Ostereier färben mit Lebensmitteln
Nina Rölleram 10.04.2017

Bunte Ostereier gehören zum Osterfest wie der Hase und das Lamm – sie dürfen an keinem Strauch und in keinem Osternest fehlen. Vor allem für Kinder sind Ostereier ein Highlight, wenn sie sie im Garten oder in der Wohnung suchen können. Doch ganz ohne Farbe sind Ostereier auch nur hart gekochte beziehungsweise ausgeblasene Eier. Wenn Dir beim Gedanken an künstliche Ostereierfarben nicht ganz wohl ist, kannst Du Dir auch mit ganz normalen Zutaten aus der Küche behelfen. Wir zeigen Dir wie Du mit Kurkuma, Rote Beete, Spinat und Zwiebeln wunderschöne Farbtöne zauberst.

Natürliche Farben aus Lebensmitteln sind weniger knallig als künstliche, aber mindestens genauso schön.

Natürliche Farben sind weniger knallig als künstliche, aber mindestens genauso schön.

Option #1: Ostereier richtig ausblasen

Das Ausblasen will gelernt sein.

Das Ausblasen will gelernt sein.

Sollen Ostereier als Dekoration im Garten, auf dem Balkon oder in der Wohnung für österlich-frühlingshafte Stimmung sorgen, müssen die Eier ausgeblasen werden, bevor sie verziert werden können. Das kann schnell mal in einer mittelschweren Eierkatastrophe enden, wenn die Eier beim Ausblasen zerbrechen und ihren Inhalt in der Küche verteilen. Damit das nicht passiert, solltest Du zunächst mit einer größeren Nadel zwei Löcher in die Schale pieksen, jeweils eins am runden und am spitzen Ende des Eis. Das Loch am runden Ende wird dann noch ein bisschen vergrößert, dazu einfach die Nadel drehen und das Loch dabei ausweiten. Durch das größere Loch bläst Du dann Eigelb und Eiweiß aus – am besten über einer großen Schüssel, die beides auffängt. Der Inhalt des Eis kann nämlich noch weiterverwendet werden, zum Beispiel für einen leckeren Kuchen oder ein selbstgebackenes Osterlamm. Wenn das Eigelb, das ja bekanntermaßen dickflüssiger ist als das Eiweiß, partout nicht durch das Loch will, kannst Du mit der Nadel wieder ein bisschen nachhelfen.

Viele fürchten sich beim Ausblasen vor Salmonellen – sie können bei Eiern, die ihren Zenit schon überschritten haben, durchaus im Spiel sein. Daher solltest Du auch beim Ausblasen keine „alten“ Eier verwenden, sondern frische, mit denen Du dann etwas backst oder kochst – so schützt Du Dich vor einer Salmonellenerkrankung und hast gleich noch etwas Leckeres im Ofen. Alternativ gibt es im Bastelgeschäft auch spezielle „Luftpumpen“, mit denen Eier ausgeblasen werden können. Egal, wie Du den Inhalt aus dem Ei holst, Du musst es reinigen, bevor Du Deine Ostereier färben kannst. Am besten legst Du die Eier dazu in eine Schüssel mit Spülwasser, wenn sie sich voll gesaugt haben, holst Du sie heraus, hältst beide Löcher zu und schüttelst ein Ei nach dem anderen. Das wiederholst Du so oft, bis die Eier innen sauber sind. Dann müssen sie nur noch ein wenig trocknen – und schon kannst Du damit loslegen, die Ostereier zu färben.

Option #2: Eier kochen wie die Profis

Sollen die Ostereier nicht nur gut aussehen, sondern auch so schmecken, werden sie natürlich nicht ausgeblasen, sondern zunächst hart gekocht. Eier kochen ist ja eine Kunst für sich, aber beim Hartkochen kann eigentlich nicht viel schief gehen – nach etwa acht bis zehn Minuten im sprudelnden Wasser sollten sowohl Eiweiß als auch Eigelb hart sein. Für ein gutes Farbergebnis gibt es einen Profitrick: Einfach 2 Esslöffel Essig in das Wasser, in dem die Eier gekocht werden, geben – die Säure sorgt dafür, dass die Schale die Farbe später besser aufnimmt.

Ostereier müssen vor dem Färben richtig gekocht werden.

