Einfach gut!

3 Schritte zum perfekten Kartoffelgratin

Meike Leyerleam 16.02.2016 um 11:15 Uhr

Es gilt als schwieriges Gericht, das Hobbyköchen ihr ganzes Können abverlangt, doch in der Küchenrealität sieht es ganz anders aus: In wenigen Schritten und mit einigen handverlesenen Zutaten kann jeder, der einen Sparschäler bedienen kann, ein köstliches Kartoffelgratin zaubern! Wie das geht? Wir zeigen es Dir – und liefern die besten Rezepte gleich mit.

Woher das Kartoffelgratin seinen anspruchsvollen Ruf hat? Das wissen wir auch nicht so genau, aber wir räumen jetzt mal mit dieser Küchenweisheit auf. Kartoffelgratin ist ein einfaches Gericht, das wirklich jedem gelingt – wenn man sich an ein paar einfache Regeln hält und diese Schritte befolgt:

1. Die Wahl der Kartoffeln

Die Knolle ist nicht nur Namensgeber, sondern auch wichtigste Zutat des Kartoffelgratins, daher will beim Einkaufen wohl überlegt sein, welche der vielen Sorten im Wagen und somit im Gratin landet. Am besten geeignet sind festkochende Kartoffeln, da sie weder beim Garen im Ofen noch beim Servieren auseinanderfallen – somit macht das Kartoffelgratin dann auch optisch einiges her. Besonders aromatisch ist die Sorte Linda, gut zu erkennen an ihrer leicht rötlichen Schale. Aber auch andere Sorten mit der festkochenden Eigenschaft können in ein herrliches Kartoffelgratin verwandelt werden.

Kartoffelgratin in einer kleinen Auflaufform

So einfach gelingt ein traumhaft gutes Kartoffelgratin

Im Anschluss an den Einkauf stellt sich dann direkt die nächste Frage, die bei vielen Kartoffelgerichten die Hobbyköche in zwei Lager spaltet: Kochen oder roh? Beim Kartoffelgratin gibt es nur eine Antwort: Rohe Kartoffeln ergeben das beste Kartoffelgratin, so steht es schon im französischen Originalrezept – und daran sollte man auch nicht rütteln, weil die Knollen beim Gratinieren sonst einfach zu weich werden würden. Die rohen Kartoffeln muss man also einfach nur in Scheiben schneiden, in eine Auflaufform schichten und anschließend mit der Soße bedecken – fertig ist das Kartoffelgratin in spe.

2. Käse oder kein Käse, das ist hier die Frage!

Anschließend geht es allerdings direkt weiter mit den kulinarischen Entscheidungen: Mit Käse oder ohne? Das ursprüngliche Kartoffelgratin, das aus Frankreich stammt und dort als Gratin dauphinois bekannt ist, kommt gänzlich ohne goldgelbe Käsekruste aus. Auf die rohen Kartoffelscheiben wird lediglich eine Soße aus Sahne und Kräutern gegeben, dann wandert die Leckerei in den Ofen. Eine Weiterentwicklung, das Gratin savoyard, setzt auf das gleiche Grundrezept, fügt dem Ganzen dann aber noch eine Schicht geriebenen Hartkäse hinzu, der für noch mehr Würze sorgt. Beim Käse ist die Entscheidungsfreiheit also ungleich größer als bei der Frage, ob die Kartoffeln gekocht werden sollen oder nicht. Denn es ist erlaubt, was schmeckt!

3. Kartoffelgratin aufpeppen

Beide französische Klassiker sind für sich genommen schon unglaublich lecker, doch das heißt nicht, dass man ein Kartoffelgratin nicht noch weiter veredeln kann. Zum einen hat die Soße Erweiterungspotenzial, die Sahne kann beispielsweise durch Milch ersetzt werden, um das Kartoffelgratin figurfreundlicher zu gestalten. Wer nicht auf seine schmale Linie achten will oder muss, der kann außerdem Butter hinzufügen. Gewürze wie Muskatnuss runden die Soße aromatisch ab. Zum anderen kann das Kartoffelgratin durch weitere Zutaten wie gewürfelte Zwiebeln, Speck oder Schinken oder auch weitere Gemüsesorten ergänzt werden, sodass immer wieder ein neues Gericht entsteht – obwohl es eigentlich immer wieder Kartoffelgratin gibt. Noch mehr Rezeptideen gibt es hier:


Von wegen schwierig! Drei einfache Schritte reichen aus, um das perfekte Kartoffelgratin auf den Teller zu zaubern. Und dann geht der Genuss erst richtig los, denn das Gratin macht sowohl als Beilage als auch als Hauptgericht eine gute Figur. Wir wünschen gutes Gelingen und guten Hunger!

Bildquelle: iStock/oxyzay

Kommentar (1)

  • Isst Du Kartoffelgratin lieber mit oder ohne Käse?