Selbstgemachtes Eis genießen

Langsam wird es Frühling und da darf eins natürlich nicht fehlen: ein leckeres Eis! Mit den tollen Rezepten von Foodbloggerin Martha steht der selbstgemachten Köstlichkeit für die warmen Tage nichts mehr im Weg. Probiere es einfach selbst aus!

Hallo Allerseits,

heute darf ich, Martha von Selbstgemachtes Eis, euch mit ein wenig Informationen und ein paar leckeren, erfrischenden Eisrezepten beglücken.

Seit einigen Jahren schon stelle ich mein Eis mit Hilfe einer Eismaschine zu Hause in der heimischen Küche her und habe mittlerweile meine Methode dafür gefunden. Meine Art Eis zu machen weicht von der klassischen Methode deutlich ab, bringt aber genauso leckere und cremige Ergebnisse hervor. Ich verzichte auf Eier in der Eisrohmasse und verwende dafür das pflanzliche Bindemittel Johannisbrotkernmehl. Über den Zuckergehalt des Eises verpasse ich meinen Rezepturen den letzten Schliff, das heißt, meine Eissorten sind auch noch bei der Aufbewahrung im Tiefkühlschrank bei -18°C portionierbar. Seit Sommer letzten Jahres teile ich meine Erkenntnisse und Rezepte mittels eines Blogs rund um das Eismachen.

Fangen wir mit dem an, was sich zu 95% in meinen Rezepten wiederfindet: Das Johannisbrotkernmehl und der Glukosesirup. Eis ist eigentlich ein recht kompliziertes Lebensmittel. Das merkt man vor allem dann, wenn man das Ziel hat, ein gut abstech- und zu Kugeln formbares Eis herzustellen.
Dadurch, dass ich aus verschiedenen Gründen auf Eier bzw. Eigelbe in meinen Eisrohmassen verzichte, brauche ich also einen Ersatz als Bindemittel und Emulgator, sodass ich später nicht nur Eisbröckchen im Dessertglas habe, sondern schöne Kugeln formen kann. Dieses Mittel ist ein Lebensmittelzusatzstoff mit der Nummer E410. Das Johannisbrotkernmehl hat den Vorzug, dass es auch kalte Speisen bzw. Eisrohmassen bindet und nicht erst durch Hitze die Bindeeigenschaft aktiviert werden muss, wie es beispielsweise bei Speisestärke der Fall ist. Das Mittel ist bei der richtigen Dosierung unbedenklich. Es kann bei Überdosierung eine abführende Wirkung entwickeln und auch Soja-Allergiker sollten zu Alternativen wie beispielsweise Guarkernmehl (E412), ebenfalls ein „Kaltbinder“, greifen.

Die Formbarkeit des Eises wäre somit also gesichert. Nun gibt es aber noch ein Problem, das bei den meisten Eisrezepten für die heimische Küche auftreten wird: Wird das fertige Eis bei -18°C länger als nur ein paar wenige Stunden aufbewahrt, wird es steinhart und man könnte es beinahe dazu verwenden, einen Nagel in die Wand zu schlagen. Es braucht also eine Art „Frostschutzmittel”, sodass der Gefrierpunkt der Eismasse soweit gesenkt wird, dass es auch bei den üblichen -18°C nicht steinhart gefriert. Das kann beispielsweise durch Alkohol oder Zucker geschehen. Ich bevorzuge die alkoholfreie Variante, was das Eis auch für Kinder, Schwangere und Personen, die Alkohol meiden, genießbar macht. Ein Zuckergehalt von 32° Brix ist genau das, was wir hier brauchen. Allerdings sollte man nicht versuchen, diesen Zuckergehalt mit herkömmlichem Haushaltszucker (Saccharose) zu erreichen. Das Ergebnis würde viel zu süß werden. Auch Süßstoff ist hierfür nicht geeignet. Die besten geschmacklichen Ergebnisse erzielt man hier mit Akazienhonig, Agavendicksaft, Invertzucker oder Glukosesirup. Ich bevorzuge aus dieser Gruppe den Glukosesirup, den ich mir mit Traubenzuckerpulver aus dem Supermarkt und Wasser in kurzer Zeit selbst herstelle.

Das sind im Prinzip die Grundzüge meiner Eismacherei gewesen. Aber das Thema Eis ist damit längst nicht abgeschlossen. Es gibt einige Zutaten, aus denen man Eis machen kann, aber dazu besser ein paar Aspekte beachtet. So gibt es beispielsweise Früchte, die ein eiweißspaltendes Enzym beinhalten. Das ist vor allem bei Ananas, Kiwi und Papaya der Fall, um nur ein paar zu nennen. Wenn ihr schon einmal frische Ananas oder eine Kiwi zusammen mit Joghurt gegessen habt, dann kennt ihr dieses komische Mundgefühl bzw. den Geschmack und genau das ist die Folge dieses Enzyms. Möchte man ein Sahneeis oder, wie hier, ein Eis mit Kokosmilch, also einem eiweißhaltigem Produkt zubereiten, dann sollte man diese Enzyme zuerst ausschalten. Das geht, indem man die Ananas in Stücken entweder getrennt oder gemeinsam mit den restlichen Bestandteilen der Eisrohmasse erhitzt. Ist das erfolgt, steht einem leckeren Ananas-, Kiwi- und/oder Papaya-Eis nichts mehr im Wege.
Möchte man sich ein Eis ohne eiweißhaltige Zutaten herstellen, beispielsweise in Form eines Sorbets, dann braucht es das Erhitzen der Frucht nicht.

Auch bei der Zutat Naturjoghurt kann es Probleme bei der Verarbeitung zur Eiscreme geben. Wenn ihr Joghurt im Supermarkt kauft, dann habt ihr die Wahl zwischen festeren und bereits cremig gerührten Joghurtsorten. Verwendet man den festeren Joghurt und verrührt diesen nicht ausreichend, hier reicht es meistens nicht aus, die Masse durch einen Mixer zu jagen oder zu pürieren, dann wird das Eis bröckelig. Hier hilft uns die Lebensmittelindustrie und bietet einen bereits cremig gerührten Joghurt an und den sollte man auch verwenden. Bei der Verwendung dieses bereits cremig gerührten Joghurts sollten keine Schwierigkeiten mehr entstehen.

Ihr seht also, dass es doch einige Dinge gibt, die beim Eismachen beachtet werden wollen. Dennoch darf man sich davon nicht abschrecken lassen. Wenn ihr kein Johannisbrotkernmehl bekommt (spätestens in Reformhäusern solltet ihr fündig werden): Dann lasst es weg. Wenn ihr euch die Spielerei mit dem Glukosesirup nicht antun möchtet: Lasst es weg. Ihr bekommt auch ohne diese beiden Ergänzungen ein gutes Eis, das dann aber möglichst sofort verzehrt werden sollte. Vorrang hat der Spaß an der Sache, der Erfolg und der tolle Geschmack des selbst hergestellten Eises. Alles Weitere ist Kür. In diesem Sinne wünsche ich euch einen leckeren Frühling.

Hat Dir "Selbstgemachtes Eis genießen" gefallen? Dann schreib uns einen Kommentar oder teile unseren Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook, Pinterest oder Instagram folgen.


Täglich kostenlose News zu Lifestyle, Liebe & mehr!

In 2 einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

  1. Klicke auf „Start“ und schick in WhatsApp die Nachricht ab
  2. Speichere unbedingt unsere Nummer als "Erdbeerlounge", um den Newsletter zu erhalten!

Was denkst du?