Alle Mütter sind gute Mütter
Katharina Meyeram 01.08.2017

Es gibt kaum eine schwierigere Aufgabe im Leben, als Kinder großzuziehen. Aus den kleinen, hilflosen Wesen werden durch die Führung ihrer Eltern (hoffentlich) verantwortungsbewusste und liebevolle Menschen. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg und nicht jede Entscheidung, die du als Mami triffst, sorgt für Jubelstürme. Diese Mutter findet: Das geht so nicht!

In einem Facebook-Post, der inzwischen (völlig zurecht) viral gegangen ist, zählt Karen Johnson, selbst dreifache Mutter und Bloggerin auf „The 21st Century SAHM“, auf, welche – manchmal vermeintlich schlechten – Entscheidungen sie als Mutter hin und wieder trifft und was im Vergleich andere Mütter machen. Ihr Credo: Wir alle sind trotzdem gute Mütter!

Der Wortlaut des Facebook-Posts

„Mädels, ich muss mir etwas von der Seele reden.

Mein Haus ist nie sauber. Wirklich niemals. Ich habe aber Freundinnen, die auch Kinder haben, deren Häuser makellos sind. Sind sie bessere Mütter als ich? Nein. Bin ich eine bessere Mutter als sie? Nein.

Ich trainiere jeden Tag. Ich habe Mütter-Freunde, die nicht trainieren. (Außer wie Verrückte hinter ihren Kindern herzurennen). Macht das irgendeinen von uns zur besseren Mutter? Nein.

Ich habe eine Freundin, die ihr Kind in einer Wanne im Wohnzimmer geboren hat. Ich habe meine im Krankenhausbett herausgepresst – nachdem die PDA-Fee vorbeigekommen war. Wir sind beide gute Mütter.

Darf man als Mama Wein trinken? Ähhhmm. JAAA!!

Ich trinke hin und wieder Bier oder ein Glas Wein (manchmal vor meinen Kindern!) zu verschiedenen Gelegenheiten. Ich bin eine gute Mutter. Meine befreundete Nachbarin trinkt gar nicht. Auch eine gute Mutter.

Ich bin ein Schreihals. Eine gute Freundin ist ruhig und extrem geduldig. Ich beneide sie manchmal. Aber wir sind beide gute Mütter.

Schreien? Ebenfalls okay als Mama.

Ich habe Freunde, die komplett organisch und chemikalienfrei leben. Meine Kinder essen manchmal Stangenwassereis zum Frühstück. Die günstigen. Ist einer von uns besser als der andere? Nein.

Ich fluche, aber nicht vor meinen Kindern. Bist du eine schlechte Mutter, falls du es tust? Verdammt nochmal, nein!

Ich engagiere mich in der Schule meiner Kinder, aber ich verbringe nicht jede freie Minute damit, mich freiwillig für etwas dort zu melden. Sind die Mütter, die das tun, besser als die, die es niemals machen? Nein. Bin ich sehr dankbar für die Mütter, die sich einbringen und den Lehrern aushelfen? JA.

Sind Hausfrauen bessere Mütter als arbeitende Mamis? NEIN.

Sind arbeitende Mamis besser als Hausfrauen? NEIN.

Sind verheiratete Mütter besser als alleinerziehende? NEIN.

Bist du eine bessere Mutter, wenn du mit deinen Kindern exotische Urlaubsorte besuchst? NEIN.

Kannst du eine gute Mutter sein, wenn das urlaubigste, was du mit ihnen machst, in den Park gehen ist? JA.

Kannst du eine gute Mutter sein, wenn du die kompletten Sommerferien mit Aktivitäten durchgeplant hast? Jap.

Was ist, wenn du einen faulen Sommer geplant hast? Jap.

Dürfen Kinder fernsehen? Vollkommen deine Entscheidung!

Lassen gute Mütter ihre Kinder fernsehen? Ja.

Computerspiele spielen? Ja.

Was, wenn du dazu nein sagst? Auch gut. Es ist deine Entscheidung. Du bist die Mutter. Und zwar eine gute.

Ich bin Christin, meine Nachbarin ist Muslimin. Eine andere Freundin ist überhaupt nicht gläubig. WIR SIND ALLE GUTE MÜTTER.

Meine andere Freundin ist lesbisch. Ihre Kinder haben ZWEI Mütter. Sie sind beide gute Mütter.

Ich habe gestillt. Meine Kinder haben kaum Flaschenmilch bekommen. Bin ich eine bessere Mutter als die Mütter, die ihren Kindern die Flasche geben? NEIN.

Wie wäre es also, wenn wir alle mal von unserem hohen, verurteilenden Ross runtersteigen würden? Und einander einfach unterstützen? Und einfach sagen: Hey, es ist schwer, Mutter zu sein. Du machst einen guten Job. Kinder großzuziehen kann dich ganz schön fertigmachen. Du schaffst das aber.

Wie großartig wäre das bitte? Habe ich mir nur mal so gedacht.“

Wir applaudieren diesem tollen Beitrag! Mütter verurteilen viel zu oft die Entscheidungen anderer. Natürlich muss man nicht alles gut finden, was andere machen, aber schließlich versuchen doch alle nur, die schwierige Aufgabe irgendwie zu bewältigen. Also, liebe Mamis: Macht euer Ding – ihr macht das super!

Bildquelle: iStock/DGLimages, giphy.com, Facebook/The 21st Century SAHM


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