Schokoladentorte

Schoko-Paradies

Schokoladentorte: Rezepte & Grundlagen

Katja Gajekam 05.01.2017 um 15:00 Uhr

Kaum eine Torte lässt die Herzen höher schlagen als eine Schokoladentorte. Kein Wunder, denn es gibt nur ganz wenige Menschen, die Schokolade wirklich nichts abgewinnen können. Außerdem ist die Leckerei so vielseitig, dass sie (fast) jeden Geschmack treffen kann. Wir verraten Dir die wichtigsten Grundlagen und die besten Rezepte für Deine eigene, perfekte Schokoladentorte!

Sie sieht verführerisch aus und wird das Glanzstück einer jeden Kaffeetafel sein: Die Schokoladentorte. Neben den bekannten Klassikern – wie beispielsweise der Sachertorte – ermöglicht die Schokoladentorte eine geschmackliche Bandbreite, die kaum Wünsche offenlässt. Im Sommer beispielsweise verzauberst Du Deine Gäste mit einem frischen Exemplar aus lockerleichtem Schokladenbiskuit, frischen Erdbeeren und einer nicht zu süßen Joghurtsahne. An regnerischen Herbsttagen passt ein saftiger Schokoladenteig mit einer salzig-süßen Erdnusscreme genauso gut wie eine Nuss-Schokoladentorte. In der Weihnachtszeit lassen sich Kardamom, Zimt, Nelken oder auch Orangen und Lebkuchen hervorragend mit Schokolade vereinen. Kaffeejunkies hingegen geht beim Anblick einer Espresso-Schokoladentorte das Herz auf und auch weiße Schokoladentorten sind keine Seltenheit. Überzeuge Dich selbst von der Wandlungsfähigkeit des Süchtigmachers!

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Die Grundlagen der perfekten Schokoladentorte

So köstlich die Rezepte auch klingen mögen, es müssen nicht immer die Kreationen von anderen Menschen sein, die Dich und Deine Liebsten in schokoladige Verzückung versetzen. Mit ein paar Tipps und Tricks kannst Du Deine ganz eigene Schokoladentorte zaubern und so ein echtes Unikat schaffen. Alles, was Du benötigst, ist ein Kuchenrezept für den Teig, eine Creme und etwas Deko, alles abgestimmt auf Deine persönlichen Vorlieben – oder die Deiner Gäste. Dabei ist es natürlich völlig in Ordnung, sich für die einzelnen Komponenten von anderen Rezepten inspirieren zu lassen oder sie als Leitfaden zu benutzen. Damit es auch eine Schokoladentorte wird, sollte mindestens der Teig oder die Creme einen Schokoladenanteil besitzen. Schokoholics sorgen natürlich dafür, dass sich Schokolade durch jeden Aspekt der Torte wie ein roter Faden zieht .

1. Der Kuchenteig für die Schokotorte

„Wie jetzt, Kuchen – ich dachte, hier geht es um Schokoladentorte?!“ Richtig gedacht, doch die Basis für jede Torte ist ein köstlicher Kuchenteig, auf oder zwischen dem die verführerische Füllung verweilt. Erst die Kombination aus beidem lässt das Exemplar zu einer Torte werden. Für diesen Torten-Grundstein können zahlreiche Teige verwendet werden, es gibt jedoch ein paar wissenswerte Fakten, die das Backen der eigenen Schokoladentorte zu einem vollen Erfolg werden lassen.

Schokotorte mit Boden

Der richtige Kuchenteig bildet das Gerüst Deiner Schokotorte.

Biskuit: Ein luftig-leichter Biskuit ist gerade in deutschen Konditoreien der wahrscheinlich am häufigsten verwendete Teig für Torten. Da der feine Kuchenboden ganz ohne Fett auskommt, beschwert er nicht und überlässt der Creme das Rampenlicht. Biskuit ist ein echtes Leichtgewicht, daher ist er ideal für Sahnefüllungen. Warum? Diese Cremes enthalten viel Luft und haben eine geringe Eigenstabilität, sodass ein schwerer, aufgelegter Tortenboden eine Füllung mit Sahne einfach aus der Torte herausdrücken würde. Biskuit lässt sich hervorragend aromatisieren und bietet daher die Möglichkeit, die Schokoladentorte mit einem feinen Vanille- oder Rumaroma zu unterstreichen oder sie mit zugefügtem Kakaopulver so richtig schokoladig werden zu lassen.