Ostereier müssen vor dem Färben richtig gekocht werden.

Solltest Du beim Eierkochen zu der Anpieksfraktion gehören, musst Du Dich von Deiner Gewohnheit verabschieden, wenn Du die Ostereier färben willst, denn durch das Loch in der Schale – und sei es noch so klein – kann Farbe in das Innere des Eis gelangen. Das sieht nur bedingt appetitlich aus und auf eine Geschmacksprobe sollte man es nicht unbedingt ankommen lassen. Für alle, die es in Sachen Ostereier färben eilig haben, gibt es im Supermarkt – vor allem vor Ostern – spezielle Farbe, mit der Ostereier färben ein Kinderspiel ist. Meist handelt es sich dabei um Tabletten oder Pulver, beides muss nur in Wasser aufgelöst werden, dann kannst Du auch schon damit beginnen, die Ostereier zu färben. Allerdings steckt in diesen Farben oft eine ganze Menge Chemie. Da es sich bei gefärbten Ostereiern immer noch um Lebensmittel handelt, solltest Du Dir überlegen, ob Du nicht zu einer sanfteren Variante zurückgreifen willst.

Ostereier färben mit Mutter Natur

Zwiebelschalen

Zwiebelschalen geben überraschend viel Farbe ab.

Ostereier färben auf die sanfte Tour ist noch nicht einmal sonderlich aufwendig oder gar schwer. Du brauchst lediglich einige hart gekochte Eier und verschiedene Lebensmittel in verschiedenen Farben:

Für gelbe Eier: Kurkuma

Für rote Eier: Frische Rote Beete oder Rote Beete-Saft

Für braune bis rötliche Eier: Schalen von roten Zwiebeln

Für grüne Eier: Frischer Spinat

Für violette Eier: Heidelbeeren oder Rotkohl

Wozu braucht man da noch künstliche Ostereierfarben?

Wozu braucht man da noch künstliche Ostereierfarben?

Während die Eier kochen, kannst Du bereits den Sud, aus dem Du Deine Farben gewinnst, vorbereiten. Dazu gibst Du die jeweilige Zutat – etwa drei große Gläser sollten reichen, beim Kurkuma sollten schon 6 bis 7 Esslöffel genug sein – in 1,5 Liter Wasser und lässt sie aufkochen. Das Ganze muss dann eine Viertelstunde bis 20 Minuten ziehen, bis das Wasser sich entsprechend verfärbt hat. Anschließend kannst Du die Zutaten aus dem Wasser sieben und Deine Ostereier färben. Ein rotes, ein grünes, ein blaues Ei – Deiner Fantasie sind dabei, wie so oft in der Küche, keine Grenzen gesetzt. Natürlich kannst Du auch Farben mischen, dazu legst Du ein Ei beispielsweise zuerst in das blaue Wasser, anschließend in das rote – und schon hast Du ein violettes Ei.

Wie lange die Ostereier in der Farbe bleiben, entscheidest Du – je nach Farbe der Schale dauert es mal länger, mal kürzer, bis die Schale die Farbe annimmt. Wenn sie anschließend getrocknet sind, kannst Du natürlich auch noch Muster auf die Eier zaubern, ebenfalls ganz natürlich. Dazu tauchst Du einfach ein Wattestäbchen in Essig und malst dann Punkte, Linien, Buchstaben oder andere Muster auf die Schale. Lass den Essig jetzt kurz einwirken, damit seine Säure die Farbe aufnehmen kann. Anschließend tupfst Du das Ei ab – und schon kannst Du Deine Eigenkreationen für Deine Lieben verstecken oder auf der Ostertafel drapieren.

Schnapp Dir rote, grüne, blaue und gelbe Lebensmittel, einen Topf und ein paar Eier und lass all Deine Kreativität sprühen, wenn Du Ostereier färben willst. Es macht garantiert Spaß (übrigens auch den Kleinen!) und Deine Verwandten werden bestimmt von Deinen natürlich bunten Eiern beeindruckt sein. Wie Du Deine Eier auf einer zünftig gedeckten Ostertafel drapierst, erfährst Du hier.

Bildquelle: iStock/karenfoleyphotography, iStock/poplasen, iStock/miriam-doerr, iStock/9george, iStock/izzzy71, iStock/SStajic

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