Ist eine Grippe in der Schwangerschaft gefährlich für das Kind?

Grippe in der Schwangerschaft

Viele werdende Mütter fürchten sich vor einer Grippe in der Schwangerschaft. Sie haben Angst, dass die Krankheit dem ungeborenen Kind schaden könnte. Auch bei den Medikamenten, die der Arzt verschreibt oder die man rezeptfrei in der Apotheke erwerben kann, sind sich viele Frauen unsicher, ob sie Nebenwirkungen auf das Ungeborene haben. Doch keine Sorge, eine Grippe in der Schwangerschaft ist in der Regel nicht schlimmer als jede andere Grippe auch.

Grippe in der Schwangerschaft: kranke Frau auf der Couch.
Ist eine Grippe in der Schwangerschaft gefährlich für das Kind?
Das Wichtigste gleich zu Anfang: Eine Grippe in der Schwangerschaft stellt in der Regel keine Gefahr für das ungeborene Kind dar, da sich der Grippevirus nicht auf den Fötus übertragen kann. Dennoch solltest Du auf jeden Fall zum Arzt gehen. Für die Untersuchung und Behandlung ist es besonders wichtig, die Schwangerschaft zu erwähnen, wenn sie noch nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist. Damit wird die Gefahr ausgeschlossen, dass der Arzt Medikamente verschreibt, die nicht für Schwangere geeignet sind. Eine Behandlung mit den falschen Medikamenten kann dem Baby nämlich durchaus schaden. Wenn Du unter einer Grippe in der Schwangerschaft leidest, solltest Du regelmäßig Deine Temperatur messen. Steigt das Fieber auf über 39 Grad, ist eine sofortige Behandlung entscheidend, die notfalls auch im Krankenhaus erfolgen sollte. Verursacht eine Grippe in der Schwangerschaft eine zu hohe Körpertemperatur, kann nämlich der Fötus in Mitleidenschaft gezogen werden. Mögliche Folgen können eine Fehlgeburt oder vorzeitige Wehen sein. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass hohes Fieber, das über längere Zeit in der Frühschwangerschaft auftritt, zu Fehlbildungen des Kindes führen kann. Deshalb sollten gerade Schwangere im ersten Trimenon Personen mit hohem Fieber meiden.
Eine Grippe in der Schwangerschaft muss auskuriert werden

In der Schwangerschaft sind Frauen besonders anfällig für Erkrankungen, da das Immunsystem geschwächt ist. Dies liegt vor allem daran. Dass die körpereigenen Abwehrstoffe beeinträchtigt sind, weil Schwangere gleich zwei Körper versorgen müssen. Schwangere haben zusätzlich weniger rote Blutkörperchen, was bedeutet, dass weniger Sauerstoff transportiert werden kann. Dadurch können schwangere Frauen schlechter atmen, was eine Grippe in der Schwangerschaft zu einer doppelten Belastung werden lässt. Falls Du Dich anstecken solltest, ist es wichtig, die Erkrankung gänzlich auszukurieren. Schwangere Frauen sollten sich auf jeden Fall von der Arbeit freistellen lassen und so lange im Bett bleiben, bis alle Symptome wieder verschwunden sind. Außerdem ist es wichtig, den Hausarzt zu konsultieren, um die genaue Ursache der Krankheit abklären zu lassen und sicherzugehen, dass es sich wirklich nur um eine Grippe in der Schwangerschaft handelt. Paracetamol kann dann dabei helfen, die Symptome zu lindern. Der Wirkstoff hilft gegen Schmerzen und lässt auch das Fieber sinken. Zwar gibt es immer wieder Studien, die einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Paracetamol in der Schwangerschaft und einer späteren Asthmaerkrankung bei Kindern herstellen, dennoch konnte diese Tatsache bis jetzt nicht eindeutig belegt werden. Es gilt: Je weniger Medikamente in der Schwangerschaft, desto besser. Auch Paracetamol sollte daher nur im Notfall eingenommen werden, rät beispielsweise die Europäische Arzneimittelagentur. Deshalb gilt gerade bei einer Grippe in der Schwangerschaft, sich immer sorgfältig die Packungsbeilage durchzulesen und die Einnahme des Mittels mit dem Arzt abzusprechen. So können schwangere Frauen sicher sein, dass das Präparat zur Behandlung einer Grippe in der Schwangerschaft geeignet ist und dem Kind nicht schadet. Zudem ist es wichtig, dass Du ausreichend isst und trinkst, um schnell wieder zu Kräften zu kommen – auch wenn Du keinen Appetit hast. Tee, Vollkornprodukte, Milch und Obst oder Säfte mit viel Vitamin C machen Dich wieder fit und stärken das geschwächte Immunsystem. Vorsichtig sollten werdende Mütter allerdings mit warmen Bädern sein, denn jegliche Form von Wärme und Kälte, wie beispielsweise bei dem Besuch einer Sauna, könnten Wehen auslösen und den Muttermund öffnen.

