Kunterbunt und kinderleicht: Donuts selber machen
Anna-Maria von Kentzinsky am 12.06.2015

Donuts machen einfach Spaß. Punkt. Die bunten Gebäckkringel lassen nicht nur Kinderaugen leuchten, auch erwachsene Herzen schlagen bei ihrem Anblick garantiert höher! Donuts ziehen Dich mit ihrem wunderbar weichen Teig in ihren Bann, der von einer (meist) knackigen Glasur begleitet wird. Wer einmal einen richtig frischen Donut probiert hat, kann sich nur in das amerikanische Kultgebäck verlieben. Doch damit Du Dein süßes Glück nicht von der An- oder Abwesenheit bestimmter Donut-Ketten abhängig machen musst, zeigen wir Dir, wie Du ganz leicht Donuts selber machen kannst!

In den USA sind Donuts eines der beliebtesten süßen Leckerbissen, die man finden kann. Ihr fröhliches und vielfältiges Antlitz ist mindestens genauso überzeugend wie die Tatsache, dass man Donuts futtern kann, ohne sich dabei die Hände schmutzig zu machen oder das schicke Oberteil zu bekleckern. Gerade in Deutschland denkt man beim Anblick eines Donuts mit kunterbunten Zuckerstreuseln an die Comicfigur Homer Simpson, die dem süßen Gebäck eine unsterbliche Liebe und fortwährende Treue entgegen bringt. In ihrer Heimat werden Donuts aber vor allem mit den Hütern des Gesetzes in Verbindung gebracht, im gesellschaftlichen Geiste ist ein amerikanischer Cop immer mit mindestens einem Donut bewaffnet – da fragt man sich direkt, ob sie im Streifenwagen Donuts selber machen. Wahrscheinlich nicht, denn da in den USA die Kringel viel populärer sind als hierzulande, kannst Du an sprichwörtlich jeder Ecke Donuts kaufen. Das hindert zahlreiche Amerikaner allerdings nicht daran, zu Hause Donuts selber zu machen, denn ganz frisch aus der Fritteuse schmecken sie immer noch am besten. Während wir hier Donuts als süßen Nachmittag-Snack zum Kaffee genießen, sind sie in ihrer Heimat – ähnlich wie Muffins – bereits zum Frühstück gern gesehene Gäste. Die Amerikaner sind doch eben echte Naschkatzen.

fresh baked donuts

Kunterbunte Donuts wecken auch in Erwachsenen das Kind.

Donuts selber machen: Mal mit Loch, mal ohne

Wie jetzt, Donuts ohne Loch? Ja, sind das denn noch Donuts? In Deutschland sind vor allem die klassischen Donuts – jene mit dem berühmten Loch in der Mitte – bekannt. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass wir die andere Variante, nämlich die gefüllte, schon lange kennen und lieben, nur hat sie bei uns einen anderen Namen: Berliner oder Krapfen sind das Äquivalent zu gefüllten Donuts aus den Staaten, denn sie lassen das Loch vermissen. Der zusätzliche Platz wird effektiv genutzt, ihre Mitte besteht dann aus Schokoladencreme oder Vanillepudding, aus Marmelade oder Buttercreme. Du kannst also richtig kreativ werden, wenn Du Donuts selber machen willst, und sie innen wie außen ganz nach Deinem Geschmack aufpeppen. Die Füllung kommt übrigens erst nach dem Ausbacken in die Donuts – alles, was Du dafür brauchst, ist ein Spritzbeutel mit einer Lochtülle oder eine Marinierspritze.

Donut worry: So einfach kannst Du Donuts selber machen

Donuts lassen sich auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen herstellen, da wäre zum Beispiel die Existenz von Donut-Makern und speziellen Backblechen zu erwähnen, in denen Du ganz einfach Donuts selber machen kannst. Mit ihrer Hilfe werden vor allem Donuts aus Kuchenteig hergestellt. Doch wenn Du klassische Donuts selber machen möchtest, dann greifst Du am besten zu einem süßen Hefeteig, der beim Frittieren so unbeschreiblich weich wird. Du kannst ihn entweder mit Trockenhefe aus dem Tütchen herstellen oder einen frischen Hefewürfel aus dem Kühlregal nehmen, das bleibt ganz Dir überlassen. Beide sind von der Menge her auf 500 Gramm Mehl ausgelegt. Die Trockenhefe ist etwas leichter zu verarbeiten als Frischhefe, denn Du kannst sie einfach mit dem Mehl mischen und anschließend die Flüssigkeit zugeben. Bei dem Würfel aus dem Kühlregal sieht das etwas anders aus, Du löst ihn vorher in lauwarmen Wasser oder Milch auf und gibst ihn dann erst zum Teig. Und noch etwas, was sich vorher zu wissen lohnt: Die Butter, die Du anschließend in den Teig einarbeitest, sollte immer Raumtemperatur haben und schön weich sein, sodass Du sie ohne Klümpchenbildung verarbeiten kannst. Nimm sie also früh genug aus dem Kühlschrank. Die weitere Herstellung des Klassikers ist denkbar einfach, denn neben Hefe und Butter benötigst Du zum Donuts selber machen lediglich noch Mehl, Milch, Eier und Zucker.

