Süße Lösung

Die Kapselmaschine der Zukunft

Kapselmaschinen erfreuen sich größter Beliebtheit. Kein Wunder, schließlich sind die bunten Geräte nicht nur echte Hingucker in der Küche, sondern auch für kleine Haushalte und den gelegentlichen Kaffeetrinker der ideale Begleiter. Einziges Manko: Die Kapseln. Ihre Ökobilanz treibt einem schnell die Schamesröte ins Gesicht. Clevere Köpfe haben sich nun eine Kapselmaschine einfallen lassen, bei der sich die Kapsel in Wohlgefallen auflöst. Müll? Nicht mit dieser Erfindung.

So eine Kapselmaschine hat schon etwas für sich. Einschalten, Kapsel für den Kaffee nach Wunsch einlegen, Knöpfchen drücken, fertig ist die heißgeliebte Tasse frisch aufgebrühter Espresso. Oder Cafe Crema. Oder Cappuccino. Oder Caffe Latte. Für viele Genießer ist die Kapselmaschine der Coffee House Ersatz, das Versprechen von intensiven Espressokreationen in den eigenen vier Wänden. Filterkaffee? So 2010. Eine Kapselmaschine ist aber auch einfach praktisch. Statt allein mit einer ganzen Kanne kämpfen zu müssen oder jedem den gleichen, warmgehaltenen Kaffee anbieten zu müssen, kann sich jeder genau das Getränk zubereiten, wonach der Gaumen ruft. Schließlich gibt es für jede Bohne, jedes Getränk und jeden Geschmack die passende Kapsel. Doch der Luxus hat auch seine Schattenseiten, schließlich wandert jede Kapsel (die meist aus Kunststoff und / oder Aluminium besteht) nach einmaligem Gebrauch in den Müll. Wie das Onlinemagazin „takepart.com“ berichtet, ist die Kapselmaschine ist inzwischen so stark verbreitet, dass allein im vergangenen Jahr so viele Kapseln verkauft wurden, dass man mit ihnen mehr als zehn Mal die Erde umrunden könnte. Ganz schön viel Müll für die frisch gebrühte Bequemlichkeit, bei dem es jedem Besitzer einer Kapselmaschine etwas mulmig werden dürfte.

Löst sich vielleicht bald in Wohlgefallen auf: Der Müll einer Kapselmaschine

Ganz schön viel Müll – jede Tasse einer Kapselmaschine bedeutet eine Belastung für die Umwelt

Die Kapselmaschine mit weniger Müll

Doch es gibt Hoffnung für die Ökobilanz der Kapselmaschine und das gute Gewissen ihres Besitzers: Ein findiger Kopf aus Singapur hat sich jetzt ein System einfallen lassen, bei dem die Kapsel nach dem Zubereiten wie von Zauberhand verschwunden ist. Der Designer Eason Chow hat eine Kapselmaschine entwickelt, dessen Kapseln aus Zucker bestehen. „Droops“ heißt die geniale Erfindung, bei der gemahlener Kaffee mit kandiertem Zucker umhüllt wird, der sich beim Brühen einfach mit auflöst. So landet später nichts im Müll. Wer es süß mag, füllt seine Kapselmaschine mit den Exemplaren, die einen dickeren Zuckermantel mitbringen. Wer Zucker sparen möchte, bekommt auch Kapseln mit einer hauchdünnen Hülle. Das minimalistische Design der Kapselmaschine ist überraschend simpel: Sie besteht aus drei Elementen, die Basis sorgt für die nötige Hitze, in der Mitte befindet sich ein Wassertank und den Abschluss bildet eine Pumpe mitsamt Kapselhalter. Zusammengebaut ergeben sie eine Kapselmaschine, die ohne große Elektronik oder viele Knöpfchen auskommt.

Die süßen Kaffeekapseln sind sicherlich ein zukunftsträchtiges Modell, das die Ökobilanz einer Kapselmaschine gleich viel grüner werden lässt. Schließlich wandert nicht mit jeder Tasse Kaffee eine Handvoll Müll in den Eimer. Einziges Manko: Wer bewusst auf Zucker verzichten möchte, wird sich mit dieser Kapselmaschine wohl nicht anfreunden können. Für alle anderen ist sie sicherlich eine Investition wert. Bislang ist diese futuristische Kapselmaschine allerdings noch Zukunftsmusik – wollen wir mal hoffen, dass sie in absehbarer Zeit live und in Farbe zu haben ist, damit wir dem Plastikkaffee bald Lebewohl sagen können.

Bildquelle: iStock / MassimilianoDoria

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