Weniger Adoptionen in Deutschland

In Deutschland werden immer weniger Kinder adoptiert. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Adoptionen in Deutschland fast halbiert.

Die Zahl der in Deutschland adoptierten Kinder ist in den letzten Jahren stark gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt nun mit. Seit 1991 hat sich die Zahl der in Deutschland durchgeführten Adoptionen fast um die Hälfte verringert. So wurden im Jahr 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 4.060 Kinder in Deutschland adoptiert. Mehr als 50 Prozent wurden von Stiefeltern, also dem neuen Partner eines Elternteiles adoptiert. 1.690 Kinder wurden durch nicht verwandte Personen adoptiert, 104 von Verwandten in Obhut genommen. 1991 waren es dagegen insgesamt noch 7.124 Adoptionen. Bei dieser Erhebung gibt das Statistische Bundesamt allerdings zu bedenken, dass nur die Adoptionen über offizielle Stellen in die Zahlen mit eingeflossen sind. Unabhängig von dem starken Rückgang an Adoptionen gibt es in Deutschland aber weiterhin deutlich mehr Menschen, die sich um eine Adoption bemühen, als zur Adoption freigegebene Kinder. Auf jedes zur Adoption freigegebene Kind kommen derzeit sieben Adoptionsgesuche.

Gründe für den Rückgang der Adoptionen sind vielseitig.

Die Adoptionen in Deutschland sind in den letzten zwanzig Jahren stark zurückgegangen.


Gründe für den Rückgang der Adoptionen sehr verschieden

Die Gründe für den Rückgang der Adoptionen in Deutschland sind sehr verschieden. Fachleute benennen unter anderem den Fortschritt im Bereich der Reproduktionsmedizin, die kinderlosen Paaren inzwischen deutlich häufiger zum lang ersehnten Nachwuchs verhelfe als noch vor 20 Jahren. Heide Schulz, die Sprecherin der Bundeszentralstelle für Auslandsadoptionen verweist im Gespräch mit der Zeitung „Sonntag aktuell“ vor allem auf die Möglichkeit einer Leihmutterschaft, die zwar in Deutschland verboten, im Ausland aber durchaus üblich sei. Bei einer Leihmutterschaft trägt eine andere Frau ein Baby für das kinderlose Paar aus. Außerdem weist Schulz darauf hin, dass Adoptionsverbote und Einschränkungen im Hinblick auf eine Adoption in den letzten Jahren zunehmend verschärft worden seien, wodurch deutlich weniger Paare tatsächlich für eine Adoption in Frage kämen. Zudem machen Experten auch den demografischen Wandel für den Rückgang der Adoptionen in Deutschland verantwortlich. So sinke die Zahl der Deutschen unter 40, die die größte Zielgruppe für Adoptionen seien, stetig, wie die Sozialpädagogin Christine Lindenmeyer gegenüber „Sonntag aktuell“ erklärte. Gleichzeitig sinke auch generell die Zahl derer, die sich für Kinder entscheiden. Lindenmeyer gibt ebenfalls zu bedenken, dass sich die Unterstützung für alleinerziehende Mütter in den letzten Jahren deutlich verbessert habe und so auch immer häufige Alleinerziehende in der Lage seien, sich für das Kind zu entscheiden. Gleichzeitig sei es leichter geworden, auch in Deutschland im Falle einer ungewollten Schwangerschaft das Kind abzutreiben.

Die Zahl der Adoptionen in Deutschland geht stetig zurück. In den letzten zwanzig Jahren hat sich die zahl der adoptierten Kinder in Deutschland nahezu halbiert. Als Grund für diesen Wandel vermuten Experten sowohl den Fortschritt der modernen Reproduktionsmedizin als auch den demografischen Wandel und Veränderungen im Hinblick auf die Rahmenbedingungen einer Adoption.

Bildquelle: Dreamstime.com


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Was denkst du?

  • mamicool1232 am 26.09.2013 um 10:24 Uhr

    Ich finde Adoptionen in Deutschland wichtig.

    Antworten
  • pinkmum2014 am 10.09.2013 um 10:48 Uhr

    Ich finde es gut, dass die Zahl der Adoptionen in Deutschland zunimmt. Ich bin jetzt 37 und mein erstes Baby auf dem Weg. Ich möchte am liebsten ein Geschwisterchen und habe mit meinem Partner auch schon über eine Adoption nachgedacht.

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