Einfach gut!

Panini selbst machen

Meike Leyerleam 05.11.2015 um 16:41 Uhr

Zwei Toastscheiben, Schinken, Käse, fertig ist ein Sandwich. Mag sein, dass es so einfach ist, aber wer sich einen richtig leckeren Happen gönnen will, der sollte unbedingt mal Panini probieren – und zwar nicht irgendwelche, sondern selbstgemachte Panini! Klingt kompliziert? Ist es aber gar nicht! Wir verraten Dir, wie einfach es ist, das Brot für Panini selbst herzustellen und welche leckeren, abwechslungsreichen Beläge es für Deine Sandwiches gibt!

Panini stammen aus Italien, in ihrer Heimat sind die ein ganz typisches Gebäck, das mit allerlei Leckereien belegt ist. Meistens werden sie als Zwischenmahlzeit gegessen, daher sind die Happen eher kleine Brötchen statt große Brote. Vom Brot haben Panini übrigens auch ihren Namen: pane ist der italienische Begriff für Brot, daraus entstand der Begriff Panino, der ein einzelnes Sandwich beschreibt. Geläufiger ist jedoch die Mehrzahl, Panini sind wortwörtlich in aller Munde.

Panini auf Holz

Ein hausgemachtes Panini ist die perfekte Zwischenmahlzeit!

Wer jetzt aber denkt, dass Panini einfach belegte Brötchen sind, wie wir sie hier aus der Theke beim Lieblingsbäcker kennen, der irrt. Das Brot für Panini hat mit Brötchen, so wie wir sie kennen, nicht allzu viel gemein. Da echtes Panini-Brot in Deutschland nirgends zu bekommen ist, werden sie in deutschen Küchen und Cafés häufig aus schlichten Baguettebrötchen oder aber aus Toastbrotscheiben gezaubert. Das geht natürlich, doch am besten schmeckt der italienische Snack natürlich mit traditionellem Pane.

Panini-Brot selbst backen

Wenn es schnell gehen muss, sind Panini eigentlich die ideale Wahl, denn das Brot ist ruckzuck belegt und warm gemacht, anschließend kann es auch schon genossen werden. Will man den Happen allerdings von der Pike auf selbst machen, dann sollte man sich – und dem Brotteig – Zeit geben. Doch es gibt einen Trick, mit dem auch bei akuter Zeitnot Panini, die zu 100 Prozent selbst gemacht sind, auf dem Teller landen können: Einfach mehr Brotteig ansetzen und einen Teil davon einfrieren. Oder mehr Teig zubereiten, die Panini-Brote backen und anschließend alle nicht benötigten Exemplare ins Eis schicken, zum Beispiel verpackt in eine geeignete Plastikdose. Beide Varianten ermöglichen frischen Panini-Genuss, wann immer Dir der Sinn danach steht! Für den Brotteig brauchst Du zu gleichen Teilen Mehl (Mais oder Weizen), Hartweizengrieß und lauswarmes (!) Wasser. Dazu einen Würfel frische Hefe, etwas Zucker sowie die eine oder andere Prise Salz. Zuerst füllst Du das Wasser in eine kleine Schüssel und bröselst die frische Hefe hinein. Jetzt gibst Du den Zucker dazu, er sorgt dafür, dass die Hefe Höchstleistungen erbringt und der Teig später garantiert aufgeht. Alles gut miteinander verrühren, bis die Hefe komplett aufgelöst ist. Anschließend gibst Du Mehl, Grieß und Salz in eine große Rührschüssel und gießt das Wasser mit der Hefe dazu. Dann verknetest Du alles mit den Händen zu einem Teig – am besten geht das, wenn die Hände leicht angefeuchtet sind, weil der Teig dann nicht daran festklebt. Wenn er die richtige Konsistenz hat und richtig schön warm und geschmeidig ist, deckst Du die Schüssel mit einem Küchenhandtuch ab und lässt den Teig etwa zwei Stunden an einem warmen Ort ruhen. Dabei kann er sich um das Doppelte vergrößern, daher ist es wichtig, dass es die Schüssel mit diesen Mengen aufnehmen kann. Nach der Ruhezeit knetest Du den Teig ein letztes Mal kräftig durch und teilst nun gleichmäßige Teigportionen ab, die Du zu Kugeln formst und in ausreichend Abstand zueinander auf ein Backblech legst. Wie groß die einzelnen Teigkugeln sein sollen, bleibt Dir überlassen – willst Du lieber mehrere kleine Panini zubereiten, solltest Du dementsprechend kleinere Portionen abteilen, bei größeren Panini muss natürlich auch der Rohling – so nennt man ungebackene Brote – größer sein. Haben die Panini in spe ihre Position auf dem Backblech bezogen, können sie in den heißen Ofen wandern, bei 200 Grad brauchen sie – je nach Größe – zwischen 30 und 40 Minuten, bis sie fertig sind. Nach dieser Zeit holst Du sie aus dem Ofen und lässt sie auskühlen. Dann sind sie bereit, entweder direkt in köstliche Panini verwandelt zu werden, oder gut verpackt in die Tiefkühltruhe zu wandern und dort auf ihren großen Auftritt zu warten.

