Ängste in der Schwangerschaft
Christina Tobiasam 12.09.2017

Auch wenn der Kinderwunsch stark ist und das Baby weder ungewollt noch ungeplant im Bauch heranwächst, können dich Ängste in der Schwangerschaft plagen. Wir haben sechs hilfreiche Tipps für dich, wie du deine Sorgen hinter dir lässt!

Die meisten Frauen machen während ihrer Schwangerschaft Phasen durch, in denen sie die eine oder andere Sorge umtreibt. Von Geldsorgen bis hin zu Versagensängsten ist alles dabei. Wir haben sechs hilfreiche Tipps, um die verschiedenen Ängste zu überwinden.

#1 Angst vor Beziehungsproblemen

Ein Baby kann eine Beziehung in vielerlei Hinsicht strapazieren. Viele Frauen fühlen sich schon in der Schwangerschaft wegen der dicken Babykugel nicht mehr so attraktiv für den Partner und fürchten, betrogen oder sogar verlassen zu werden. Aber auch nach der Geburt verändert sich bei vielen Paaren das Sexleben und es bleibt nur noch wenig Zeit für die Pflege der Beziehung, da sich alles um den kleinen neuen Mitbewohner dreht. Ein gemeinsames Kind kann aber auch ungemein zusammenschweißen und der Beziehung einen neuen Fokus und frischen Wind verleihen.

Tipp: Versuche nicht alles schwarzzumalen und denke an eine Trennung oder Scheidung, sondern rede mit deinem Partner offen über deine Sorgen und Ängste. Nehmt euch Zeit füreinander und freut euch gemeinsam auf die vielen neuen Erfahrungen, die euch erwarten.

Sorgen in der Schwangerschaft

Viele Frauen haben Ängste in der Schwangerschaft.

#2 Angst davor, keine gute Mutter zu sein

Das Muttersein ändert viel in deinem Leben und natürlich hast du Vorstellungen, wie es sein wird, und stellst tendenziell zu hohe Ansprüche an dich selbst. Sich unter Druck zu setzen, ist aber keine gute Idee. Auch eine gute Mutter wird im Laufe der Erziehung Fehler machen – und das ist völlig in Ordnung! Viele Entscheidungen triffst du einfach aus deinem Gefühl heraus. Hauptsache ist, dass du dein Kind liebst und für es sorgst, der Rest ergibt sich meist von selbst!

Tipp: Sprich mit jemandem, den du für eine gute Mutter hältst. Dein Vorbild kann dabei deine eigene Mutter sein, deine Tante, deine Oma oder eine Freundin. Lass dir von ihnen erklären, wie es für sie damals war, und hol dir gegebenenfalls ein paar Erziehungstipps. Der Austausch wird dir gut tun und helfen, deine Ängste hinter dir zu lassen.

#3 Angst vor einer Fehlgeburt

Ängste in der Schwangerschaft hängen natürlich sehr oft mit der Gesundheit und dem Wohlergehen des Kindes zusammen. Des Öfteren fragst du dich: Geht es meinem Baby im Bauch überhaupt gut? Solange es fröhlich in deinem Bauch strampelt, ist wahrscheinlich alles in Ordnung, merkst du ein oder zwei Tage gar nichts, wahrscheinlich auch. Trotzdem fällt es vielen Frauen schwer, die Sorgen abzuschütteln. Besonders, wenn sie selbst mit Krankheiten zu tun haben, wie Schwangerschaftsdiabetes oder auch nur einem Schnupfen, bricht gleich die Panik aus, dass es dem Kind schlecht gehen könnte. Frauen, die bereits eine Fehlgeburt durchmachen mussten, sind dabei verständlicherweise noch ängstlicher. Auch wenn es schwerfällt: Übe dich so gut es geht in Gelassenheit und vertraue auf deinen Körper und deine Instinkte.

Tipp: Rede mit deinem Arzt über deine Unsicherheiten und frag gegebenenfalls, ob du häufiger zur Untersuchung kommen kannst. Wenn dich das noch nicht vollständig beruhigt, kannst du dir eine Art Ultraschallgerät für Zuhause besorgen. Ein AngelSound lässt dich die Herztöne deines Kindes abhören. Benutze solche Geräte allerdings mit Vorsicht und verwende sie auf keinen Fall täglich. Manchmal kann es sein, dass du die Herztöne des Kindes nicht hörst, weil es dafür nicht richtig liegt – und dann ist deine Panik plötzlich stärker denn je.

