Japanischer Lunch

Tokens bunte Bento Box

Ob ganz “klassisch” mit Reis, Frühlingsrollen und Teriyaki-Karotten oder mit internationalem Flair, Tokens Bento Box Rezepte lassen keine Wünsche offen. Die Foodbloggerin verrät Dir, wie auch Du Deine eigene Bento Box kreierst und hat Tipps und Tricks auf Lager, wie Du aus Deinen Lieblingsgerichten waschechte Bento Box Rezepte machst.

Hallo liebe Rezeptkasten Leser!

Mein Name ist Token, ich bin Designstudentin aus Nürnberg und ein Foodie mit Leib und Seele.

Seit über 5 Jahren blogge ich auf Bento-Lunch-Blog.de über die japanische Küche und über Bento, der japanischen Lunchbox. Außerdem findet man auf meinem Blog viele Beiträge über asiatische Küche und Kultur, schnelle und vor allem ausgefallene Alltagsrezepte, Geschirr, Reviews zu Restaurants, Asialäden, foodbezogene Bücher, asiatische Zutaten sowie Snacks und Süßigkeiten. Lasst euch überraschen! :)

Mit meinen Rezepten möchte ich besonders junge Leute zum Kochen anregen, weshalb viele Rezepte einfach sind und schnell gehen, aber trotzdem genial schmecken. Außerdem bemühe ich mich stets Schritt-für-Schritt-Fotos zu zeigen, um meinen Lesern das Kochen zu erleichtern. Ich habe selbst erst mit 20 das Kochen für mich entdeckt und weiß, wie schwer es für einen Anfänger sein kann, Rezepten zu folgen. Komischerweise habe ich damals mit der komplexen indischen Küche angefangen (und ich liebe sie immer noch), bevor ich dann das erste Mal japanisch kochen lernte. Daraufhin stieß ich auf das Thema Bento und es fesselt mich bis heute.

Ich möchte deswegen das Bento etwas näher thematisieren:
Was unterscheidet die japanische Lunchbox von unseren westlichen Pausendosen? Um das zu verstehen muss man wissen, wie Japaner essen. Die traditionelle japanische Esskultur Washoku ist im Jahr 2013 zum Unesco Weltkulturerbe ernannt worden. Eine der Grundregeln des Washoku besagt, dass in einer Mahlzeit mindestens fünf verschiedene Farben, fünf verschiedene Geschmacksrichtungen und fünf verschiedene Zubereitungsmethoden enthalten sein müssen. Viele Japaner glauben, dass erst durch die Aufnahme von möglichst vielen verschiedenen Speisen auch die vollständige Nährstoffaufnahme gesichert ist. Die Bentobox ist die Lösung für unterwegs. Sie vereint all die verschiedenen Speisen auf kompaktesten Raum in einer Box.
Mir geht es nicht darum meinen Lesern zu sagen, dass ihre normale Pausendose doof ist oder schlecht. Ich möchte eher deren Horizont erweitern und ihnen verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, wie sie ihr Mittagessen noch gestalten können. Abwechlsungsreich, lecker, optisch ansprechend und so einfach, dass man sich jeden Tag so eine Box zusammen stellen kann. Fans japanischer Esskultur kommen natürlich besonders auf ihre Kosten.

Die richtige Box:
Bevor ihr loslegt müsst ihr noch eine passende Box auswählen. Es muss keine echte Bentobox aus Japan sein. Wichtig ist, dass sie nicht zu hoch sein darf (maximal 5-7 cm) und nicht zu groß (maximal 1000 ml im Volumen, besser etwas weniger). Anders als wir es kennen, werden Bentoboxen sehr eng gepackt. Das verhindert, dass die Speisen in der Box rumfliegen können und somit das Arrangement zerstört wird. Alle Speisen müssen wirklich bis an die Decke gefüllt werden, damit sich nichts vermischen kann. Außerdem ist die Box dann viel kompakter und platzsparender in euerer Tasche.

Bentobox nach traditioneller Art
Ich beginne mit einer traditionelleren Bentobox. Das bedeutet ich packe Reis und asiatisch gewürzte Beilagen hinein.

Einfach schön anzusehen: Tokens traditionelle Bento Box

Ein unwiderstehlicher Augenschmaus: Die traditionelle Bento Box

Man kann im Prinzip alles hineinpacken, was einem schmeckt. Folgende Speisen habe ich für diese Box ausgewählt: Gekochter Reis (am besten japanischen Rundkornreis oder Jasminreis) mit gerösteten schwarzen Sesam. Dazu gab es etwas Salat, Karottenstreifen in Teriyakisoße, frittierte Frühlingsrollen, frische Tomaten und Omelettstreifen.

