Studie Schwangerschaft

Schwangerschaft bei Migrantinnen

am 12.12.2011 um 10:53 Uhr

Eine Berliner Studie untersucht, ob die Schwangerschaft bei Frauen mit Migrationshintergrund anders verläuft.

In Berlin läuft noch bis Anfang 2012 eine Großstudie mit 8000 Frauen über Besonderheiten in der Schwangerschaft. Die Frauen werden hierbei zu ihrer Schwangerschaft befragt und die unterschiedlichen medizinischen Verläufe werden ausgewertet. Dabei wird untersucht, ob es Besonderheiten und Unterschiede zwischen Frauen mit Migrationshintergrund und deutschen Schwangeren gibt.

Besonderheiten in der Schwangerschaft

Vergleichbare Studien gab es bereits in Großbritannien, Skandinavien und den Niederlanden. Da in Deutschland jeder fünfte Einwohner einen Migrationshintergrund hat, soll nun auch hier der Einfluss des Migrationshintergrunds auf die Art der Geburt sowie die Gesundheit der Babys untersucht werden. Die Studie wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Schwangerschaft bei Migrantinnen

Eine Studie untersucht, ob es Unterschiede in der Schwangerschaft von Migrantinnen gibt


Weniger Kaiserschnitte in der Schwangerschaft
Die ausländischen Untersuchungen zeigten, dass bei Migrantenkindern seltener ein Kaiserschnitt gemacht wird. Die deutschen Forscher gehen ebenfalls von weniger geplanten Kaiserschnitten bei Frauen mit Migrationshintergrund aus. Außerdem vermuten sie eine größere Wahrscheinlichkeit von Anämien. Die Bereitschaft der Frauen, an der Studie teilzunehmen liege bei über 90 Prozent. Genaue Zahlen werde es in etwa einem Jahr geben, so Professor Matthias David von der Klinik für Gynäkologie der Charité Berlin.

Kommentar (1)

  • Andres98 am 12.12.2011 um 15:08 Uhr

    Das ist ja interessant, hätte ich nicht gedacht, dass es da große Unterschiede gibt in der Schwangerschaft