Wehen fördern
Katja Gajekam 25.09.2017

Wenn der Geburtstermin zum Greifen nah ist, können werdende Mütter es meist kaum noch erwarten. Was ist jedoch, wenn der errechnete Tag der Geburt bereits vorüber ist und sich in deinem Bauch immer noch nichts tut? Anstatt ungeduldig auf die Uhr zu starren, kannst du ein paar kleine Tricks anwenden, um deine bisher ausbleibenden Wehen zu fördern.

Frau wartet auf Geburt

Manchmal kann ein Baby länger auf sich warten lassen. Hier findest du Mittel, welche deine Wehen fördern können.

Wehenfördernde Mittel, die wirklich helfen

Ab der 40. Schwangerschaftswoche ist dein Baby eigentlich bereit für die Geburt. Sollte es dennoch auf sich warten lassen, kannst du zu natürlichen Hausmitteln und Methoden greifen, dank welcher die Wehen endlich einsetzen können. Dies geschieht jedoch nicht einfach aus dem Nichts heraus, sondern kann nur klappen, wenn alle Voraussetzungen für die Geburt gegeben sind. So muss der Muttermund geburtsbereit sein, während sich dein Baby in einer geburtsbereiten Lage befinden sollte. Dann kannst du, nach vorheriger Absprache mit deinem Arzt oder deiner Hebamme, mit diesen kleinen Helfern deinen Wehen auf die Sprünge helfen!

#1 Spazierengehen

Ruhige und nicht zu anstrengende Bewegungen sorgen dafür, dass dein Baby leichter in die Geburtsposition rutscht. So kann sein Kopf auf deinen Gebärmutterhals drücken und dafür sorgen, dass das Wehenhormon Oxytocin freigesetzt wird.

#2 Sex

Paar beim SexSex gehört zweifellos zu den beliebtesten Methoden, um Wehen auszulösen. Dies hat zwei Gründe: Zum einen enthält Sperma das Hormon Prostaglandin, welches den Muttermund schön weich macht. Zum anderen kann die Muskelkontraktion bei deinem Orgasmus dafür sorgen, dass die Wehentätigkeit angeregt wird. Lies hier, welche Stellungen in der Schwangerschaft geeignet sind!

#3 Brustwarzenstimulation

Diese Methode zum Wehen auslösen ist sehr simpel, sollte jedoch nur unter Aufsicht der Hebamme durchgeführt werden. Dabei stimulierst du selbst, oder dein Partner, deine Brustwarzen durch eine leichte Massage. Dabei wird Oxytocin freigesetzt. Vorsicht: Ist die Stimulation zu stark, können sehr starke Wehen ausgelöst werden!

#4 Wehencocktail

Die Wehen mit einem Wehencocktail einzuleiten ist eine weitverbreitete Methode. Der Hauptbestandteil bei diesem von der Hebamme angerührten Getränk ist Rizinusöl. Es regt die Verdauung an und verursacht Darmbewegungen, die wiederum die Gebärmutter anregen sollen. Hier ist Vorsicht geboten: Nicht selten führt der Wehencocktail zu Durchfall und daraus resultierender Kraftlosigkeit.

#5 Heiß baden

Bei einem angenehm heißen Bad mit ätherischen Ölen wie Lavendel, Nelke oder Zimt werden alle deine Muskeln gelockert. Auf diese Weise kann sich die Gebärmutter entspannen. Lege dich zehn Minuten in die Wanne und achte darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist. Zudem solltest du nicht alleine zu Hause sein, falls du Kreislaufprobleme bekommst.

Schwangerschaftsgymnastik#6 Beckenbewegungen

Mithilfe eines Gymnastikballs kannst du ebenfalls versuchen, Wehen auszulösen. Setze dich dafür auf den Ball und fange an, mit deinem Becken kreisende Bewegungen auszuführen. Dadurch rutscht dein Kind in seine richtige Position. Ebenso gut soll übrigens ein Bauchtanzkurs helfen!