Rezept für Teriyaki-Karottenstreifen:
Zutaten:
2 Karotten
1/2 EL Chiliöl
1/2 TL Shichimi Togarashi (Japanische 7 Gewürzmischung)
2 – 3 EL Teriyakisoße

Zubereitung:
Schritt 1: Karotten mit einem Sparschäler in Streifen hobeln
Schritt 2: In einer Pfanne das Chiliöl erhitzen und die Karotten scharf anbraten.
Schritt 3: Mit Shichimi Togarashi würzen (alternativ geht auch normales Chilipulver) und mit Teriyakisoße ablöschen. Hitze auf niedrigste Stufe stellen und kurz weiter braten, bis die Soße eindickt. Aufpassen, dass die Teriyakisoße nicht verbrennt. FERTIG!

So leicht machst Du Deine Bento Box

So geht es Schritt für Schritt zur Bento Box

Behaltet immer die oben genannten 5 Washoku-Regeln im Hinterkopf, damit eure Box abwechslungsreich und auch optisch ansprechend wird. Arrangiert die Speisen so nebeneinander, sodass sie am meisten Kontrast erhalten. Also nicht das gelbe Ei neben den goldgelben Frühlingsrollen, denn dann verschwimmen beide Speisen farblich ineinander. Besser ist es, wenn ihr dazwischen eine andersfarbige Speise setzt. Wie z.B. hier die Tomaten.
Essenstrenner (wie hier der Salat) sind in Bentoboxen sehr wichtig. Damit separiert man verschiedene Speisen untereinander. Toppings (hier der schwarze Sesam auf dem Reis und der Schnittlauch auf den Karotten) geben dem Ganzen noch mehr Details und runden das Ganze perfekt ab.

Bentobox nach westlicher Art
An diesem Beispiel kann man gut sehen, dass nicht die japanischen Zutaten oder die Box das Entscheidende ist. Es ist vielmehr die Art und Weise, wie die Speisen in der Box arrangiert werden. Mit einer normalen Tupperdose kann man ebenso gut Lunchboxen nach Bentophilosophie packen!

Bento Box Rezepte begrenzen sich nicht nur auf japanische Küche

Bento Box mit internationalem Flair. Heute: Eine Reise nach Bella Italia.

Folgende Speisen sind enthalten: Spaghetti mit Champigons, Tomaten und Parmesan, gebratene Zucchinistreifen, frittierte Calamariringe mit Ketchup und frische Tomaten.

Rezept für schnelle Champigon-Spaghetti
Zutaten:
1 Portion Spaghetti
4 – 5 Champigons
1/2 Tomate
1 Knoblauchzehe
2 EL Sahne
1 EL Parmesan
Petersilie
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Schritt 1: In einem Topf mit Salzwasser die Spaghetti etwas kürzer als aldente kochen. Dabei etwas Nudelwasser behalten.
Schritt 2: Champigons putzen und in Scheiben schneiden, Tomaten grob würfeln, Knoblauch und Petersilie fein hacken.
Schritt 3: In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und Knoblauch leicht anschwitzen. Gemüse gleich hinzugeben und anbraten.
Schritt 4: Nun die gekochten Nudeln hinzugeben und mitschwenken. Alles mit Sahne ablöschen und mit Salz und Pfeffer kräftig würzen.
Schritt 5: Jetzt die Pfanne vom Herd nehmen und den Parmesan unterheben. Am Ende alles mit einem Schluck Nudelwasser vermengen, damit es nicht zu trocken wird. Mit Petersilie garnieren. FERTIG!

Rezept für die gebratenen Zucchini-Streifen:
Zutaten:
1 Zucchini
1 Knoblauchzehe
Salz und Pfeffer
1 Schuss Balsamicoessig

Zubereitung:
Schritt 1: Zucchini mit einem Sparschäler in breite Bänder hobeln.
Schritt 2: In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und den Knoblauch darin anschwitzen. Zucchini dazu geben und scharf anbraten.
Schritt 3: Am Ende mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken und mit einem Schuss Balsamicoessig würzen. FERTIG!

Als Essenstrenner dienen hier das Silikonförmchen und das Soßenfläschchen. Auf diese Weise saugen sich die Calamariringe nicht mit der Soße der Nudeln oder der Zucchini voll. In den kleinen Fläschchen wird normalerweise Sojasoße transportiert, aber auch für Ketchup sind solche Fläschchen praktisch. Sie beinhaltet genau die richtige Menge.

Wer noch mehr über Bento wissen möchte oder auf der Suche nach weiteren schnellen Rezepten ist, schaut einfach mal beim Bento-Lunch-Blog vorbei! Ich freu mich auf euch! :)
Eure Token

Kommentar (1)

  • Ich bin totaler Fan von Bento-Boxen! Darin bekommt man alles gut von A nach B bzw. mit in die Mittagspause! Deinen Blog habe ich auch schon besucht & meine Box auch schon mit manch einer von Dir gebloggten Leckerei befüllt!😀