Cocktail-Trends

Genug Hugo! Zeit für ein neues Sommergetränk

Nina Rölleram 04.07.2016 um 16:06 Uhr

Es ist Sommer und wie jedes Jahr stellt sich die Frage: Was wird unser neues Sommergetränk? Hugo und Aperol Spritz waren die Trendsetter der vergangenen Jahre. Wir finden: Es ist höchste Zeit für ein neues Trendgetränk! Doch was macht einen Sommer-Drink eigentlich aus? Und welches Getränk könnte es schaffen, den Titel „Sommergetränk des Jahres“ zu tragen? Wir verraten es Dir und stellen einige heiße Anwärter vor!

Die vergangenen Jahre haben uns besonders im Sommer mit neuen Cocktail-Kreationen überrascht, die innerhalb kürzester Zeit deutschlandweit in allen Bars und auf jeder Gartenparty getrunken wurden. Einer der prominentesten Vertreter ist Hugo, der seit Sommer 2010 sprichwörtlich in aller Munde ist. Mittlerweile hat sich Hugo seinen festen Platz auf den deutschen Getränkekarten erkämpft und ist sogar bereits Aperol Spritz Konkurrenz, der sich in den Jahren zuvor als Sommergetränk etabliert hatte. Uns dürstet es langsam nach einem neuen Drink und wir haben daher die Anwärter einmal genauer unter die Lupe genommen.

Sommerdrinks

Sommerzeit ist Cocktail-Zeit! Nur welchen trinkt man dieses Jahr?

Was macht einen Cocktail zum Sommergetränk?

Sommer ist auch die Zeit der Grillabende, Gartenparties und Biergärten. Sobald es draußen warm wird, treffen wir uns mit unseren Liebsten und genießen gemeinsam erfrischende Getränke. Wenn die Temperaturen so richtig in die Höhe schießen, sollte der Drink möglichst erfrischend und nicht zu schwer sein, sowie einen niedrigen Alkoholgehalt aufweisen: Denn Hochprozentiges steigt uns bei Hitze schnell zu Kopf und dehydriert den Körper nur unnötig. Sowohl Aperol Spritz, als auch Hugo gehören zur Kategorie der Spritz-Getränke: Wahlweise eine Mischung aus Sekt oder Weißwein und Sprudelwasser mit nur wenigen weiteren Zutaten. Wie der Name bereits verrät, handelt es sich hier um ein erfrischend „spritziges” Getränk, perfekt also für heiße Tage. Neben Geschmack und Alkoholgehalt ist auch eine einfache Zubereitung, sowie eine gute Verfügbarkeit der Zutaten entscheidend. Denn wer hat schon Lust in der Sommerhitze einem komplizierten Rezept aus unzähligen exotischen Zutaten zu folgen? Erfrischend, spritzig, einfach und dabei doch überraschend sollte es also sein, unser Sommergetränk für dieses Jahr.

Lillet Berry – das Trendgetränk aus dem Vorjahr

Lillet

Lillet Berry – das Sommergetränk 2015

Der Lillet Berry wird als das Trendgetränk des Sommers 2015 bezeichnet, hat es aber noch nicht zu einer vergleichbaren Bekanntheit wie der Hugo geschafft. Lillet Berry besteht im Wesentlichen aus zwei Zutaten: Lillet Blanc, einem herben französischen Wein-Aperitif mit Zitrusnote und der Limonade Russian Wild Berry aus dem Hause Schweppes. Der Drink wird einfach auf Eiswürfel gegossen und stilecht mit einer Erdbeere garniert. Mit seinem sowohl fruchtigen als auch herben Geschmack und dem geringen Alkoholgehalt, ist Lillet Berry definitiv ein Getränk für heiße Tage. Ob es Lillet Berry aber noch zum Kult-Status schafft, bleibt abzuwarten. Die Zubereitung ist zwar einfach, jedoch lässt das Rezept wenig Spielraum für alternative Zutaten. Wenn Du Lillet und Russian Wild Berry in Deinem Supermarkt nicht findest, kannst Du sie auch bequem bei Amazon bestellen.

Tschüss Hugo, Hallo Oskar?

Hugo hat viele Bartender in Deutschland zu neuen Kreationen inspiriert. Angelehnt an das Vorbild, haben auch die neuen Drinks Retro-Namen, wie etwa Oskar aus der Bar Gabanyi in München. Oskar besteht aus Amaro, einem italienischen Kräuterbitter, Tonic Water, Grapefruitsaft und Sprudelwasser. Die Mischung verspricht erfrischend herb, dabei jedoch weniger bitter als Aperol Spritz zu sein. Wir finden, dass diese Mischung zwar vielversprechend klingt, jedoch wird Oskar bislang nur in der besagten Bar angeboten. In Sachen Marketing muss Oskar also erst noch vom großen Bruder Hugo dazu lernen, bevor er sich Sommergetränk des Jahres nennen darf.

Die Damen: Inge und Helga

Inge

Ingwer verleiht Inge die nötige Würze

Die nächsten beiden Kontrahentinnen stehen in der gleichen Namenstradition wie ihre Kumpels Hugo und Oskar. Dabei ähneln beide in ihrer Komposition noch deutlicher dem Hugo. Helga unterscheidet sich dabei vor allem farblich, da statt Holunderblüten- nämlich Himbeersirup verwendet wird. Wir halten diese Variation zwar für eine nette Idee, aber das Austauschen des Sirups macht noch lange keinen neuen Sommerdrink. Inge wirkt da schon ein wenig innovativer. Zwar wurde auch hier lediglich der Holunderblütensirup ausgetauscht, jedoch verleiht Ingwersirup dem Getränk eine gewisse Schärfe. Helga ist auf jeden Fall eine peppigere Variante des Hugos, kann uns aber als neues Sommergetränk auch noch nicht vollends überzeugen.

 

Retro-Trend: Zurück zu den Klassikern

Moscow Mule

Der Moscow Mule: klassisch in der Kupfer-Tasse serviert

Vielleicht müssen wir das Rad womöglich gar nicht neu erfinden, sondern können uns auch alt bewährten Klassikern widmen. Trendforschern zufolge sind Retro-Cocktails wie der Moscow Mule, Margaritas und der Cosmopolitan wieder sehr angesagt. So galt der Moscow Mule, eine Mischung aus Wodka, Ginger Beer und Limettensaft, in Frankreich als das Sommergetränk des vergangenen Jahres. Die Klassiker haben sich schließlich über Jahre bewährt und können mit etwas Fantasie auch in moderne Varianten verwandelt werden.

Auf der Suche nach dem Sommergetränk des Jahres können wir bislang noch keinen eindeutigen Sieger küren. Hugo hat auf jeden Fall begrüßenswerte Gesellschaft von Oskar, Inge und Helga bekommen. Vielleicht lässt ein definitives Sommergetränk auch noch bis zum nächsten Jahr auf sich warten. So lange bleibt uns genug Zeit vergessene Klassiker wiederzuentdecken.

Bildquelle: iStock/JacobAmmentorpLund, iStock/diamant24, iStock/a_namenko iStock/NorthStar203

Kommentare


Food News & Trends: Mehr Artikel