Schwangerschaftsdiabetes

Ernährungsplan

Schwangerschaftsdiabetes: Ernährung und Tipps

Katja Nauckam 11.08.2017 um 11:18 Uhr

Dein Arzt hat Schwangerschaftsdiabetes bei dir festgestellt? Dann ist es jetzt wichtig, dass du Sport treibst und deine Ernährung umstellst, damit es dir und deinem Baby gut geht. Dann verschwindet der Diabetes auch nach der Entbindung in der Regel wieder. Wir unterstützen dich mit einigen Tipps für deinen Ernährungsplan.

So wird Schwangerschaftsdiabetes behandelt

Nur rund 30 Prozent der Schwangeren mit Diabetes müssen sich spritzen und benötigen eine Insulintherapie. Dein Arzt wird mit dir gemeinsam entscheiden, was für dich nötig ist. Bei den meisten Patienten hilft eine Umstellung der Ernährung und eine individuell angepasste Diät. Es kann aber auch sein, dass du zur Ernährungsanpassung zusätzlich Insulin zuführen musst.

Vorsicht: Hier ist keine übliche Diät zur Gewichtsabnahme gemeint. Dein Baby muss weiterhin mit Nährstoffen versorgt werden und braucht Vitamine. Du darfst in keinem Fall einfach weniger essen, sondern besprichst dies immer mit deinem Arzt.

Wir haben hier lediglich einige Tipps und Ideen für leckere, gesunde Lebensmittel, die deinen Blutzuckerspiegel ausgleichen und dich angemessen versorgen. Eine ärztliche Behandlung oder Diagnose ersetzt dies nicht.

Schwangerschaftsdiabetes gesunde Ernährung

Schwangerschaftsdiabetes: Richtige Ernährung ist jetzt besonders wichtig für dich und das Baby.

Schwangerschaftsdiabetes: Ernährung und Gesundheit

Es ist ganz normal, dass du in deiner Schwangerschaft zunimmst. Manche Frauen erhöhen ihr Körpergewicht um ganze 16 Kilo. Solltest du übergewichtig sein, darf die Gewichtszunahme diesen Wert jedoch nicht überschreiten.

Du solltest dich jetzt in jedem Fall ausgewogen und gesund ernähren und mehrere Mahlzeiten am Tag essen. Ernährungsexperten empfehlen bis zu 6 kleine Mahlzeiten pro Tag. Das hält den Blutzuckerspiegel konstant und lindert auch deine Übelkeitsattacken. Du darfst dich also richtig auf die gesunde Ernährung freuen! Dein Körper und dein Baby werden es dir danken! Dein Arzt wird regelmäßig deinen Blutzuckerwert prüfen und dir Hinweise zu deiner Ernährung geben.

Deine Ernährung sollte jetzt fett-, kohlenhydrat- und zuckerarm sein, viel Eiweiß enthalten und auf Vollkornprodukten beruhen. Leider gehört dazu auch das Reduzieren von Zucker. Wir wissen, dass es sehr schwer fallen kann, komplett zuckerfrei zu leben. Wenn dich die Zucker-Lust überkommt, gibt es jedoch einige gesunde Alternativen und Snacks. Was du in Maßen genießen kannst, und was du besser meidest, zeigen wir dir hier.

Auf diese Produkte solltest du jetzt verzichten:

  • Zucker in reiner Form wie z.B. Würfelzucker oder Sirup
  • Marmeladen, Schokolade, Pralinen und Früchtedrops nur in geringen Maßen
  • Fruchtzucker- und zuckerhaltige Getränke und Limonaden
  • Zuckerhaltige Früchte wie Weintrauben, Birnen, Ananas und Bananen
  • Weißmehlprodukte wie Weiß-, Toastbrot, Brötchen und Kuchen
  • Fertige Müsli- und Cornflakes-Mischungen
  • Fertiger, gesüßter Trinkkakao

Diese Produkte sind jetzt gut für dich:

  • Früchte- und Kräutertees
  • Kaffee in Maßen, Kakaopulver ohne Zucker
  • Vollkornbrot- und brötchen, Roggenbrot und Pumpernickel
  • Kuchen und Gebäck aus Vollkorn- oder Dinkelmehl
  • Natur- und Wildreis, Polenta sowie Vollkornpasta
  • Zitrusfrüchte, Beeren, Äpfel, Kiwi und Melone
  • alle Arten von Gemüse besonders Hülsenfrüchte
  • fettarme Milchprodukte wie Quark
Schwangerschaftsdiabetes verbotene Lebensmittel

Auch wenn dich der Heißhunger packt auf solche Verführungen solltest du jetzt verzichten!

