Petersilie in der Schwangerschaft
Anna Groß am 27.03.2017

Dem Verzehr von Petersilie in der Schwangerschaft wird nachgesagt, gefährlich zu sein. Doch warum? Was steckt in dem Küchenkraut, das für ein ungeborenes Baby schädlich sein könnte? Ob Du beim Essen in der Schwangerschaft wirklich auf Petersilie verzichten solltest, erfährst Du hier.

Was steckt in Petersilie?

In Petersilie sammelt sich eine ungewöhnliche Menge an Vitalstoffen und Spurenelementen – Vitamin B1, B2, C und E sowie Beta-Carotin sind nur einige davon. Aufgrund dieser Reichhaltigkeit an Mineralstoffen kann der Verzehr von Petersilie sehr gesund und bei vielen Beschwerden äußerst hilfreich sein:

  • Sodbrennen und Aufstoßen
  • steigert das Leistungsvermögen
  • bekämpft Erschöpfungszustände
  • stärkt das Herz
  • löst Cholesterin in den Venen auf
  • unterstützt die Nebennieren
  • baut Knochen und Zahnschmelz auf
  • beugt Geburtsfehlern vor
  • verbessert die Nährstoffaufnahme
  • beseitigt das Völlegefühl im Magen
  • reduziert Entzündungen
  • motiviert die körpereigenen Abwehrkräfte
  • reguliert das Hormonsystem
  • kann bei Gicht, Rheuma und Depressionen helfen.

Während einer Schwangerschaft soll die Heilpflanze allerdings alles andere als förderlich für die Embryo-Entwicklung sein. Doch was ist wirklich an dieser Behauptung dran?

Petersilie in der Schwangerschaft gefährlich oder nicht

Kann das Essen von Petersilien in der Schwangerschaft wirklich gefährlich fürs Kind werden?

Ist Petersilie in der Schwangerschaft gefährlich?

Wir können Entwarnung geben: In normalen Mengen kannst Du Petersilie in der Schwangerschaft weiterhin als Küchengewürz nutzen, es sei denn Du merkst, dass Du sehr empfindlich auf das Kraut reagierst. Wende Dich in diesem Fall umgehend an Deinen behandelnden Arzt oder Deine Hebamme.

Schädlich für Dein Baby kann nur ein übermäßiger Verzehr von Petersilie in der Schwangerschaft – sprich in Mengen, die man üblicherweise nicht isst – werden. Als besonders kritisch gilt der Fall, wenn eine Schwangere die Samen oder Wurzeln der Petersilie isst. Diese enthalten einen Stoff namens Apiol, dessen Wirkung weitreichende Folgen für Mutter und Kind bedeuten kann:

  • Stimulierende Wirkung auf die Gebärmutter / Auslösen vorzeitiger Wehen
  • Hemmung der Milchproduktion
  • Abtreibende Wirkung

Apiol ist ein Hauptbestandteil des ätherischen Öls der Petersilie. Aus Petersilienwurzeln abgekocht, wurde es bereits im Mittelalters in der Gynäkologie und Geburtshilfe verwendet. Der Stoff kam vor allem bei Menstruationsbeschwerden und ausgebliebener Regelblutung zum Einsatz. Wegen seiner anregenden Wirkung auf die Gebärmuttermuskulatur wurde Apiol in Form einer Tinktur aus Petersiliensamen oder -wurzeln tatsächlich aber schon zur damaligen Zeit ebenso als Mittel zur Abtreibung genutzt. Auch heutzutage wird teilweise noch Petersilie eingesetzt, um das Austreiben der Nachgeburt zu erleichtern.

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TIPP: Damit Petersilie Dir bzw. dem Fötus in der Schwangerschaft nicht gefährlich werden kann, solltest Du das Petersiliengrün zur Zubereitung Deiner Mahlzeiten nur in kleinen Mengen verarbeiten und essen. Frag im Zweifel einen Apotheker oder Deinen Arzt um Rat!

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Diese Lebensmittel sollten Schwangere meiden

In kleinen Mengen schadet Petersilie in der Schwangerschaft weder Deinem ungeborenen Baby noch Dir. Zum gewöhnlichen Würzen kannst Du das grüne Heilkraut also völlig ohne Bedenken verwenden – von Petersilien-Öl solltest Du allerdings bis zur Geburt unbedingt die Finger lassen. Für weitere Auskünfte kannst Du unseren Test zur Ernährung in der Schwangerschaft machen.

Bildquellen: iStock/Dedukh, iStock/Crasck, iStock/shironosov


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