifen.

  • stinkerss am 13.02.2012 um 10:04 Uhr

    Das grenzt ja schon an Schikane, was diese Schule macht.

  • annaUNDlotti am 09.02.2012 um 11:57 Uhr

    ich würd mich als nicht gläubige sehr wohl aufregen wenn ich "grüß gott" sagen müsste

  • Kraeppelchen am 09.02.2012 um 05:20 Uhr

    Ich bin der meinung das es wichtigeres auf der Welt gibt als sich über Grußformeln den Kopf zu zerbrechen :S Total bekloppte Welt! Ich würde mir nie vorschreiben lassen wie ich meine mitmenschen zu grüßen habe außer in situationen wo Anstand angebracht wäre!

  • Kartoffelfee am 08.02.2012 um 10:52 Uhr

    Klar, dass das in einer Schule in Bayern passieren muss. Unglaublich!

  • Katniss am 08.02.2012 um 10:42 Uhr

    Als nächstes kommen die nicht-religiösen und führen sich auf, weil sie "Grüß Gott" sagen sollen... oh man total unnötig

  • TinaMalina am 08.02.2012 um 08:19 Uhr

    Das ist doch echt verrückt! Natürlich sollten Traditionen, Bräuche und Dialekte nicht in Vergessenheit geraten, aber unsere Generationen entwickeln sich doch weiter. Das hat sie immer getan, sonst würden wir wohl heute noch sprechen, wie zu Shakespeares Zeit!

  • LadyLockenlicht am 07.02.2012 um 16:07 Uhr

    Man kanns aber auch übertreiben..

  • Pandora23 am 07.02.2012 um 16:05 Uhr

    Sowas absurdes hab ich ja noch nie gehört! Manche Schulen haben wirklich merkwürdige Sitten!