Für etwa 20 Donuts wären das:

500 Gramm Mehl
1 Würfel Hefe
100 Gramm Zucker
50 Gramm Butter
1 Ei
250 Milliliter lauwarme Milch
Raps- oder Sonnenblumenöl zum Frittieren
Donut Cutter oder ein Trinkglas und ein Schnapsglas

Als erstes löst Du die Hefe in der lauwarmen Milch auf. Damit sie richtig gut „arbeiten“ kann, gibst Du jeweils einen Löffel Mehl und Zucker mit dazu. Danach mischst Du das Mehl mit dem Zucker, schneidest die Butter in kleine Würfel und verteilst sie im Mehl. Nun fügst Du nur noch die Hefemilch und das Ei mit hinein und verknetest den Teig, bis er ganz geschmeidig ist und sich vom Schüsselrand löst. Das kannst Du entweder aus eigener Kraft erledigen oder Du überlässt der Küchenmaschine die Arbeit. Der Hefeteig benötigt jetzt Zeit, um aufzugehen. Decke ihn also mit einem Küchentuch ab und stelle ihn an einen warmen Ort. Nach etwa 60 bis 90 Minuten sollte er sein Volumen knapp verdoppelt haben. Knete ihn jetzt noch einmal ordentlich durch, dann kannst Du ihn auch schon ausrollen, er sollte etwa zwei Zentimeter dick sein. Nun stichst Du mit dem Donut Cutter oder mit den beiden Gläsern die Donutrohlinge aus. Lagere sie auf einem Brett oder Backblech zwischen und bedecke sie wieder mit einem Tuch. Den restlichen Teig kannst Du erneut kneten, ausrollen und ausstechen, bis er komplett aufgebraucht ist. Zeit, dem Öl einzuheizen. Wenn Du eine hast, schaltest Du Deine Fritteuse ein und stellst sie auf 170° ein, Du kannst aber auch einen ganz normalen Topf nehmen und darin Donuts selber machen. Das Öl sollte allerdings nicht rauchen und es sollte ohne Deckel aufheizen. Lasse nacheinander die Rohlinge in das heiße Fett gleiten, nach gut ein bis zwei Minuten wendest Du sie einmal und lässt sie eine weitere Minute brutzeln. Dann kannst Du sie auch schon abschöpfen und auf einem Kuchengitter abtropfen lassen. War doch gar nicht so schwer, oder? Natürlich fehlt jetzt noch der passende Mantel, mit kunterbunten Glasuren, Zuckerstreuseln und Schokolade geht es also weiter.

Donuts selber machen ist so einfach

Wer keinen Donut Cutter hat, kann sie einfach mit einem Trink- und einem Schnapsglas ausstechen

Donuts selber machen: So werden sie zum Hingucker

Was wären Donuts ohne ihr schickes Outfit? Wahrscheinlich nur halb so spannend, denn Glasur und Co. geben Donuts nicht nur ihr knalliges Erscheinungsbild, sondern auch zusätzlichen Geschmack. Deswegen kannst Du richtig kreativ werden, wenn es darum geht, Donuts selber zu machen und sie mit einer feinen Glasur zu veredeln. Die Amerikaner unterscheiden bei ihrem Evergreen zwischen dem simplen Klassiker Sugar Donut (also direkt nach dem Frittieren in Zucker gewälzt), Glazed Donuts – solchen mit Glasur – und Powdered Donuts, die mit Puderzucker oder Kakao bestäubt werden. Falls Du Dich für einen Glazed Donut entscheidest, kannst Du neben geschmolzener Schokolade auch süße und fruchtige Varianten zaubern, indem Du etwas Butter im Topf zerlässt, Puderzucker hinein rührst und die Glasur dann beispielsweise mit Ahornsirup, Vanillemark oder Fruchtpüree aromatisierst. Einfach die Donuts kopfüber hinein werfen, herausholen und trocknen lassen. Gerade Kinder dürften viel Spaß daran haben, die fertigen Donuts in Schokolade zu tauchen, sie mit einem pinken Himbeer-Guss zu überziehen und sie anschließend mit kunterbunten Zuckerperlen, Schokoladenstreuseln, Mini-Smarties und anderen Leckereien zu verzieren. Übrigens gilt das nicht nur für die Kleinen, auch Erwachsene verstecken in ihrem Herzen oft noch ein Kind und freuen sich wie kleine Könige, wenn auf dem Tisch zahlreiche Schälchen und Schüsseln stehen, mit denen sie ganz nach ihrem Geschmack Donuts selber machen und dann auch gleich verputzen können. Wie wäre es also mit einer Donut Party?

Donuts sind die süßen Botschafter guter Laune! Sie sind bunt, weich, knackig und einfach unglaublich lecker – und sie machen das Leben bunter. Da kommt es doch gerade recht, dass Donuts selber machen ein so einfaches und vor allem auch geselliges Unterfangen ist – denn es ist recht unwahrscheinlich, dass Du Deine Donuts alle allein aufisst, schließlich sind sie wie gemacht zum Teilen. Damit Du Freunde, Familie oder Arbeitskollegen bei der nächsten Gelegenheit mit den fröhlichen Zuckerkringeln überraschen kannst, haben wir jede Menge Rezepte für Dich zusammengestellt, mit denen Du ganz einfach Donuts selber machen kannst:

 

Bildquellen:
Bild 1: iStock/Magone
Bild 2: iStock/Shaiith

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Was denkst du?

  • greenfood am 19.06.2015 um 14:18 Uhr

    Ich würde ehrlicherweise nicht auf die Idee kommen, Donuts selber machen zu wollen, das ist mir einfach zu viel Aufwand, da ich keine Fritteuse habe. Aber die Idee ist natürlich schon cool!

    Antworten
  • SonOfMogh am 19.06.2015 um 09:40 Uhr

    Ich finde die Idee, zusammen mit anderen Donuts selber zu machen und dann einfach ganz viele Süßigkeiten und Glasuren auf den Tisch stellen und jeder kann sich die Donuts so gestalten, wie er möchte, total super. Das merk ich mir.

    Antworten