Studie zur Virusinfektion

Zytomegalie-Vorsorge in der Schwangerschaft

Im Zuge einer europaweiten Studie können sich Schwangere auf die seltene Virusinfektion Zytomegalie untersuchen lassen. Wenn Zytomegalie früh erkannt wird, kann diese Infektionskrankheit gut behandelt werden.

Mit der europaweiten Studie, bei der sich schwangere Frauen auf die Krankheit untersuchen lassen können, soll die Viruserkrankung Zytomegalie eingedämmt werden. Anhand von 50 000 Probandinnen soll der Erkrankung vorgebeugt werden.

Zytomegalie ist gefährlich für Schwangere

Zytomegalie ist eine Virusinfektion, die meist schon im Kleinkind- oder Jugendalter übertragen wird. Sie zeigt sich häufig nur durch Schnupfen oder Lymphknotenschwellung, oft sind aber auch die Leberwerte erhöht. Gesunde Menschen können die Infektionskrankheit gut wegstecken, bei schwangeren Frauen ist das jedoch anders, da sich der Virus Zytomegalie vom Mutterkuchen auf das ungeborene Kind übertragen kann. Wenn eine Frau in der Schwangerschaft zum ersten Mal an Zytomegalie erkrankt, ist das Ansteckungsrisiko besonders groß. Als Folge können leichte Gesundheitsrisiken wie Hörschäden und Blindheit, aber auch schwere Gesundheitsrisiken wie Debilität und Sterblichkeit auftauchen.

Die Virusinfektion Zytomegalie ist in der Schwangerschaft gefährlich.

Gegen Zytomegalie vorsorgen


Hygiene gegen Zytomegalie

Die Gefahr an Zytomegalie zu erkranken, kann um 80 Prozent gemindert werden, wenn entsprechende Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Nach dem Windelwechseln sollten die Hände gründlich gewaschen und der Schnuller des Kindes sollte nicht abgeschleckt werden. Obwohl Zytomegalie erst seit den 80er-Jahren bekannt ist und erforscht wird, kann die Krankheit rasch und gut behandelt werden. Auch wenn eine Frau in der Schwangerschaft erkrankt, kann sie mit einem Immunglobulin gut behandelt und geheilt werden.

Zytomegalie-Probandinnen zwischen 18 und 45 Jahren

Je früher eine Behandlung stattfindet, desto besser. Daher sollte sich jede schwangere Frau bis zur 14. Schwangerschaftswoche auf Zytomegalie untersuchen lassen. In diesem Zeitraum können diese Frauen, als mögliche Probandinnen, an der Studie zur Prävention von Zytomegalie teilnehmen. Die Frauen sollten außerdem zwischen 18 und 45 Jahre alt sein. Die Untersuchungen im Rahmen der Studie sind kostenfrei. Eine kostenpflichtige Untersuchung kann bei jedem Gynäkologen durchgeführt werden.


Kommentare

1 Kommentar

  • Oh, da bekommt man ja Angst! ich hätte nicht gedahct, dass man durch das Ablecken vom Schnuller Zytomegalie bekommen kann!

    06.12.2011 um 10:23 Uhr