Kreativ backen

Osterkuchen: Einfach (und) zauberhaft

Anna-Maria von Kentzinskyam 26.02.2015 um 13:06 Uhr

Das Osterfest steht vor der Tür und Du rätselst immer noch, wie Du Deine Gäste beim geladenen Festessen so richtig verzauberst? Oder suchst Du noch nach dem perfekten Mitbringsel, das gerade zu Ostern bei den Gastgebern garantiert gut ankommt? Dann ist ein zauberhafter Osterkuchen genau die richtige Wahl, denn er vereint die passenden Zutaten mit einer zuckersüßen Optik. Ob Neuling oder passionierte Backfee, diese Osterkuchen gelingen wirklich jedem.

Draußen bedecken Krokusse, Schneeglöckchen und Osterglocken die Gärten wie kunterbunte Teppiche und die Sonne schickt ihre ersten wärmenden Strahlen gen Erde. Spätestens dann ist klar: Ostern steht vor der Tür! Für das Fest soll natürlich etwas Besonderes auf den Tisch kommen, da darf es ruhig mal ein aufwendiges Menü sein. Richtig ausgeklügelt wird es , wenn auch die Zutaten zum Thema passen. Das funktioniert mit dem traditionellen Osterlamm nicht nur beim Hauptgang, auch der Osterkuchen zum Nachtisch kann durch und durch auf das frühlingshafte Fest getrimmt werden.

Easter cake with tea matcha decorated chocolate ganache and sweet-stuff eggs. Near cup of coffee. From series elegant desserts

Simpel, aber elegant: Dieser Osterkuchen überzeugt durch wenige Gestaltungselemente

Alles, was sich thematisch mit Ostern und der Jahreszeit des Neuanfangs in Verbindung bringen lässt, ist die perfekte Basis für einen gelungenen Osterkuchen: Möhren und Nüsse, Zitronen und Eierlikör, Pfirsiche, frische Kräuter und säuerliche Milchprodukte wie Quark, Schmand und Frischkäse sind klassische Zutaten. Wie wäre es beispielsweise mit einem Rüblikuchen oder einem erfrischenden Zitronenkuchen mit Thymian? So wird Dein Osterkuchen geschmacklich garantiert nicht 08/15, sondern saftig, geschmacksintensiv und außergewöhnlich. Wenn es erfrischend und cremig werden soll, sind Schmand- und Käsekuchen ebenfalls eine gute Wahl als Osterkuchen.

Basisbackausstattung für den Osterkuchen

Um einen gut gelungenen Osterkuchen servieren zu können, musst Du keine besonderen Osterei- oder Lamm-Backformen zu Hause haben, die ohnehin den Rest des Jahres im Dornröschenschlaf verbringen und wertvollen Platz im Küchenschrank besetzen. Auch eine ganz normale Springform und die gute, alte Kastenform sind bestens geeignet, um darin Osterkuchen zu backen. Jetzt brauchst Du nur noch die passenden Ideen für den perfekten Osterkuchen, die Du ohne besondere Ausrüstung und mit Grundkenntnissen in Deiner ganz privaten Backstube problemlos meisterst. Du musst Dich nur für einen Teig entscheiden und schon kannst Du mit Deinem ganz persönlichen Osterkuchen loslegen.

Osterkuchen aus der Springform

Beginnen wir mit der Springform, die es in den unterschiedlichsten Größen gibt. Für ein bis zwei Personen bist Du mit einer Springform mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern gut beraten, für Familien und Partys darf es die Standardspringform mit ihrem Durchmesser von 26 Zentimetern sein. Die runde Form eignet sich besonders für cremige Cheesecakes, Käsekuchen und Frischkäsekuchen, die mit frischen Früchten für Frühling auf der Zunge sorgen. Die Zutaten allein machen allerdings noch keinen Osterkuchen, jetzt wo Du Dich für Inhalt und Form entschieden hast, ist die richtige Optik an der Reihe. Gerade Käsekuchen und Co. werden im Handumdrehen zum putzigen Osterkuchen, wenn Du beispielsweise aus Pappe eine süße Hasenform ausschneidest, sie auf den Kuchen legst und das gute Stück anschließend mit Puderzucker bestäubst. Die Form vorsichtig herunternehmen und fertig ist der schnelle Osterkuchen. Generell sind Kuchen aus der Springform bestens geeignet, um aus ihnen einen dekorativen Augenschmaus zu machen. Schließlich haben sie eine große Fläche, die sich geradezu anbietet, um österlich gestaltet zu werden. Mit etwas Lebensmittelfarbe, Zuckerguss und einigen wenigen Handgriffen erzielst Du eine kunterbunte Grundlage für Dekorationen wie Marzipanmöhrchen, Schokohasen und farbenfrohe Fondanteier. Besonders experimentierfreudige Backfeen können mit Hilfe einer Zuckerglasur dünne Schokoriegel am Kuchenrand befestigen und das so entstandene „Fass“ nach Belieben mit Ostersüßigkeiten füllen. Wie wäre es mit einem in der Mitte sitzenden Schokohasen, der von einem Meer aus kleinen, bunten Schokoladeneiern umgeben ist? Wenn Du es simpel halten möchtest, ist ein Spiegeleikuchen die richtige Wahl, denn mit einer Füllung aus Schmand und halbierten Pfirsichen zauberst Du ganz ohne zusätzliche Dekoration einen süßen Osterkuchen.

Alles im Kasten – auch der Osterkuchen!

