Nährstoffcheck für schwangere Veganerinnen

Veganerinnen sollten in der Schwangerschaft besonders auf ihre Versorgung achten. Ein regelmäßiger Nährstoffcheck hilft, Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Wer vergan lebt und sich damit wohl fühlt, muss auch in der Schwangerschaft seine Ernährung nicht komplett umstellen. Auch für Schwangere ist es möglich, an einer veganen Lebensweise festzuhalten. Sie sollten allerdings in der Monaten der Schwangerschaft ganz besonders auf eine ausgewogene Ernähung achten und auch den zusätzlichen Bedarf an verschiedenen Nährstoffen berücksichtigen. Nur so kann gewährleistet werden, dass sowohl der Körper der werdenden Mutter als auch die Entwicklung des Kindes durch die vegane Ernährung nicht beeinträchtigt werden. Nach Meinung von Ernährungsexperten des Vegetarierbundes Deutschland (Vebu) in Berlin schadet es Mutter und Kind grundsätzlich nicht, wenn Veganerinnen auch während der Schwangerschaft gänzlich auf tierische Lebensmittel verzichten. Umso wichtiger sei es aber in dieser Zeit, Nahrungsmittel sorgfältig und gezielt im Hinblick auf eine lückenlose Versorgung von Mutter und Kind auszuwählen. Zudem raten die Experten vegan lebenden Schwangeren, ihren behandelnden Arzt über ihr Ernährungskonzept zu informieren und regelmäßige Nährstoffchecks durchführen zu lassen. Zu Beginn der Schwangerschaft sei es außerdem sinnvoll, eine ausführliche Ernährungsberatung mitzumachen, um sich wertvolle Tipps für eine ausgewogene und gezielte vegane Ernährung zu holen.

Auch Schwangere können sich weiterhin vegan ernähren.

Schwangere Veganerinnen sollten auf nährstoffreiche Lebensmittel achten.


Ideale Nährstofflieferanten für schwangere Veganerinnen

Als Faustregel sollten vegan lebende Schwangere beachten, dass sie aufgrund der Mitversorgung ihres Kindes etwa ab dem vierten Schwangerschaftsmonat einen um ca. 250 Kalorien erhöhten Energiebedarf haben. Deshalb ist es spätestens ab diesem Zeitpunkt wichtig, gezielt zu Lebensmitteln zu greifen, die eine besonders hohe Energiedichte aufweisen. Neben Obst und Gemüse sind auch Vollkornwaren und Hülsenfrüchte ideale Energielieferanten für die vegane Ernährung. Neben dem erhöhten Energiebedarf ist es für Veganerinnen ab dem vierten Schwangerschaftsmonat auch wichtig, ihre Eiweißversorgung um etwa 20 Prozent zu erhöhen. Sie sollten gezielt zu proteinreichen Lebensmitteln wie etwa Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und vor allem Nüssen greifen. Der erhöhte Vitamin-B-6-Bedarf, der sich im Verlauf einer Schwangerschaft einstellt, kann nach Angaben des Vegetarierbundes Deutschland am besten durch Bananen, Walnüsse, Avodados und Kohl gedeckt werden. Dabei ist es den Experten zufolge empfehlenswert, mindestens ein Drittel, besser noch die Hälfte der verwendeten Lebensmittel in Form von unerhitzter Frischkost zu sich zu nehmen. Da vegan lebende Frauen einen erhöhten Bedarf an lebensnotwendigen Fettsäuren haben, die der Körper nicht selbst produzieren kann, sollten sie häufig zu Leinöl greifen, das einen hohen Gehalt an alpha-Linolensäure aufweist. Das Angebot speziell auf eine vegane Lebensweise abgestimmter Nahrungsmittel ist inzwischen sehr vielseitig geworden. Veganerinnen sollten sich bei ihrem behandelnden Arzt oder im Rahmen der Ernährungsberatung gezielt nach Möglichkeiten erkundigen, ihren Speiseplan in der Schwangerschaft zu erweitern und auf den erhöhten Nährstoffbedarf abzustimmen.

