Leistenschmerzen in der Schwangerschaft

Mögliche Ursachen

Leistenschmerzen in der Schwangerschaft

Judith Heineam 19.04.2017 um 18:44 Uhr

Du verspürst Leistenschmerzen in der Schwangerschaft? Welche möglichen Ursachen hinter dem Schmerz in der Leistengegend stecken können und was zu tun ist, erfährst Du hier.

Ursachen von Leistenschmerzen in der Schwangerschaft

Ursachen für Leistenschmerzen in der Schwangerschaft

Was sind die Ursachen für Leistenschmerzen in der Schwangerschaft?

Während einer Schwangerschaft befindet sich Dein Körper in einem Ausnahmezustand, der auch die ein oder andere unangenehme Belastung mit sich bringt. Eine dieser Unannehmlichkeiten können Leistenschmerzen in der Schwangerschaft sein. Ihre Ursachen können ganz unterschiedlicher Natur sein und sollten immer von Deinem behandelnden Frauenarzt untersucht werden.

#1 Hormonell bedingte Gewebelockerung

Ist Dein Leistenkanal von Geburt an weit, entwickelt sich manchmal in der Schwangerschaft ein Leistenbruch, auf den meist eine Schwellung in der Leiste hindeutet. Aus demselben Grund können aber auch genauso gut Nierensteine Auslöser von Leistenschmerzen in der Schwangerschaft sein. Sie verabschieden sich meist spontan und auf natürlichem Weg über die Harnleiter, da auch diese geweitet sind.

#2 Beckenringlockerung

Eine schwangerschaftsbedingte Beckenlockerung ist ganz normal, denn Dein Baby braucht zunehmend Platz im Mutterleib und muss während der Geburt durch den Kanal tief im Becken gleiten. Besonders in der Zeit vor der Geburt kann eine vermehrte Beckenringerweiterung Leistenschmerzen in der Schwangerschaft auslösen. Manche betroffene Mütter spüren die zunehmenden Beschwerden in der Leistengegend schon mit Beginn des 3. Trimesters, andere erst kurz vor der Geburt oder danach.

#3 Blasenprobleme

Beschwerden wie eine Blasenentzündung treten in der Schwangerschaft vergleichsweise häufig auf, da die sich vergrößernde Gebärmutter auf die Blase drückt und deren Kapazität abnimmt. Brennen beim Wasserlassen und Druck in der Blasengegend sind typische Symptome. Schmerzen in der Leiste als solche sind eher untypisch. Das Schmerzbild lässt sich gefühlsmäßig jedoch nicht immer genau abgrenzen, weshalb eine Blasenentzündung nicht selten mit Leistenschmerzen in der Schwangerschaft verwechselt wird.

#4 Schmerzen im Unterleib

Unterleibsschmerzen in der Schwangerschaft können der eigentliche Grund für den Leistenschmerz sein. Diese können wiederum unterschiedliche Ursachen haben. So kann zum Beispiel eine Eileiterschwangerschaft der Auslöser für die Beschwerden sein. Schmerzen im Unterleib auf der entsprechenden Seite, die mitunter bis in die Leiste ziehen, sowie ab der 6. Schwangerschaftswoche bis 9. SSW auftretende Schmierblutungen können Anzeichen dafür sein.

#5 Schwangerschaftsunabhängige Ursachen

Schwangerschaftsunabhängige Ursachen für Leistenschmerzen

Deine Leistenschmerzen können ebenso schwangerschaftsunabhängiger Natur sein.

Während Deiner Schwangerschaft bist Du natürlich auch vor schwangerschaftsunabhängigen Erkrankungen nicht geschützt, die ebenso für Deine Leistenschmerzen verantwortlich sein können. So gehören zum Beispiel Blinddarm-Operationen zu den häufigsten nicht-gynäkologischen Eingriffen bei Schwangeren. Die meisten schwangerschaftsunabhängigen Krankheiten betreffen tatsächlich in erster Linie den Unterbauch, wobei die Schmerzen bis in die Leistengegend reichen können:

  • Blinddarmentzündung, in der Regel auf der rechten Bauchseite
  • Eierstockzyste
  • Darmentzündung, vorzugsweise links im Unterbauch
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankung
  • Bandscheibenvorfall mit Schmerzen im unteren Bauch- oder Leistenbereich

Je nachdem, welchen schwangerschaftsunabhängigen Ursachen Deine (einseitigen) Leistenschmerzen in der Schwangerschaft zugrunde liegen, kann es zu deutlichen Begleitsymptomen kommen: Fieber, Erbrechen, ausgedehnten Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall, Gefühlsstörungen oder Muskelschwäche am Bein.

HINWEIS: Nimm bei Leistenschmerzen in der Schwangerschaft auf keinen Fall auf eigene Faust ein Schmerzmittel ein, sondern wende Dich an Deinen behandelnden Gynäkologen!

Bildquellen: iStock/kjekol, iStock/structuresxx, iStock/nd3000

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