Du hast nur eine Kastenform zur Hand? Auch damit lassen sich gewitzte Osterkuchen kreieren, die gerade bei den Kleinen für echte Begeisterungsstürme sorgen werden. Wie wäre es beispielsweise, wenn Du den Kuchen nach dem Backen (und Auskühlen) in eine echte Osterüberraschung verwandelst? Schneide dazu die Kuchenoberseite in einer Stärke von etwa drei Zentimetern ab und lege sie beiseite. Nun machst Du Dich daran, den Kuchen von innen vorsichtig auszuhöhlen und den so entstandenen Leerraum mit bunten Schokoladeneiern oder anderen, farbenfrohen Osternaschereien zu füllen. Mit etwas Ganache, Zuckerguss oder Buttercreme „klebst“ Du den Deckel nun wieder auf den Kuchen und kannst ihn dann nach Lust und Laune dekorieren. Bei diesem Osterkuchen sind Dir strahlende Kinderaugen sicher, wenn Du ihn anschneidest und er sein wahres Inneres zeigt.

Du achtest eher auf das Äußere? Dann verwandle Deinen Kastenkuchen in einen frühlingshaften Blumenkasten, in dem sich die ersten Ostereier verstecken oder der Hase hinter einem Grasbüschel hervorlugt. Für diesen Osterkuchen musst Du kein Zuckerbäcker sein, mit etwas Kreativität und ein paar Tricks setzt Du auch diese Kuchenidee in die Realität um. Für ein überzeugendes Blumenbeet bietet sich natürlich ein Schokoladen- oder Nussteig an, denn er erinnert farblich bereits an Blumenerde. Für Blumen, Häschen und Co. nimmst Du am besten passende Ausstecher und backst Mürbeteigkekse, die Du anschließend hübsch dekorierst. Mit Hilfe langer Holzspieße und grüner Papierstrohhalme wachsen die knusprigen Blüten aus dem Blumenbeet. Jetzt schneidest Du aus dem Keksteig noch Latten für einen Zaun, die nach dem Backen einfach mit weißer (oder bunter) Glasur überzogen werden. Ein bisschen Gras darf bei diesem Osterkuchen natürlich auch nicht fehlen, das bekommst Du, indem Du die Seiten Deines Kuchens mit grün gefärbtem Fondant oder Marzipan einkleidest und die Kekslatten mit etwas Guß daran befestigst. So einfach hast Du einen Osterkuchen, der einem Blumenkasten zum Verwechseln ähnlich sieht.

Das ist Dir zu viel Aufwand? Wie wäre es dann mit einem Karotten Osterkuchen der besonderen Art? Stelle zwei Rührteige bereit, einen mit viel dunkler Schokolade und einen hellen, dem Du mit Lebensmittelfarbe zu einem kräftigen Orange verholfen hast. Backe den gefärbten Teig zuerst in der Kastenform, lasse ihn auskühlen und schneide ihn in Scheiben. Nun greifst Du zu einem Möhren-Keksausstecher, stichst aus jeder Scheibe eine Möhre aus und legst sie zu einer langen Schlange aneinander. Alternativ kannst Du auch einfach möhrenähnliche Dreiecke ausschneiden, die alle gleich groß sind. Jetzt füllst Du ein Drittel des Schokoladenteigs in die Form, setzte sie „Möhren“ mit der Spitze nach unten hinein und füllst die Form mit dem restlichen Schokoladenteig auf. Nun wandert der Osterkuchen wieder in den Backofen. Ist er ausgekühlt, formst Du aus Marzipan oder Fondant die grünen Büschel von Möhren und pflanzt sie auf die Kuchenoberfläche, dabei hilft etwas knackige Schokoladenglasur. Sobald Du den Osterkuchen anschneidest, kommt die ganze Möhre zum Vorschein, die umgeben ist von „erdigem“ Schokoladenkuchen. Wenn das keine süße Überraschung ist!

Du siehst, bereits die klassischen Backformen reichen aus, um zauberhafte Osterkuchen zu backen. Geschmacklich stimmst Du Deine Liebsten mit den richtigen Zutaten auf Ostern ein, die Optik macht das gute Stück dann zum vollendeten Osterkuchen. Für Dekorationsmuffel sind Spiegeleikuchen die Osterkuchen schlechthin, wer sich dem Dekorieren hingeben möchte, kommt mit dem süßen Blumenkasten voll auf seine Kosten.

Bildquelle: iStock/zzayko

Kommentare (4)

  • ZuckerPony am 01.06.2015 um 09:53 Uhr

    Ich lasse mich ja immer gern zu neuen Sachen inspirieren, auch von Osterkuchen im Sommer (zumindest, wenn man dem Kalender trauen darf, warm ist es ja hinten und vorne nicht). Weil Kuchen geht immer. Besonders Käsekuchen.

  • erdbeerqueen89 am 24.03.2015 um 09:30 Uhr

    Ich bin nicht gerade die talentierteste Bäckerin, aber in diesem Jahr werde ich einen Karottenkuchen backen, weil ich eingeladen bin und es bei den Gastgebern Tradition ist, dass es einen Osterkuchen gibt. Ich bin mal gespannt, wie der Kuchen wird, hoffentlich schmeckt er dann auch!

  • applepie77 am 16.03.2015 um 09:45 Uhr

    Ich glaube, in diesem Jahr mache ich mal einen Spiegeleikuchen als Osterkuchen. Den esse ich sowieso total gerne, da passt es ja, wenn ich ihn auch an Ostern mache. Meine Familie freut sich bestimmt, die mögen ihn auch alle gerne.

  • CNK80Q3 am 26.02.2015 um 11:13 Uhr

    Ach was, die Idee mit den "eingebackenen" Möhren find ich ja grandios als Osterkuchen. Das klingt auch, als könnte selbst ich das hinbekommen. Ist ja im Grunde nur andersfarbiger, vorgebackener Kuchen in frischem Kuchenteig und dann gebacken.