Veganerinnen müssen auch im Falle einer Schwangerschaft ihre Ernährung nicht komplett umstellen. Eine vegane Ernährung ist auch während der Schwangerschaftsmonate möglich. Werdende Mütter sollten sich allerdings im Vorfeld im Rahmen einer Ernährungsberatung umfassend über den erhöhten Nährstoffbedarf informieren und durch eine gezielte Auswahl der Lebensmittel dafür Sorge tragen, dass weder der eigene Körper noch die Entwicklung des Babys durch eine vegane Lebensweise beeinträchtigt werden.


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Was denkst du?

  • Anna_HeHe am 06.10.2014 um 16:39 Uhr

    Ein Nährstoffcheck ist immer wichtig, egal ob Veganerin oder nicht. Meiner Erfahrung nach sind es eher die Fleischfresser, die sich so gar nicht mit ihrer Ernährung auseinandersetzen und dann Mangelerscheinungen haben, weil sie denken, sie essen ja alles, also muss auch alles in Ordnung sein. Veganer sind eher intelligente Menschen, die sich auch mit dem auseinandersetzen, was sie essen. GENAU deswegen wird man ja Veganerin!

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  • woop_woop am 20.08.2014 um 17:28 Uhr

    Veganerinnen setzen sich in der Regel sowieso sehr informiert und kritisch mit ihren Essgewohnheiten auseinander. Da werden sie auch in der Schwangerschaft auf die richtigen Nährstoffe setzen!

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  • janeybug am 17.03.2014 um 10:20 Uhr

    Super Artikel! So ein Nährstoffcheck für Veganerinnen ist echt wichtig. Ich finde es gut, dass hier vegane Ernährung während der Schwangerschaft nicht kategorisch abgelehnt wird. Für die meisten Veganer ist das ja keine Laune, sondern eine Lebenseinstellung, die man auch während der Schwangerschaft nicht über den Haufen werfen möchte. Und wenn man darauf achtet, dass das Baby trotzdem alles bekommt, was es braucht, dann ist doch alles gut!

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  • QuarkTorte123 am 07.02.2014 um 17:15 Uhr

    Der Nährstoffcheck ist echt praktisch! Vor allem für Veganerinnen ist das ja echt wichtig!

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  • hannahmoon am 06.08.2013 um 15:04 Uhr

    Man sollte generell auf eine gesunde Ernährung achten und der Nährstoffcheck ist eine super Idee, vor allem bei Schwangeren. Ich habe jedoch beobachtet, dass sich veganer so oder so gerne mit gesunder Ernährung auseinandersetzten und meist "Experten" sind, was vollwertige Ernährung angeht. Veganer leben - prozentual gesehen - in der Regel gesunder, da sie Nahrung gut auswählen und.

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  • Enid1988 am 30.04.2013 um 10:43 Uhr

    Ein Nährstoffcheck sollten alle Schwangeren von Zeit zu Zeit machen, denke ich. Eine Ernährungsberatung ist auch ne tolle Sache. Aber für Veganerinnen und Vegetarierinnen ist es sicher besonders sinnvoll, denke ich auch.

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  • Samtpfoetchen87 am 29.04.2013 um 12:25 Uhr

    Schlecht finde ich die Idee echt nicht. Würde ich auch als Vegetarierin machen, wenn ich schwanger bin und sogar, wenn ich keine spezielle Ernährung verfolge. Schaden kann es ja nicht, wenn man regelmäßig überprüft, ob man gut versorgt ist und das Kind auch.

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  • Rapunzella am 29.04.2013 um 09:56 Uhr

    Eine Kollegin von mir ist Veganerin und sie hat auch sehr auf ihre Nährstoffversorgung geachtet, als sie schwanger war. Ihr Frauenarzt hatte auch so eine Gruppenernährungsberatung, zu der sie dreimal gegangen ist. Finde ich auf jedne Fall sinnvoll.

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