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Schokomuffins: Süßes Fingerfood

Anna-Maria von Kentzinskyam 01.02.2016 um 17:22 Uhr

Sie sind weich, fluffig, handlich und überzeugen mit knackiger Schokolade: Schokomuffins. Ihr praktisches Format und ihr unkompliziertes Äußeres machen Muffins zum perfekten Snack to go, es gibt also immer einen guten Grund, sich über Schokomuffins herzumachen. Wir verraten Dir die besten Tipps, Tricks und Rezepte für perfekte Schokomuffins!

Schokomuffins sind so wunderbar vielfältig und einfach für jeden Spaß zu haben. Muffins sind Küchlein im Mini-Format, die Dir oder Deinen Liebsten das Gefühl geben, einen ganzen (kleinen) Kuchen für sich allein zu haben. Teilen? Kann man, muss man aber nicht. Neben dem luxuriösen „Nur für mich allein“-Flair haben Schokomuffins gleichzeitig den Vorteil, dass sie kleiner sind als das durchschnittliche Stück Kuchen und somit selbst dann die Linie schonen, wenn Du auch den letzten Krümel von den Fingern leckst. Schokomuffins überzeugen vor allem durch ihre inneren Werte, da tummeln sich großzügige Schokostückchen – die natürlich mal Vollmilch, mal Zartbitter oder auch weiße Schokolade sein können –, fruchtige Blau- oder Himbeeren, knackige Nüsse… Du hast die Qual der Wahl.

Leckere Schokomuffins frisch vom Blech

Wer kann von Schokomuffins schon die Finger lassen?

Ihr pompöses Inneres braucht kein dekadentes Outfit, extravagante Cremehäubchen, kunterbunte Zuckerstreusel und kleine Figürchen aus Fondant überlassen Muffins den Cupcakes. Stattdessen setzen sie auf ein eher zurückhaltendes Erscheinungsbild und schmücken sich maximal mit einer knackigen Schokoglasur. Das hat den Vorteil, dass sie sich auch ohne große Schmiererei mit sich herumtragen lassen. Was spricht also gegen Schokomuffins am See? Nichts. Genauso wenig spricht gegen Muffins beim Wandern, einer langen Autofahrt oder im Zug. Muffins sind eben der ideale Proviant für unterwegs, denn die perfekt portionierten Leckerbissen verlangen weder nach Tellern noch nach Besteck.

Muffins backen kann so einfach sein

Muffins sind die Simplizität in die Wiege gelegt: Das beginnt schon bei der Zubereitung der kleinen Leckerbissen, denn der Teig ist schnell zubereitet und verlangt nach gleichermaßen unkomplizierten Zutaten: Mehl, Backpulver oder Natron, Zucker, Eier, etwas (Butter-)Milch, Butter oder Öl sowie natürlich zartschmelzende Schokolade reichen bereits aus, um schon bald wundervolle Schokomuffins aus dem Ofen zu holen. Zuerst siebst Du alle trockenen Zutaten in eine Schüssel, verrührst kurz die feuchten Zutaten in einer zweiten und bringst anschließend beides zusammen. Nun wird noch die grob gehackte Schokolade untergehoben. Wenn Du die Brocken vorher mit einem Löffel Mehl mischst, sinken sie beim Backen nicht zu Boden. Wichtig ist, dass Du den Teig so kurz wie möglich rührst und alle Extras – wie beispielsweise gehackte Nüsse oder Früchte – einfach mit dem Spatel unterhebst. Dann kannst Du den Teig in gefettete oder mit bunten Papierförmchen ausgelegte Muffinbleche füllen und nach nur etwa 20 bis 25 Minuten im Ofen sind Deine Schokomuffins auch schon so gut wie naschbereit. Lasse sie wenige Minuten im Blech abkühlen und stürze sie dann auf ein Kuchengitter – jetzt dauert es nur noch einen Augenblick, bis Du Dich über die ersten Exemplare hermachen kannst. Mit einer Prise Salz, einem Schluck Espresso oder etwas Ahornsirup verfeinerst Du nicht nur den Teig, sondern hebst gleichzeitig die Aromen der Schokolade hervor. Noch mehr Inspirationen für Schokomuffins findest Du hier:

 

