Snack-Hit

Ofenkartoffeln: Einfach & lecker

Meike Leyerleam 18.01.2016 um 17:02 Uhr

Kartoffeln sind langweilig? Von wegen! Wenn man weiß, wie man die Knolle gekonnt in Szene setzen kann, wird sie ganz schnell zu einem echten Highlight auf dem Teller. Ofenkartoffeln sind dafür das beste (und vermutlich auch leckerste) Beispiel, denn sie sind die perfekte Beilage, ein Snack, der Spaß macht und garantiert niemals langweilig wird. Unsere Rezepte machen es möglich…

So gut, so einfach, so gesund, so lecker! Die positiven Eigenschaften von Ofenkartoffeln sind vielschichtig: Sie sind schnell zubereitet, lassen sich wunderbar als Beilage zu Fleisch und Fisch kombinieren, schmecken aber auch als leichtes Hauptgericht mit einem herrlich frischen Dip wunderbar. Außerdem haben sie wenig Fett und belasten daher das Hüftgold nicht. Dann ist da ihr unvergleichlich guter Geschmack, der garantiert jeden Skeptiker überzeugen wird. Falls jemand mit dem Begriff Ofenkartoffeln so gar nichts anfangen kann, mag das daran liegen, dass sie – je nach Region – auch als Back- oder einfach gebackene Kartoffeln bekannt sind. Ob nun Back- oder Ofenkartoffeln, bei diesem Gericht ist der Name Programm, denn die Knolle wird ohne die Zugabe von Wasser oder Brühe in der Hitze eines (Back-)Ofens gebacken – und das ist im Prinzip auch schon der ganze Zauber, der hinter den Ofenkartoffeln steckt.

Ofenkartoffel mit Dip

Frisch, einfach und einfach lecker: Ofenkartoffeln sind immer die richtige Wahl!

In der Regel wird die Kartoffel mitsamt Schale gegart, diese wird beim Backen leicht knusprig und kann daher gut und gerne mitgegessen werden. Im Idealfall verwendet man daher Bio-Kartoffeln, sie sind unbehandelt und es verstecken sich keinerlei Pestizide in der Schale. Besonders gut eignen sich mehlig-kochende Kartoffeln, da ihr Inneres beim Garen herrlich weich wird, die Knolle aber dennoch nicht in sich zusammenfällt. Vor dem Gang in den Backofen müssen die Ofenkartoffeln in spe unbedingt gewaschen werden, damit keine Sand- oder Bodenreste auf dem Teller landen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass die Ofenkartoffeln beim Garen nicht aufplatzen, kann die Schale einige Male mit einer Gabel einstechen, so kann die Hitze besser entweichen. Ist sie fertig gebacken, kann man die Knolle entweder unversehrt servieren, oder man schneidet sie längs ein – aber nicht zu tief, sie soll nicht halbiert werden! – und gibt dann einen Löffel Dip, etwas Butter oder einfach eine Prise Salz auf das dampfende Innere der Ofenkartoffeln.

Ofenkartoffeln mal anders – Varianten von lecker

Statt eine ganze Kartoffel in eine Ofenkartoffel zu verwandeln, gibt es auch Rezepte, in denen die Knollen vor dem Garen halbiert werden. Die Schnittflächen werden dann mit Olivenöl oder Butter bestrichen, mit Salz sowie frischen Kräutern bestreut und anschließend auf ein Backblech gelegt. Die Schnittfläche zeigt dabei nach unten, so werden die Kartoffeln dann gebacken, bis sie innen schön weich und außen besonders knusprig geworden sind. Wie lange das dauert, hängt stark von der Größe der einzelnen Kartoffeln ab. Bei mittelgroßen Exemplaren sollten 15 Minuten bei 180 Grad (Umluft, vorgeheizt) in der Regel ausreichen. Eine weitere Version der Ofenkartoffeln sind die sogenannte Folienkartoffeln: Die Knollen werden dabei in ein Stück Alufolie gewickelt und dann direkt in der Glut eines Ofens oder Holzkohlegrill gebacken. Die Folie schützt die Kartoffeln dabei sowohl vor Verbrennungen als auch vor dem Austrocknen. Diese Form der Ofenkartoffeln ist besonders im Sommer beliebt, wenn sowieso viel gegrillt wird – da werden die Knollen einfach unter den Rost in die glühenden Kohlen gelegt und etwa 20 Minuten später hat man eine köstliche Beilage zu gegrilltem Fleisch und Gemüse auf dem Tisch, ganz ohne große Vorbereitungen. Der Trick mit der Alufolie kann übrigens auch bei klassischen Ofenkartoffeln, die im Backrohr zubereitet werden, helfen: Sind die Knollen nämlich besonders groß, trocknen sie während der recht langen Garzeit gerne mal aus. Die Folie schließt die enthaltene Feuchtigkeit ein und sorgt so für großen Genuss auch bei großen Kartoffeln. Viele weitere köstliche Ideen rund um Ofenkartoffeln, mit denen Du für jede Menge Abwechslung sorgen kannst, findest Du hier:

Ofenkartoffeln international: Kumpir

Eine ganz besondere Variante der Ofenkartoffeln ist die sogenannte Kumpir, die aus der südosteuropäischen Küche stammt: Als spanische Seefahrer die Knolle aus Südamerika mit nach Europa brachten, entstand auf dem Balkan die Idee, Kartoffeln mit Butter oder Joghurt zu essen. Diese Spezialität schaffte irgendwann den Sprung über die türkische Grenze, wo findige Feinschmecker den Leckerbissen weiterentwickelten und mit türkischer Salami, Käse und anderen Köstlichkeiten kombinierte. So entstand die Kumpir, die heute auch hierzulande in speziellen Kumpir-Imbissrestaurants zu bekommen ist. Die Knolle wird dabei in einem speziellen, dreistöckigen Ofen gebacken, anschließend der Länge nach aufgeschnitten und das Innere der Ofenkartoffel wird mit einer Gabel aufgelockert. Anschließend wird etwas Butter untergehoben, sie sorgt für ein besonders feines Aroma. Und dann kommt der große Moment, in dem Kreativität gefragt ist: Feta, Zwiebeln, geriebener Käse, Schinkenwürfel, Tomaten, Couscous, Bulgur – all das und noch viele andere Zutaten sind möglich, um den orientalischen Ofenkartoffeln das gewisse Etwas zu verleihen. Meistens wird zum Schluss auch eine Soße oder ein Dip auf die Kumpir gegeben, das macht die dekadente Kartoffel dann richtig schön frisch. Falls Du Dein Gericht übrigens nicht selbst zusammenstellen möchtest, kannst Du Dich voll und ganz auf den Geschmack der Köche verlassen, in den meisten Kumpir-Restaurants gibt es jede Menge vorgefertigte Kombinationen zu entdecken.

Ob orientalische Kumpir oder klassische Ofenkartoffeln, ob als vollwertige Mahlzeit oder als Beilage, die tolle Knolle macht einfach immer eine gute Idee, wenn sie aus dem Ofen auf den Teller wandert. Und Langweile ist dabei ein absolutes Fremdwort, die Wandelbarkeit der Ofenkartoffeln kennt keine kulinarischen Grenzen!

Bildquelle: iStock/HandmadePictures

Kommentar (1)

  • Meike Leyerle am 18.01.2016 um 16:14 Uhr

    pur, gefüllt, mit Sour Cream, wie magst Du Ofenkartoffeln am liebsten?