Rührteig: Die meisten Kuchen werden aus einem simplen Rührteig hergestellt, das bedeutet, dass die einzelnen Zutaten einfach miteinander verrührt werden. Der Vorteil eines Rührteigs ist seine Vielfältigkeit, man kann ihn mit fast allem aromatisieren: Von Kakaopulver und geschmolzener Schokolade über Zitronenabrieb, Fruchtmus oder auch Säfte bis hin zu gemahlenen Nüssen oder Alkohol – der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Für eine Schokoladentorte backt man den Rührteig einfach in der Springform, lässt ihn komplett auskühlen und schneidet ihn dann längs durch, so erhält man die einzelnen Kuchenböden. Man kann den Teig aber auch portionieren und Boden für Boden einzeln backen. Rührteige sind meist etwas schwerer, daher sollte die verwendete Creme eine gute Standfestigkeit haben – hier eignen sich beispielsweise Ganache, Buttercreme oder auch ein Frischkäsefrosting besonders gut.

Mürbeteig: Dieser Teig wird meistens für Kleingebäck wie Plätzchen verwendet, findet sich aber auch als unterste Schicht in Torten. Der Mürbeteig geht beim Backen nicht auf, ist relativ fest und knusprig. Das macht ihn zur idealen Basis für empfindliche, dünne Böden wie Biskuit, die oft kein hohes Gewicht tragen können, ohne zu brechen. Daher werden viele Sahnetorten mit einem Mürbeteig als „Träger“ hergestellt. Das bedeutet aber auch, dass der Mürbeteig in der Tortenwelt eher eine untergeordnete Rolle spielt.

2. Die Creme macht die Schokoladentorte

Ohne eine köstliche Füllung wäre die Schokoladentorte keine Schokoladentorte, sondern lediglich ein Schokoladenkuchen. Der ist zwar auch nett, doch wer will schon Kuchen, wenn man auch eine Torte haben kann? Verschiedene Cremes eignen sich eigentlich für die Torte, entweder auf Grundlage der dunklen Bohne oder mit fruchtigen Kontrasten? Wir erklären Dir die drei wichtigsten Cremefüllungen.

Schokotorte Creme

Für die Füllung und Creme on top hast Du verschiedene Möglichkeiten.

Ganache: Eine Ganache ist eine Mischung aus aufgekochter Sahne und geschmolzener Kuvertüre, also Zartbitter, Vollmilch oder weißer Schokolade, die mit weiteren Komponenten aromatisiert werden kann. Je nach Mischungsverhältnis von Sahne und Schokolade wird die dabei entstehende Ganache unterschiedlich fest. So wird sie beispielsweise als zartschmelzende, weiche und streichfähige Pralinenfüllung verwendet (in diesem Fall ist der Sahneanteil besonders hoch) oder wird zu einer knackigen Glasur, die Kuchen und Torten überzieht – dann enthält sie deutlich mehr Schokolade als Sahne. Zwischen diesen beiden Enden ist jede Konsistenz denkbar. Damit ist die Ganache wie gemacht für die Füllung und den Überzug einer Schokoladentorte, schließlich spielt Schokolade bei dieser Creme die erste Geige.