Panini belegen: Leckere Ideen für jeden Geschmack

Beim Zubereiten, sprich Belegen, von Panini gibt es keine Regeln, denn erlaubt ist wie so oft was schmeckt. Bevor Du allerlei Leckereien auf das frische, hausgemachte Brot legst, musst Du es natürlich der Länge nach aufschneiden. Je nach Belag, der anschließend folgt, kannst Du beide Hälften nun mit etwas Olivenöl bepinseln. Es sorgt für noch mehr mediterranes Flair, ist ein Geschmacksträger und dabei deutlich gesünder als Butter, da es weniger gesättigte Fettsäuren mitbringt als das tierische Streichfett. Und dann geht es los, Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Ein Klassiker sind Panini mit Schinken, Käse und Tomaten. Aber auch mit würzigem Rucola, feinem Mozzarella, Tomaten, frischem Basilikum und einem Hauch Balsamicocreme macht das Sandwich immer eine gute Figur. Du liebst die Kombination aus süß und herzhaft? Wie wäre es dann mit Honig und Ziegen(frisch)käse auf Deinen Panini? Die Liste ließe sich (fast) unendlich fortsetzen, denn jeder kann seine Panini so belegen, wie er es eben gerne mag. Als Anregung für den ganz großen Sandwich-Genuss haben wir einige kreative Ideen zusammengestellt:

Der Kontaktgrill macht das Panini

Sobald alle Zutaten zwischen den beiden Brothälften gelandet sind, könntest Du eigentlich bereits beherzt zubeißen und Dir den italienischen Snack schmecken lassen. Doch kalt sind Panini nur halb so gut, traditionell werden sie auf einem Kontaktgrill erhitzt, damit das Brot schön knusprig wird und der Käse schmilzt. Kontaktgrill ist ein Fremdwort für Dich? Der Küchenhelfer zeichnet sich dadurch aus, dass er zwei große Wärmeplatten hat, zwischen die die Panini gelegt werden. So werden sie gleichmäßig erhitzt und das Brot langsam getoastet. Dabei bekommt es durch die Beschaffenheit der Platten gleichmäßige Streifen, die ganz typisch für den Snack sind. Wer öfter mal Panini zubereiten will, sollte über die Anschaffung eines solchen Gerätes nachdenken, Einsteigermodelle gibt es bereits ab 50 Euro. Für die ersten Gehversuche reicht aber auch der Backofen aus, in ihm kann man die Panini ebenso warm machen, ganz ähnlich wie beim Toast Hawaii. Wer einen Sandwichtoaster zu Hause hat, kann auch diesen verwenden. Allerdings sollte man das Gerät nicht komplett schließen, sondern nur auf den Panini aufliegen lassen, damit sie nicht plattgedrückt werden.

Ab sofort gibt es Panini – und zwar immer wieder neu, immer wieder anders! Dank der vielen unterschiedlichen Ideen für den italienischen Snack kommt garantiert keine Langeweile auf, egal, wie oft Du ihn zubereitest. Und wir sind uns sicher, dass Deine hausgemachten Panini besser schmecken als alle belegten Brötchen, die Du beim Bäcker kaufen kannst.

Bildquelle: iStock/mikafotostok

Kommentar (1)

  • Hast Du Panini schon einmal selbst gemacht?