#7 Massage

Um die Wehen auszulösen gibt es zwei Möglichkeiten der Massage. Zum einen die Fußreflexzonenmassage, bei der bestimmte Punkte von deiner Hebamme oder einer anderen Fachkraft stimuliert werden, um die Gebärmutter anzuregen. Angenehm ist auch eine Bauchmassage mit ätherischen Ölen, wobei einerseits die Massagebewegungen als auch die Gewürze Wehen fördern können.

#8 Himbeerblättertee

Abwarten und Tee trinken heißt es bei diesem Hausmittel. Denn ein leckerer Tee aus Himbeerblättern kann die Beckenbodenmuskulatur sowie den Muttermund lockern, stärker durchbluten und somit Wehen auslösen.

#9 Akupunktur

Mithilfe von Akupunktur können Wehen ausgelöst werden. Dabei werden die dünnen Nadeln für etwa 20 Minuten an bestimmte Entspannungspunkte gesetzt, verströmen Wärme und sorgen für mehr Durchblutung. Dadurch soll sich der Muttermund besser öffnen können.

Ananas in der Schwangerschaft#10 Ananas

Um mit diesem Hausmittel wirksam Wehen zu fördern, musst du schon eine größere Menge davon essen. Aber wenn du ohnehin total auf Ananas stehst, ist dies vielleicht das Richtige für dich. Denn Ananas enthält ein Enzym, welches den Muttermund weich machen soll. Also dann: Lass es dir schmecken!

#11 Zimt

Zimt ist ein super Mittel, um Wehen zu begünstigen. In Form von Zimtsternen oder als Tee regt er die Durchblutung in der Beckenregion an, was Wehen fördern kann. Für den Tee kannst du drei Zimtstangen klein bröseln und mit 200 Millilitern kochendem Wasser übergießen.

Die 7 häufigsten Schwangerschaftsmythen

So können Wehen in der Klinik gefördert werden

Damit es nicht zu Komplikationen kommt, kann auch im Krankenhaus einiges getan werden, damit die Wehen ausgelöst werden. Bevor medikamentös eingegriffen wird, gibt es diese natürlichen und hormonellen Möglichkeiten:

#12 Nelkentampon

Arzt oder Hebamme führen einen Tampon, der vorher in Nelkenöl getränkt wurde, in deine Vagina ein. Das Öl soll dafür sorgen, dass dein Muttermund weicher wird und so die Geburt schneller herbeiführen.

Schwangere Frau und Ärztin#13 Muttermundmassage

Deine Hebamme oder dein Arzt kann sanft deinen Muttermund massieren, damit das Hormon Oxytocin verstärkt ausgeschüttet wird. Vorsicht: Diese Massage kann etwas unangenehm werden.

#14 Prostaglandin

Im Krankenhaus wird dir ein Zäpfchen, manchmal auch ein Gel, mit dem Hormon Prostaglandin eingeführt. Dies ist auch in Sperma enthalten und sorgt dafür, dass die Muskelfasern des Muttermunds angeregt werden.

Achte darauf, dass du nicht alle Methoden und Mittel wie wild kombinierst, sondern bleibe geduldig und erzwinge nichts. Bei manchen Tipps kann es sogar wenige Tage dauern, bis du die Wehen spürst. Die Finger solltest du übrigens von zu anstrengenden Bewegungen, Einläufen und selbst durchgeführten Experimenten mit Abführmitteln wie Rizinusöl lassen, auch wenn diese öfter empfohlen werden. Denn sie können Kreislaufprobleme, Übelkeit oder Schwächegefühle verursachen!
Hast du weitere Tipps, mit denen du vielleicht schon deine Wehen fördern konntest? Erzähle uns gerne davon.

Bildquelle:

iStock/LiudmylaSupynska/Artfoliophoto/Jacob Ammentorp Lund/grinvalds/GOLFX/ValuaVitaly

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