Der Schleimpfropf

Der Schleimpfropf löst sich

Der Schleimpfropf

am 21.04.2015 um 10:33 Uhr

Im letzten Trimester bist Du gerade als zukünftige Erstmami vermutlich sehr aufgeregt. Was erwartet Dich wohl nun? Wie wird die Geburt ablaufen? Und ab wann musst Du eigentlich ins Krankenhaus? Als Indikator für die letzte Frage kann Dir in gewisser Weise der Schleimpfropf dienen.

Was ist eigentlich der Schleimpfropf?

Wenn es in die letzten Wochen der Schwangerschaft geht, bist Du vermutlich schon sehr aufgeregt. Eine der wichtigsten Fragen als zukünftige Mami, ist natürlich die, ab wann Du eigentlich ins Krankenhaus musst. Glücklicherweise gibt es einige Indikatoren, die Dir zeigen können, wann es in etwa so weit ist. Einer dieser Indikatoren ist der Schleimpfropf, der nach dem deutschen Gynäkologen Samuel Kristeller auch als Kristellscher Schleimpfropf bekannt ist. Dieser dichtet während der Schwangerschaft den Zervixkanal ab und schützt so Dich und Dein Baby vor gefährlichen Keimen. Kurz vor der Geburt löst er sich dann ab, sodass Du den Schleimpfropf als Zeichen der bevorstehenden Geburt werten kannst.

Schleimpfropf: Schwangere beim Lesen

Wenn der Schleimpfropf abgeht, dauert es nicht mehr lange, bis die Geburt beginnt.


Der Schleimpfropf vor der Schwangerschaft

Vor der Schwangerschaft gibt es in dem Sinne keinen wirklichen Schleimpfropf. Es spielt allerdings der Zervixschleim eine große Rolle, der sich in der Schwangerschaft zum Pfropfen bildet. Auch außerhalb einer Schwangerschaft bilden die Drüsen des Gebärmutterhalses nämlich schon einen Schleim, der je nach Abschnitt des Zyklus eine andere Konsistenz annimmt. Während Deiner unfruchtbaren Tage dichtet der Schleim die Gebärmutter ab und schützt diese vor Keimen. Teilweise kann der Zervixschleim je nach Frau tatsächlich eine Konsistenz annehmen, die der eines Schleimpfropfs sehr ähnlich ist. Vor allem wenn Du gerade die Pille abgesetzt hast, können die überschüssigen Hormone dafür sorgen, dass der Zervixschleim eine etwas dickflüssigere Konsistenz annimmt. Sobald Dein Eisprung näher rückt, verändert sich durch die Östrogene dann die Konsistenz des Schleims, sodass dieser dünnflüssiger und spinnbar wird. Das sorgt dafür, dass die Spermien hindurch schwimmen können und es leichter auf ihrem Weg in die Gebärmutter haben. Im Anschluss sorgt der vermehrte Ausschuss von Progesteron dafür, dass der Zervixschleim wieder dickflüssiger wird und weder Keime noch Spermien hindurch können. Ähnlich wird dann auch der Schleimpfropf in der Schwangerschaft gebildet.

Der Schleimpfropf während der Schwangerschaft

Der eigentliche Schleimpfropf bildet sich erst, wenn Du schwanger wirst. In dieser Zeit wird der Zervixschleim noch wesentlich zäher als in Deiner unfruchtbaren Phase und verschließt Deinen Muttermund. Solange er fest sitzt, sind Du und Dein Baby vor allen Keimen gut geschützt. Aus diesem Grund kannst Du auch eine bald einsetzende Geburt gut am Abgang von Deinem Schleimpfropf erkennen. Sobald der Schutz nicht mehr gewährleistet ist, wird Dein Baby sich nämlich bald schon auf den Weg machen, damit sich diese eher ungeschützte Zeit möglichst in Grenzen hält. Darüber hinaus hat der Pfropf auch noch die Aufgabe, die Gebärmutter zu stabilisieren. Geht er viel zu früh ab, kann es sein, dass Dein Kind aufgrund der instabilen Gebärmutter ebenfalls viel zu früh zur Welt kommt.

Der Schleimpfropf löst sich

In der Regel kann man sagen, dass Deine Geburt bald beginnen wird, sobald sich Dein Schleimpfropf ablöst. Dies ist in den meisten Fällen so. Oft dauert es noch gut ein bis zwei Tage, aber in der Regel wirst Du in dieser Zeit auch schon leichte Wehen spüren. In seltenen Fällen kann es jedoch auch sein, dass Dein Schleimpfropf sich sehr viel früher ablöst und zwar bis zu zwei Wochen bevor die eigentliche Geburt einsetzt. Solltest Du sehr unsicher sein, weil Du meinst, dass er sich bereits abgelöst hat, Deine Geburt aber einfach nicht beginnt, sprich am besten einmal mit Deiner Hebamme. Sie wird nachgucken können, ob alles in Ordnung ist. Dies gilt auch für den Fall, wenn Du beim Lösen des Pfropfes zu sehr blutest. Ein wenig Blut ist normal, denn schließlich beginnt nun auch die Gebärmutter sich zu öffnen. Sollte es jedoch zu viel werden, musst Du Dich in jedem Fall untersuchen lassen.

Wie sieht der Schleimpfropf aus?

Gerade so kurz vor der Geburt beobachtest Du Deinen Körper natürlich ganz genau und achtest auf jedes Zeichen. Um den Schleimpfropf zu erkennen, musst Du aber natürlich auch wissen, wie er aussieht. Viele Frauen sind sich hierin unsicher und das zurecht, denn sein Aussehen kann von Frau zu Frau variieren. Mal besteht er aus sehr viel Schleim und ist daher relativ leicht zu identifizieren, mal ist es aber so wenig, dass er Dir gar nicht auffällt. Auch der Anteil von Blut kann je nach Schleimpfropf stark variieren, sodass er mal dunkelrot, mal rosa und mal hellbraun aussehen kann. Teilweise ist es auch so, dass einige Frauen den Abgang des Pfropfes gar nicht erst bemerken, da er nur mit sehr wenig Blut und sehr wenig Schleim einhergeht.

Wenn Dein Schleimpfropf abgeht, ist dies ein mehr oder weniger sicheres Zeichen, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht. Oft dauert es dann nur noch einen Tag, bevor die Wehen richtig einsetzen und Dein Schatz sich auf den Weg macht. Wie der Pfropf aussieht, lässt sich allerdings nicht eindeutig sagen, da sein Aussehen von Frau zu Frau stark variieren kann.


Kommentare (2)

  • Oruma am 22.04.2015 um 15:24 Uhr

    Bisschen ekelig klingt das ja schon und die Google Bilder will ich mir gar nicht angucken. Wer auf die Idee kommt, das zu fotografieren...

  • SunShineEd_ am 16.04.2015 um 15:10 Uhr

    Davor hab ich eher etwas Schiss. Ich kann sowas ekeliges in letzter Zeit gar nicht ab mehr. Da wird mir bestimmt richtig schlecht.

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