#4 Angst vor der Geburt und den damit verbundenen Schmerzen

Von der um den Hals gewickelten Nabelschnur bis hin zum ewig langen Kreißsaal-Aufenthalt: Als Frau hört man im Laufe des Lebens einige verstörende Geschichten rund um die Geburt. Die Angst vor der Geburt kommt also nicht von ungefähr. Trotzdem ist sie ein besonderes Erlebnis, das nicht von Furcht und Sorge überschattet sein sollte. Am besten ist es, sich im Vorfeld umfassend über die Möglichkeiten vom Kaiserschnitt bis zur PDA zu informieren. So brauchst du Schmerzen und Komplikationen nicht zu fürchten, weil du weißt, was du für Optionen im Ernstfall hast.

Tipp: Mache einen Geburtsvorbereitungskurs! Hier lernst du Atemtechniken, die dich vor und während der Geburt entspannen.

#5 Angst um die berufliche Zukunft

Kind und Karriere miteinander vereinbaren

Mutter und gleichzeitig arbeitstätig zu sein, ist nicht immer einfach.

Karriere und Kind – geht das überhaupt zusammen? Tatsächlich ist das eine Frage, die oft kontrovers diskutiert wird. Generell lässt sich erst einmal sagen, dass es in Deutschland den Mutterschutz gibt, der schwangere Frauen davor bewahrt, einfach aufgrund ihrer Schwangerschaft gekündigt zu werden. Soweit so gut, doch was Frauen vor allem beschäftigt, ist die Frage, wie es mit der Karriere nach der Geburt des Kindes weitergeht, denn auf dem Arbeitsmarkt haben es Mütter oft schwerer. Der Wunsch wieder in den Berufsalltag zurückzukehren ist dennoch bei vielen Mamas sehr stark. Ein Grund dafür, ist der Lohn des Mannes, der heute zum Ernähren einer Familie häufig nicht mehr ausreicht. Doch auch die Frau, die ihre Karriere als wichtig empfindet und auf eigenen Beinen stehen und ihrem Kind ein positives Vorbild sein will, ist ein entscheidender Grund.

Tipp: Nach der Schwangerschaft brauchst du nicht von null auf hundert wieder einsteigen, sondern kannst mithilfe von Teilzeit-Modellen langsam ins Berufsleben zurückfinden. Sprich mit deinem Chef oder dem Arbeitsamt und informiere dich über deine Möglichkeiten.

#6 Angst vor finanziellen Problemen

Ja, die Kosten für ein Kind sind nicht gerade unerheblich und deshalb zählt das liebe Geld auch zu den Hauptgründen, warum Frauen keine Kinder wollen. Ist die Schwangerschaft ungeplant passiert und du willst oder musst dein Baby alleine erziehen, sorgt die neue finanzielle Belastung sicher bei dir für einiges Kopfzerbrechen. Spätestens, wenn es an die ersten Anschaffungen von Kinderwagen, Windeln und Co. geht, merkt man wirklich, worauf man sich eingelassen hat. Bevor dir die Schweißperlen auf der Stirn stehen, solltest du dich fragen, worauf es wirklich ankommt, darauf, dass dein Nachwuchs im Bugaboo sitzt oder dass er von ganzem Herzen geliebt wird? Eben! Auch wenn du deinem Kind nicht immer jeden Wunsch erfüllen kannst und das schmerzt, ist Liebe so viel wichtiger als Geld.

Tipp: Im Dschungel rund um Mutterschaftsgeld, Elterngeld, Kindergeld und Co. kann man leicht durcheinander kommen. Suche eine Beratungsstelle auf, die dich über deine Möglichkeiten zur Unterstützung informiert! Wenn die finanziellen Ängste in der Schwangerschaft dadurch trotzdem nicht verschwinden wollen, versuche Möglichkeiten zum Sparen zu finden. Niedliche Babykleidung gibt es zum Beispiel auch im Secondhand-Laden und Drogerien haben kostenlose Babyclubs, die dich mit vergünstigten oder Gratis-Produkten von der Kuscheldecke bis zum Schnuller unterstützen.

Video: 8 Tipps für eine entspannte Schwangerschaft

Für dich und dein Baby ist es gesünder, wenn du hin und wieder entspannst und die Ängste in der Schwangerschaft nicht die Oberhand gewinnen lässt. In unserem Video erfährst du acht hilfreiche Tipps!

Ängste vor und in der Schwangerschaft sind etwas ganz Normales. Auch wenn du von Natur aus dazu neigst, dir häufig Sorgen zu machen, solltest du dennoch versuchen, positiv zu bleiben und die Furcht nicht die Oberhand gewinnen zu lassen. Schließlich ist ein Kind ein Geschenk, dem du mit viel Freude und einer Prise Gelassenheit begegnen solltest. Hast du noch mehr hilfreiche Tipps für ängstliche Schwangere? Verrate uns deine Erfahrungen in den Kommentaren!

Bildquelle: iStock/AntonioGuillem, TatyanaGl, Halfpoint

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