Kann man eine Grippe in der Schwangerschaft mit Antibiotika behandeln?

Eine Grippe wird oft mit rezeptpflichtigen Antibiotika behandelt. Das ist bei einer Grippe in der Schwangerschaft nicht anders. Doch bevor Du auf Antibiotika zurückgreifst, solltest Du auf jeden Fall den Hausarzt zu Rate ziehen und ihn über die Schwangerschaft aufklären. Auch die Information, in welcher Schwangerschaftswoche Du Dich gerade befindest, kann von Bedeutung sein. Manche Antibiotika sind nämlich nicht zur Behandlung einer Grippe in der Schwangerschaft geeignet. Andere dürfen wiederum nur in einem bestimmten Zeitraum der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.

Impfung gegen Grippe in der Schwangerschaft

Bevor es überhaupt zu einer Grippe in der Schwangerschaft kommt, können auch Schwangere vorsorglich etwas tun. So ist es für werdende Mamis beispielsweise ungefährlich, sich gegen eine Grippe impfen zu lassen. Die Grippeimpfung an sich wird mit inaktiven Viren durchgeführt. Das bedeutet, dass der Körper zwar Antikörper gegen die Viren bildet, die Grippe in der Schwangerschaft aber nicht ausbrechen kann. Doch auch in diesem Fall gilt es, den Arzt über die Schwangerschaft in Kenntnis zu setzen, bevor man sich impfen lässt.

Wie kann ich einer Grippe in der Schwangerschaft alternativ vorbeugen?

Die beste Maßnahme, um einer Grippe in der Schwangerschaft vorzubeugen, ist, das Risiko einer Ansteckung so gering wie möglich zu halten. Wenn eine Grippewelle im Umlauf ist, sollten sich schwangere Frauen daher möglichst von stark bevölkerten Orten fernhalten. Dazu zählen zum Beispiel die U-Bahn oder der Bus, Bibliotheken oder Einkaufszentren. Auch das Kino ist ein Ort, an dem sich Viren gut verteilen können. Viel Bewegung und eine gesunde Ernährung stärken das Immunsystem zusätzlich und können so einer Grippe in der Schwangerschaft entgegenwirken.

Eine Grippe in der Schwangerschaft ist nicht viel schlimmer als eine normale Grippe. Vielleicht fühlst Du Dich etwas geschwächter, da Dein Körper zwei Aufgaben zugleich zu meistern hat. Wenn Dein Fieber aber nicht zu hoch wird und Du bei der Einnahme von Medikamenten Acht gibst, werden Du und Dein Baby eine Grippe in der Schwangerschaft ohne Probleme überstehen.

Bildquelle: iStock/Thinkstock


Kommentare (4)

  • Juliette am 16.05.2013 um 09:51 Uhr

    Ich will auch echt keine Grippe in der Schwangerschaft. Auch für Nicht-Schwangere ist die teilweise hart.

  • alternativemami am 05.04.2013 um 12:56 Uhr

    Vor einer Grippe in der Schwangerschaft hätte ich aber trotzdem Angst. Mich wirft eine normale Grippe schon immer so aus der Bahn.

  • Kinsi am 15.02.2013 um 08:30 Uhr

    Ich hatte auch eine Grippe in der Schwangerschaft... War aber zum Glück nicht so schlimm!

  • INA_28 am 07.02.2013 um 17:32 Uhr

    mich hats gerade voll erwischt :- dieser Artikel nimmt uns die Angst das die Medikamente unserer Maus schaden! Danke!! Ina & Nina 16+1