Schokomuffins für wirklich jeden Geschmack

Schokoholics dürften in Sachen Schokomuffins ein echtes Schlaraffenland für sich entdecken. Denn Du kannst natürlich auch Deine ganz eigenen Schokomuffins kreieren und den Basisteig mit zahlreichen anderen Leckereien aufpeppen. Immerhin gibt es Muffins mit dicken Schokostückchen (wieso sich für eine Schokosorte entscheiden, wenn man sie einfach mischen kann?!), knackiger Schokoglasur und solche, die zusätzlich bestes Kakaopulver im Teig enthalten – Schokolade mit Schokolade und Schokolade sozusagen. Doch der dunkle Glücklichmacher lässt sich auch hervorragend mit süßem Obst kombinieren, da wären zum Beispiel fruchtige Schokomuffins mit saftiger Birne, süßer Banane oder frischen Himbeeren. Oder solche, die dank Walnüssen den richtigen Biss mitbringen. Und wo wir gerade bei Nüssen sind: Auch edle Macadamia, würzige Pekannüsse oder grasgrüne Pistazien machen sich hervorragend in Schokomuffins.

Muffins sind nicht gleich Muffins

Wie jetzt?! Muffins sind doch süßes Gebäck, oder etwa nicht? Ja. Und nein. Die Muffins, wie wir sie kennen, lieben und naschen sind amerikanische Muffins und wahrscheinlich der kleine Bruder der britischen Muffins, die weder besonders süß noch besonders hoch sind. Im Vereinigten Königreich versteht man unter Muffins nämlich so etwas wie flache Brötchen aus Roggen- und / oder Weizenmehl und Hefeteig, die vor allem zum Frühstück auf den Tisch kommen. Meist werden diese Muffins aufgeschnitten, beide Hälften getoastet und dann knusprig und warm mit Butter und Marmelade genossen. Wie lange genau die Briten diese Art der Muffins schon zubereiten, ist nicht überliefert, klar ist jedoch, dass diese Frühstücksbrötchen älter sind als ihre amerikanischen Geschwister. Der Begriff Muffin tauchte im frühen 18. Jahrhundert in ersten Rezepten auf und leitet sich wahrscheinlich von dem alt-französischen moufflet ab, mit dem weiches Brot bezeichnet wurde. Im 19. Jahrhundert gehörten diese Muffins zur Tea Time wie die Tasse Earl Grey, der Trend ging sogar soweit, dass sogenannte Muffin-Men durch die Straßen zogen und frische Muffins direkt an der Haustür verkauften. Doch wie kamen die Muffins dann über den großen Teich in die Neue Welt? Ihre Existenz haben wir vermutlich britischen Auswanderern zu verdanken, doch die Zubereitung und auch der Verzehr veränderten sich radikal, nachdem das Gebäck den Sprung über den Atlantik geschafft hatte: Im Gegensatz zu den britischen werden amerikanische Muffins nicht (mehr) aus Hefeteig hergestellt, sondern basieren meist auf Backpulver als Triebmittel. Da es erst Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden wurde, sind US-amerikanische Muffins ganz klar die jüngere Erfindung. Sie erinnern eher an einen gröberen Kuchen und werden in der Regel nicht aus würzigen Mehlen wie Roggenmehl hergestellt. Tatsächlich bewegen sich Muffins irgendwo zwischen Brot und Kuchen, zu fein und süß für ersteres, nicht fein und süß genug für letzteres. Auch das Toasten und Belegen hat man sich mit dieser moderneren Variante schnell abgewöhnt, stattdessen findest Du viele süße Elemente direkt mit im Teig und vernascht die Muffins ohne Umschweife – in ihrer Heimat bereits zum Frühstück anstatt zur Tea Time. In Deutschland haben sich die Amerikaner durchgesetzt, die britischen Brötchen kennen Frühstückfans wohl unter dem Begriff English Muffins oder Toasties.

Worauf wartest Du noch? Es gibt immer einen guten Anlass für Schokomuffins: Sei es ein Ausflug ins Grüne, eine lange Reise oder eine Party, mit den handlichen Leckerbissen bist Du in kulinarischer Hinsicht garantiert bestens ausgestattet. Bei den Vorbereitungen und der Umsetzung helfen Dir die zahlreichen Rezepte und Kombinationsmöglichkeiten, denn sie sind nicht nur gelingsicher, sondern auch noch vielfältig, sodass Du garantiert für jeden Geschmack die richtigen Schokomuffins backen kannst.

Bildquelle: iStock/bhofack2

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