Manchmal muss es schnell und einfach gehen. Manchmal müssen viele naschhungrige Mäuler auf einmal gestopft werden. Manchmal muss es praktisch sein. Der Blechkuchen vereint alle diese Anforderungen und ist damit die ideale süße Versorgung für das Schulfest und die Geburtstagsparty gleichermaßen! Wir verraten Dir alles, was Du über Blechkuchen wissen musst, und versorgen Dich mit jeder Menge Tipps, Tricks und Inspirationen.

von Anna-Maria von Kentzinsky

Ein Blechkuchen bringt viele Vorteile mit sich. Da (fast) jeder Ofen mit einem Backblech ausgestattet ist, benötigst Du für Blechkuchen keine besondere Backform und kannst mit dem Backen jederzeit loslegen. Doch das war noch längst nicht alles: Sobald der Kuchen aus dem Ofen wandert, kannst Du ihn ganz bequem in der XXL-Form lassen und ihn so – vielleicht noch mit etwas Frischhaltefolie bespannt – überall mit hinnehmen. Es kommen 25 statt 15 Leute zur Party? Kein Problem, dann werden die Stücke Deines Naschwerks eben etwas kleiner geschnitten und auf einem schönen Teller einfach höher gestapelt. Gestapelt? Ja, die meisten Blechkuchen sind eher „trockene“ Kuchen und lassen sich daher problemlos in die Höhe bauen. Das bedeutet auch, dass sie ein ideales Fingerfood sind und Du gerade für die Feier beim Sportverein oder das Picknick im Park nichts weiter als eine Packung Servietten benötigst.

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Sieht simpel aus, ist aber immer wieder ein echter Leckerbissen: der Blechkuchen

Die Herstellung von Blechkuchen ist denkbar simpel: Es muss ein Teig hergestellt werden, der dann – je nach Lust und Laune (oder je nach Ausstattung des Vorratsschrankes oder der Obstschale) – belegt wird. Viele Blechkuchen basieren auf einem Hefeteig, der sich einfach in der passenden Größe ausrollen und dann mit allerlei Leckereien belegen lässt. Doch auch Mürbeteig ist eine gern gesehene Basis für Blechkuchen. In beiden Fällen gibt es für Eilige, Spontane oder Anfängerbäcker auch noch einen kleinen Trick: Hefe- und Mürbeteige sind fertig im Kühlregal der meisten Supermärkte zu haben. Man muss sie nur noch ausrollen, belegen und backen. So kann auch der spontane Besuch von Tante Uschi mit einem ofenfrischen Blechkuchen zelebriert werden.

Die Blechkuchen-Klassiker

Auch wenn sich um Grunde fast jeder Kuchen als Blechkuchen zubereiten lässt, gibt es jedoch einige Klassiker, die besonders häufig in der XXL-Backform gebacken werden. Das trifft vor allem auf Leckereien zu, die ohne viel Chichi auskommen und in ihrer Simplizität richtig aufgehen.

Butterkuchen: Dieses saftig-süße Exemplar ist ganz vorne mit dabei. Der auch als Zuckerkuchen bekannte Klassiker ist ein einfacher Hefeteig, der vor dem Backen mit Butterflocken und Zucker bestreut wird. Die Butter sorgt dabei im Ofen für die typischen Vertiefungen im Teig, die sicherlich bei dem einen oder anderen Hobbybäcker großes Rätselraten ausgelöst hat. Oftmals wird der Butterkuchen zusätzlich mit knackigen Mandelblättchen bestreut.

Bienenstich: Er ist eine etwas luxuriösere Variante als der simple Butterkuchen und ebenfalls ein klassischer Blechkuchen. Der Bienenstich ist gefüllt mit einer cremigen Vanille- oder Sahnecreme und reich gedeckt mit einer knusprigen Schicht aus Mandelblättern, die beim Backen karamellisiert.

Apfelkuchen und Co.: Doch ein Hefeteig versteht sich nicht nur mit Zucker und Mandeln hervorragend, er lässt sich auch mit allerlei Obst ideal kombinieren. Auch wenn ein Hefeteig schon mit so simplen Zutaten wie Butter, Zucker und Mandeln richtig gut wird, lässt er sich auch hervorragend mit fruchtigen Komponenten kombinieren. Kein Wunder also, dass Apfel- oder Pflaumenkuchen vom Blech echte Dauerbrenner sind. Doch auch mit Rhabarber, Pfirsichen oder anderen Obstsorten kann ein Hefeteig schnell und einfach belegt werden, um im Nu zu einem herrlich saftigen Blechkuchen zu werden.

Streuselkuchen: Ach, wie schön knuspert ein Streuselkuchen? Diese goldbraunen Exemplare haben eine große Fangemeinde, die einen Streuselkuchen besonders gern als Blechkuchen backen. Der Grund ist einfach: Blechkuchen haben eine besonders große Oberfläche – also viel Platz für die köstlichen Kügelchen! Richtig zur Geltung kommen sie über saftigem Obst, denn dann ist der Kontrast von süß und knusprig zu säuerlich-saftig so richtig präsent und der Streuselkuchen ein garantierter Leckerbissen.

Brownies: Schokoholics dürften sich über einen DER amerikanischen Kuchenklassiker freuen, der eindeutig zu den Blechkuchen zählt: den Brownie. Er verdankt seinen saftigen und unvergleichlich schokoladigen Charakter der großen Menge an geschmolzener Schokolade, die in ihm steckt. Dabei ist er zweifelsfrei kein Leichtgewicht, Deine Liebsten werden sich aber garantiert nach ihm die Finger lecken.

Donauwelle: Mit der Donauwelle geht es in cremige Gefilde. In einem zweifarbigen Rührteig schlummern versunkene Kirschen, über ihnen lockt eine herrliche Vanillecreme. Den Abschluss bildet eine knackige, hauchdünne Schokoladenglasur, die mit wellenartigen Linien verziert ist.

Du siehst, Blechkuchen sind alles andere als langweilig – sie sind unglaublich wandelbar und haben garantiert für jeden Geschmack eine richtige Variante auf Lager. Damit Dir die Ideen niemals ausgehen und Du immer wieder neue Kuchen vom Blech backen kannst, haben wir für Dich die besten Rezepte zusammengestellt. Also ab in die gute Backstube und los geht’s!

 

Bildquelle: iStock/nata_vkuside

Kommentare

1 Kommentar

  • Anna-Maria von Kentzinsky

    Was isst Du lieber? Einen simplen Blechkuchen oder eine dekadente Torte?

    09.11.2015 um 15:47 Uhr