Buttercreme: Butter ist ein idealer Geschmacksträger und hat bei Raumtemperatur eine wunderbare Konsistenz, die wie gemacht ist für zartschmelzende Füllungen einer Schokoladentorte. Neben der offensichtlichen Zutat enthält die Buttercreme auch immer Zucker – meist ist es fein gemahlener Puderzucker – und eine Aromakomponente, wie beispielsweise Gewürze, geschmolzene Schokolade, ätherische Öle, Alkohol oder auch pürierte Früchte. Es gibt viele unterschiedliche Variationen der Buttercreme, die simpelste ist wahrscheinlich die amerikanische Buttercreme, die außer dieser drei Teile lediglich noch einen kleinen Schluck Milch enthält. Die Swiss Meringue Buttercreme und die Italian Meringue Buttercreme enthalten zusätzlich Eischnee. Die französische Buttercreme setzt stattdessen auf Eigelb und in die Puddingbuttercreme wird abgekühlter Pudding eingerührt. Wer für die Schokotorte eine schokoladige Buttercreme zubereiten möchte, sollte die verflüssigte Schokolade auf Raumtemperatur abkühlen lassen, denn bekannterweise schmilzt Butter bei hohen Temperaturen und die Buttercreme wäre dahin.

Frischkäsefrosting: Diese Art der Creme ist ein Klassiker in amerikanischen Backstuben und kommt auf Cupcakes und Cakes gleichermaßen zum Einsatz. Ein Frosting ist ein süßer, cremiger Überzug für Backwaren, der inzwischen auch häufig als Füllung eingesetzt wird. In diesem Fall ist Frischkäse der geschmacksgebende Anteil der Creme. Darüber hinaus finden auch luftig aufgeschlagene Butter und Puderzucker ihren Weg in das Cream Cheese Frosting. Dank des Frischkäses bringt diese Creme ein mildes, nicht zu süßes Flair mit, das ideal zu süßen Teigen passt. In den USA ist es dabei nicht unüblich, das Cream Cheese Frosting mit geschmolzener, weißer Schokolade zu verfeinern – wie gemacht also für eine weiße oder zweifarbige Schokoladentorte. Doch auch pürierte Früchte oder Zitronensaft sind beliebte Aromageber für das Frischkäsefrosting.

3. Deko: Der letzte Schliff

Schokotorte mit Deko

Bei der Deko der Schokoladentorte sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Die Schokoladentorte ist soweit fertig, doch irgendetwas fehlt noch? Ganz klar – die Dekoration, das Auge isst ja schließlich mit. Damit es regelrecht ins Schlemmen gerät, ist eine schöne Dekoration der Schokoladentorte hilfreich. Oftmals wird ein Teil der Cremefüllung dafür verwendet, die Torte auch von außen einzustreichen und mit der Oberflächengestaltung dieser Schicht schöne Akzente zu setzen. Um einen Bezug zu den Geschmacksrichtungen der Torte herzustellen – neben Schokolade können es ja schließlich auch Obst, Nüsse, Kaffee oder andere Zutaten sein –, empfiehlt es sich immer, auch bei der Dekoration mit diesen Zutaten zu spielen. Das können karamellisierte Nüsse sein, sich kringelnde Orangenzesten oder auch frische Himbeeren oder Kirschen, die sich dekadent auf der Torte anhäufen. Natürlich geht es auch um Schokolade, mit Schokoraspeln, Herzen, Kügelchen oder geschmolzener Schokolade, die sich über die Torte ergießt, kann man nichts falsch machen

Schokoladentorte – ein Wort, tausend Möglichkeiten. Mit unseren Tipps und Tricks musst Du bald nicht mehr nur die Tortenrezepte anderer nachbacken, sondern kannst wie eine echte Konditorin Deine ganz eigenen Kreationen erschaffen. Die Mühe zahlt sich aus, denn auf diese Weise kommen hier Deine liebsten Kombinationen zusammen. Worauf wartest Du also noch? Ab in die heimische Backstube und schon bald kannst Du mit Deinen Liebsten genüsslich schlemmen!

Bildquelle: iStock/5second, iStock/gresei, iStock/shellhawker, iStock/phxzoonorth


Kommentar (1)

  • Anna-Maria von Kentzinsky am 06.11.2015 um 16:23 Uhr

    Wie magst Du Schokoladentorte am liebsten?