Gesunde Alternativen, wenn dich der Heißhunger auf Süßes und Fettiges packt:

  • Eine Handvoll Nüsse wie Mandeln, Haselnüsse, Pecanüsse oder Walnüsse macht dich zwischendurch satt.
  • Iss für den Süßflash lieber ein paar Beeren, ein Stück Melone oder einen Apfel anstatt Schokolade.
  • Wasser bekommt mit Limetten- oder Zitronensaft ein wenig mehr Geschmack.
  • Süße ein Glas Buttermilch mit etwas Honig oder ein paar Erdbeeren.
  • Mit Marmelade gesüßter Quark ist gesünder als fertiger Fruchtjoghurt.
  • Du liebst fettige Pommes? Genauso gut aber viel gesünder schmecken Zucchini-Chips, die du super leicht dünn raspelst oder schneidest und frittierst.
  • Iss für zwischendurch maximal 1-2 Datteln und Feigen statt Gummibärchen & Co., sie enthalten viele wertvolle Nährstoffe.

So könnte dein Ernährungsplan für einen Tag aussehen

Das Frühstück

  • 1-2 Vollkornbrötchen mit Margarine und einer Scheibe Schinken
  • 60 g Magerquark mit 20 g Marmelade gemischt
  • 250 ml Milch
  • Eine Portion Obst (entspricht entweder einem Apfel oder einer Hand voll Beeren)

Das Mittagessen

  • 125 g Hühnchenbrust mit maximal 240 g gesunden Kohlenhydraten wie Kartoffeln, bei Pasta sind 150 g ausreichend
  • Eine Portion Frischgemüse
  • Zum Nachtisch eine Portion Obst

Nachmittagssnack

  • Eine Portion Obst oder etwas Quark mit Nüssen
  • 2 Scheiben Knäckebrot oder Vollkorntoast mit 20 g körnigem Frischkäse oder Konfitüre

Abendessen

  • 2 Scheiben Vollkornbrot mit einer Scheibe Käse und einer Scheibe Wurst oder Aufstrich
  • Etwas Rohkost wie Gurke, Tomate und Salat

Wenn du dich gesund ernährst, wirst du dich auch viel wohler fühlen und deinem Baby geht es besser!

Schwangerschaftsdiabetes Ernährungsplan

Vollkornprodukte mit viel Gemüse sind jetzt deine besten Freunde und tun dir richtig gut!

Ursachen und Risikogruppen der Zuckerkrankheit

Etwa 5 Prozent der werdenden Mütter bekommen Schwangerschaftsdiabetes. Das ist eine Form der Zuckerkrankheit Diabetes, die vor allem bei älteren und übergewichtigen Schwangeren diagnostiziert wird. Ärzte sagen, dass diese so genannte Gestationsdiabetes bei manchen Frauen auftritt, wenn der Körper während der Schwangerschaft einen rapiden Hormonanstieg erfährt. Das belastet deinen Körper dann sozusagen zusätzlich und der Insulinbedarf erhöht sich. Wenn du als werdende Mutter diesen Bedarf nicht ausgleichen kannst, steigt der Blutzuckerspiegel an.

Solltest du an Schwangerschaftsdiabetes leiden, wird dein Gynäkologe dies in jedem Fall feststellen, weil er dich regelmäßig untersucht. Der Screening-Test auf Schwangerschaftsdiabetes gehört zwischen der 24. und 28. Woche zu den üblichen Vorsorgeuntersuchungen. Du brauchst also keine Angst haben, dass du die Erkrankung nicht erkennst. Meistens bemerkt man davon selbst zunächst gar nichts. Wenn in deiner Familie ein erbliches Diabetes-Risiko besteht, muss dein Arzt dies auch wissen und er kann dich rechtzeitig testen und behandeln.

Erste Anzeichen der Blutzuckerkrankheit bei Schwangeren sind:

  • Übermäßig, drängender Durst (über 3 Liter am Tag)
  • Häufiger Harndrang, d.h. du musst mehr als üblich die Toilette aufsuchen
  • Schwindelgefühle und Wahrnehmungsstörungen

Folgen der Schwangerschaftsdiabetes können sein:

  • Nierenbeckenentzündungen
  • Vorzeitige Wehen
  • Harnwegsinfektionen
  • Entbindung durch Kaiserschnitt nötig

Gesunde Ernährung ist für jede werdende Mutter sinnvoll und macht richtig Spaß. Sobald ein Schwangerschaftsdiabetes festgestellt wird, ist es jedoch besonders wichtig, deinen Ernährungsplan mithilfe des Arztes umzustellen. Umso weniger Komplikationen wirst du bei der Geburt leiden und dein Baby kann gesund zur Welt kommen.

Bildquellen: iStock/nd3000, iStock/AnnaOm , iStock/a_namenko, iStock/jenifoto

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